28-07-2025, 12:09 - Wörter:
Eriks Atem blieb ruhig, doch die Sorge arbeitete unermüdlich hinter seiner Stirn. Die Vorstellung, dass Leif nicht wusste, wo seine Tochter war – ob es ihr gut ging oder ihr etwas zugestoßen war – ließ eine unangenehme Unruhe in ihm aufsteigen. Er versuchte, sich in die Verzweiflung seines Waffenbruders hineinzuversetzen, stellte sich vor, es wäre sein eigenes Kind. Aber er wusste auch, dass er sich darin nicht verlieren durfte – nicht jetzt.
„Das Wort Bastard schließen wir bitte kategorisch aus“, schnaubte er schließlich und trat näher an Leif heran. Seine Stimme war fest, seine Haltung aufrecht, als würde allein die Entschlossenheit in seinem Blick schon Gewicht genug tragen. „Ich hasse dieses Wort. Sie ist ein Kind. Deine Tochter. Das ist alles, was zählen sollte und ich werde sie so oder so lieben - ob ehelich oder nicht.“ Seine Stimme war ruhig und leise. Einen Moment lang ließ er seine Worte in der kühlen Luft stehen, den Blick aus dem Fenster gerichtet.
Er nickte leicht. „Was ist aus demjenigen geworden, der meinte, sie erkannt zu haben?“, fragte Erik weiter und fuhr sich nachdenklich über das bärtige Kinn. Vermutlich kannte er die Antwort längst – und mit keiner geringeren würde er sich zufrieden geben.
Die Möglichkeit, dass das Kind tot war, bestand – und ließ Erik unzufrieden auf der Innenseite seiner Wangen kauen. Eine Marotte, die er seit seinen Kinderjahren nicht abgelegt hatte. „Hattest du die ganze Zeit Kontakt?“, fragte er schließlich, seine Stimme leiser und sanfter als zuvor, während sein Blick zurück zu Leif glitt.
Das freudlose Lächeln seines Waffenbruders ließ Eriks Herz eine Etage tiefer sacken. Man mochte von ihm halten, was man wollte – ein Arschloch, ein Trunkenbold –, doch wenn es um Familie ging, war Erik ein anderer Mensch. Und für ihn gab es keinen Zweifel – Valda gehörte zu seiner Familie. Ebenso schützenswert, ebenso wertvoll wie jedes andere Kind, das den Namen Stelhammer oder Norrholm trug.
Rabenrast. Ein unbedeutendes Dörfchen, das zu seinem Fürstentum gehörte. „Eigentlich sollte das abgelegen genug sein, dass sie nach dem Trubel nicht weiter auffällt…“, murmelte er, während sein Blick prüfend auf seinem besten Freund ruhte. „Aber sie haben sich in eine andere Richtung durchgeschlagen? Frühlingsland?“ Die Frage kam ruhig, doch ein unüberhörbarer Unterton von Unmut schlich sich in sein Stimme, mischte sich in das klare Blau seiner Augen. Eine Wölfin gehörte nicht in eine Schafsherde. „Ist ihre Mutter… taff?“ Er zögerte nur kurz. Eine solche Reise unternahm man nicht leichtfertig – schon gar nicht als Frau mit einem kleinen Kind im Schlepptau.
„Das Wort Bastard schließen wir bitte kategorisch aus“, schnaubte er schließlich und trat näher an Leif heran. Seine Stimme war fest, seine Haltung aufrecht, als würde allein die Entschlossenheit in seinem Blick schon Gewicht genug tragen. „Ich hasse dieses Wort. Sie ist ein Kind. Deine Tochter. Das ist alles, was zählen sollte und ich werde sie so oder so lieben - ob ehelich oder nicht.“ Seine Stimme war ruhig und leise. Einen Moment lang ließ er seine Worte in der kühlen Luft stehen, den Blick aus dem Fenster gerichtet.
Er nickte leicht. „Was ist aus demjenigen geworden, der meinte, sie erkannt zu haben?“, fragte Erik weiter und fuhr sich nachdenklich über das bärtige Kinn. Vermutlich kannte er die Antwort längst – und mit keiner geringeren würde er sich zufrieden geben.
Die Möglichkeit, dass das Kind tot war, bestand – und ließ Erik unzufrieden auf der Innenseite seiner Wangen kauen. Eine Marotte, die er seit seinen Kinderjahren nicht abgelegt hatte. „Hattest du die ganze Zeit Kontakt?“, fragte er schließlich, seine Stimme leiser und sanfter als zuvor, während sein Blick zurück zu Leif glitt.
Das freudlose Lächeln seines Waffenbruders ließ Eriks Herz eine Etage tiefer sacken. Man mochte von ihm halten, was man wollte – ein Arschloch, ein Trunkenbold –, doch wenn es um Familie ging, war Erik ein anderer Mensch. Und für ihn gab es keinen Zweifel – Valda gehörte zu seiner Familie. Ebenso schützenswert, ebenso wertvoll wie jedes andere Kind, das den Namen Stelhammer oder Norrholm trug.
Rabenrast. Ein unbedeutendes Dörfchen, das zu seinem Fürstentum gehörte. „Eigentlich sollte das abgelegen genug sein, dass sie nach dem Trubel nicht weiter auffällt…“, murmelte er, während sein Blick prüfend auf seinem besten Freund ruhte. „Aber sie haben sich in eine andere Richtung durchgeschlagen? Frühlingsland?“ Die Frage kam ruhig, doch ein unüberhörbarer Unterton von Unmut schlich sich in sein Stimme, mischte sich in das klare Blau seiner Augen. Eine Wölfin gehörte nicht in eine Schafsherde. „Ist ihre Mutter… taff?“ Er zögerte nur kurz. Eine solche Reise unternahm man nicht leichtfertig – schon gar nicht als Frau mit einem kleinen Kind im Schlepptau.
