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VIncere out mori
11.10.1016 - 22:00
Palast der Castellanos, Augustos Königsgemächer
Zephyr Athanas Augusto Castellanos

one decree at a time
*Zephyr Athanas
Alter 37
Beruf Fürst | Hand des Königs
Wohnort Bardon Pass
Stand Verheiratet
User Team
#7
Das Gespräch machte Zephyr müde. Er hatte einen langen Tag hinter sich, war den ganzen Weg von Bardon Pass geritten, und sein Kopf war voll von Strukturen und Plänen, die er nach diesem obligatorischen Treffen angehen würde. Obligatorisch? So, wie sein Cousin Redebedarf hatte, war das Gespräch leider alles andere als obligatorisch, wie dessen Hand gehofft hatte. Hätte er das gewusst, hätte er sich darauf vorbereitet, zumindest mental gestählt für die Ideen, die er sich nun auf der Zunge zergehen lassen musste. Den Kopf konnte er natürlich nicht einfach schütteln, auch wenn er es gerne wollte. Vor Augusto bewahrte er stets die Farce, dass er nur unterstützte, ihm nur unter die Arme griff, und vielleicht entsprach das heute nicht mal einer Lüge.
“Es sind hauptsächlich Frauen und Kinder, die geflüchtet sind. Kaum kampferfahrene Männer, die etwas gegen Norsteadings Krieger ausrichten könnten, sollte es zu besagtem Szenario kommen”, räumte er ein, in seinem Ton aber keine Endgültigkeit, kein Zerschmettern von Augustos Überlegung. Er wusste, wie er seinen Cousin besänftigte, und das nicht, indem er ihm vorschrieb, was sie tun sollten und was nicht. “Sie würden vermutlich einfach überrollt werden, ohne uns viel Nutzen zu bringen.” Dann wiederum konnte er nicht leugnen, dass es verlockend war, die Flüchtlinge umzusiedeln. Es sollte ein weiterer Gedanke sein, den er auf seine Liste mit aufnahm.

Wäre es nur bei diesem Vorschlag geblieben, doch Augustos nächste Überlegung haute Zephyr tatsächlich fast vom Hocker. Eben noch die Augen geschlossen und seine Nasenbrücke massiert, war es ein Wunder, dass ihm seine Gesichtszüge nicht entgleisten. Die Hauptstadt umverlegen? Zephyrs Augen öffneten sich und starrten den Großkönig für einen Moment nur an, abwägend, ob er ihn doch für unzurechnungsfähig erklären sollte. Es war egal, wie er seinen EInfall erklärte, so selbstsicher und klar in seinen Worten, wie man ihn selten erlebt hatte; ein unmögliches, wahnwitziges Unterfangen blieb genau das. Unmöglich und wahnwitzig. Wenn er davon redete, die größte Stadt auf dem Festland einfach so umzusiedeln, mit allen Berufen, die an den Königshof und die Lage gebunden waren, dann hatte er vielleicht doch den Verstand verloren.
Aber das ließ sich Zephyr natürlich nicht anmerken. Seine Maske war unbewegt, abschätzend fast, ganz der Berater, den er mimte, um seinen Cousin zu besänftigen. Er legte seinen Kopf leicht schief, den Blick überlegend auf der Karte, während er sich die Worte durch den Kopf gehen ließ. “Die Felder bei Bardon Pass werden für unseren Weinbau und Landwirtschaft genutzt. Sollten wir umsiedeln, werden wir fruchtbaren Boden verlieren, denn hier wächst kaum etwas.” Er bezweifelte, dass die Fläche, wo ihre stolze Stadt stand, jemals wieder für Landwirtschaft genutzt werden konnte. Zu viele Füße und Wagen hatten den Boden platt getrampelt und unfruchtbar gemacht. Und was sollte aus dem Palast werden? Sollte man ihn den Bürgern zum Ausrauben überlassen? Die Kathedrale ließ sich auch nicht mal eben so verschieben…
Zephyr seufzte lautlos. “Lasst mich Rücksprache mit Belisarius halten. Es würde sich anbieten, unsere Heerkoordination auf Bardon Pass zu verlegen.” Dem stimmte er tatsächlich zu, auch wenn er jetzt noch keine klare Meinung fassen konnte. Was den Rest der Stadtplanung hingegen anging…

Da war Leandros fast ein angenehmer Themenwechsel, auch wenn es dem Fürsten gehörig gegen den Strich ging, für ihn verantwortlich zu sein. Er hatte ja sonst nichts zu tun, als den Erzieher für ein übergroßes Baby zu spielen. Dass Augusto jetzt auf einmal härter durchgreifen wollte, wunderte ihn, dann wiederum bekam er ihn auch selten nüchtern zu Gesicht. Vielleicht brachten die harten Maßnahmen ja wirklich etwas - Zephyr würde sich allerdings wundern. Nicht umsonst setzte er all seine Pferde bereits auf Orpheus. “Wie Ihr wünscht.”

Zephyr erhob sich bereits, sein Blick lag allerdings immer noch auf der Karte. Kurz überlegte er, ob er diese eine Information über Farynn mit seinem Cousin teilen sollte, jetzt, wo er schonmal nüchtern war. Dann wiederum hatte er noch keine Ergebnisse aufzuweisen. Wenn die Zeit gekommen war… Dann vielleicht. Stattdessen hob er seinen Blick wieder, gefasst wie immer. “Gibt es noch etwas, das Ihr besprechen möchtet?”
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Nachrichten in diesem Thema
VIncere out mori - von *Zephyr Athanas - 26-01-2025, 10:51
RE: VIncere out mori - von *Augusto Castellanos - 28-01-2025, 23:01
RE: VIncere out mori - von *Zephyr Athanas - 10-02-2025, 09:56
RE: VIncere out mori - von *Augusto Castellanos - 02-03-2025, 22:28
RE: VIncere out mori - von *Zephyr Athanas - 10-05-2025, 14:28
RE: VIncere out mori - von *Augusto Castellanos - 08-06-2025, 15:25
RE: VIncere out mori - von *Zephyr Athanas - 11-07-2025, 05:57

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