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Northwind
04.10.1016 - 22:49
Wolfsburg
Trigger: Sexuelle Handlung
Erik Norrholm Reinka Norrholm

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Reinka Norrholm
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#6
Reinka lauschte mit angehaltenem Atem, als würde sie andernfalls etwas verpassen – einen Zwischenton, eine Regung, ein Brechen in seiner Stimme. Doch da war nichts außer dieser gefassten, nüchternen Bitterkeit. Und genau das ließ es in ihr brodeln. Nicht, dass er tobte oder laut wurden – so, wie man es Erik Norrholm zusprechen würde. Nein, er blieb so kontrolliert, nahm es hin. Er hatte sich entschieden, den Schmerz zu schlucken, statt zurückzuschlagen.

In ihr jedoch loderte dafür ein Feuer. Mit jedem seiner Worte wuchs es. Sie kannte Leif – kannte seine trotzige Verschlossenheit, seine Unfähigkeit, sich nachzugeben, auch wenn es das einzig Richtige gewesen wäre. Aber dass er es wagte, Erik zu demütigen – Erik, der ihm so nahe war wie ein leiblicher Bruder –, brannte in Reinka wie heiße Kohlen auf nackter Haut. Dass sie selbst schwieg, ein eigenes Wissen in sich trug, das wie Blei in ihrem Magen lag, machte es nur schlimmer. Sie barg Leifs Geheimnis wie einen Splitter im Herzen – für ihn, für die Familie, für das fragile Gleichgewicht des Landes. Und jetzt … jetzt hatte sie das Gefühl, Erik verraten zu haben, weil sie schwieg. Es war wie ein Schlag in die Magengrube, zu wissen, dass sie Teil einer Wahrheit war, die ihr Ehemann nicht kannte. Dass sie, seine Frau, nicht offen war in einer Sache, die ihn so tief traf.

Als er sich in den Zuber gleiten ließ, folgte ihr Blick ihm nur flüchtig. Normalerweise wäre da diese Hitze gewesen, die sich von ihren Wangen bis tief in ihren Leib hinabzog, wenn sie Zeugin wurde, wie sich seine Muskeln unter Wasser spannten, sein Rücken im goldenen Licht der nahen Flammen glänzte. Doch jetzt war da nur Zorn. Enttäuschung. Und dieses nagende Gefühl, dass sie hätte mehr tun müssen.

Erik las sie wie ein offenes Buch. Wie immer. Er merkte es, natürlich – wie ihre Gedanken an Schärfe gewannen, wie sich ihre Schultern versteiften, ihre Lippen zu einer feinen Linie pressten. Als er ihren Namen sagte, war es fast ein Flüstern. Eine zarte Mahnung. Eine Bitte. „Ich weiß“, murmelte sie, während sie das weiche Tuch vom Grund des Zubers aufhob, auswrang und es sanft über seinen Oberarm strich. Ihre Bewegungen waren ruhig, beinahe rituell – aber jeder Griff trug die Wärme ihrer Zuneigung, ihre Bereitschaft, ihm jeden Zentimeter dieser Last abzunehmen. „Aber ich bin nicht zwischen euch, Erik. Ich bin mit dir.“ Ihre Stimme war ruhig, fast sachlich – aber in ihrem Inneren grollte weiter der Sturm. „Wenn jemand dich verletzt, so verletzt er auch mich. Da gibt es kein Dazwischen.“

Sie ließ das Tuch über seinen Rücken gleiten, fuhr die Wirbel entlang, ihre Finger ganz nah an seiner Haut, aber nie aufdringlich. Doch die Nähe – die Intimität dieser Geste – ließ sich nicht verleugnen. Sie wollte ihn nicht verführen. Aber sie liebte ihn. Und das bedeutete, in den Momenten zu bleiben, wenn es am schwersten fiel. Als er ihr Wasser ins Gesicht schnippte, blinzelte sie überrascht – und dann, ganz unerwartet, entglitt ihr ein Laut, den man fast für ein Schnauben hätte halten können. Ihre Finger schlugen spielerisch gegen seine Brust, und für einen winzigen Moment schimmerte das Mädchen durch, das sie einmal gewesen war. Damals, als sie viel zu ernst für ihr Alter gewesen war, viel zu schweigsam – und er der Einzige gewesen war, der sie zum Lächeln bringen konnte. Der ihre Mauern durchbrach, ohne es je gewollt zu haben.

„Ungezogen“, murmelte sie nur und schüttelte leicht den Kopf, aber ein Funkeln tanzte in ihren Augen. Als er andeutete, wie sie ihm helfen könne, zog sie eine Braue hoch – ein unmissverständlicher Ausdruck zwischen Spott und Interesse. „Ist das so?“, fragte sie leise, während ihre Finger über seine Brust glitten, ihn sanft mit dem Leinen reinigten, dabei fast zärtlich in der Bewegung verharrten. Es war keine Einladung. Und doch konnte niemand behaupten, ihre Augen seien gleichgültig gewesen.

Als er dann seine Hand ausstreckte, kam sie ihm ohne zu zögern entgegen. Nahm sie in die ihre, führte sie an ihren  Bauch, der sich unter dem Stoff ihres Nachtgewands in dieser Position kaum noch verbergen ließ. Sein Kind. Ihr Kind. Ihre Wangen färbten sich leicht, als seine warme Handfläche ihre ihr Ziel erreichte. Die Berührung war fest, sicher – und etwas in ihr entspannte sich. Sein Staunen war ehrlich, so ungekünstelt wie ein Kind, das einen Vogel aus nächster Nähe beobachten darf. Und es war schön.

„Vielleicht ein halben Fingerbreit mehr“, flüsterte sie, als würde eine nüchterne Erklärung das Wunder in Eriks Augen zerstören. „Nicht genug, um neue Kleider zu brauchen – aber mittlerweile genug, um mich nachts nicht mehr auf den Bauch legen zu können.“ Seine nächste Bemerkung – ‘sie’ – entlockte ihr ein halb genervtes, halb gespieltes, tiefes Seufzen. Es war ihr kleines Spiel geworden, und obwohl sie wusste, dass es ihm schlicht um den Gedanken ging, eine Tochter zu haben, bestand sie jedes Mal auf ihrem Punkt. „Es wird ein Junge“, sagte sie, als sei es eine unumstößliche Wahrheit. Ihr Blick lag auf seinem Gesicht – forschend, weich. „Er wird deine Nase haben und meine unerschütterliche Geduld.“

Sie schwieg kurz, ließ ihn weiter fühlen, ließ zu, dass sich die Atmosphäre zwischen ihnen veränderte – dichter wurde, intensiver. Da war Wärme im Dampf, Vertrautheit in der Geste, Nähe in jedem Tropfen, der über seine Haut rann. Die Finger ihrer Linken glitten weiter über seine Schultern, hielten einen Moment lang an seiner Narbe inne, als wollten sie sie heilen, während ihre rechte Hand über der seinen an ihrem Bauch verharrte. „Aber wenn es ein Mädchen wird …“, begann sie, und diesmal war ihre Stimme kaum hörbar, „… dann wird sie dich um den Finger wickeln. Und du wirst jede ihrer Launen ertragen, als wäre sie Gesetz.“ Die Wärme in ihrem Blick wich nicht. Und diesmal war es sie, die ihn zuerst anlächelte – ehrlich, aber zart. Ein Lächeln, das nur für ihn bestimmt war.
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Northwind - von Erik Norrholm - 29-05-2025, 21:32
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 30-05-2025, 17:34
RE: Northwind - von Erik Norrholm - 31-05-2025, 15:49
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 01-06-2025, 20:47
RE: Northwind - von Erik Norrholm - 02-06-2025, 10:19
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 02-06-2025, 17:04
RE: Northwind - von Erik Norrholm - 02-06-2025, 21:00
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 09-06-2025, 11:26
RE: Northwind - von Erik Norrholm - 09-06-2025, 12:42
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 09-06-2025, 20:30
RE: Northwind - von Erik Norrholm - 10-06-2025, 14:22
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 10-06-2025, 16:30
RE: Northwind - von Erik Norrholm - 10-06-2025, 20:01
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 11-06-2025, 19:31
RE: Northwind - von Erik Norrholm - 12-06-2025, 22:22
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 15-06-2025, 09:56
RE: Northwind - von Erik Norrholm - 17-06-2025, 20:20
RE: Northwind - von Reinka Norrholm - 08-10-2025, 19:40

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