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I'm still holdin' on to everything that's dead and gone
11.10.1016 - 18:00
Kenmara | außerhalb der Burg

Maebh & Muirin | 11.01.1016 | einen Abend vor der Hochzeit
Herbstland
Maebh Fraser
Herbstland - Admin
Alter 31
Beruf Ehefrau
Wohnort Kenmara
Stand Verheiratet
User Cat
#2
Im Sattel konnte man die Sorgen und Nöte des Alltags vergessen.
Das hatte ihre Mutter schon immer gesagt und ihr Vater lebte noch heute nach diesem Grundsatz, wenngleich ihre Stiefmutter offenbar die Magie eines Pferderückens nicht zu schätzen wusste. Allerdings war es auch so, das Pferde ihre Stiefmutter kein bisschen leiden mochten.
Céo hatte ihr, kurz nachdem sie eingezogen war, schon als Fohlen einmal kräftig gegen die Beine getreten.
Hatte wohl Menschenkenntnis, das Tier.
Ihren Sohn hatte Maebh heute morgen in der Obhut seines Kindermädchens gelassen. Sie selbst war nach einem kurzen Frühstück zu den Stallungen gegangen, hatte ihr Pferd gesattelt und die Burg auf seinem Rücken verlassen.
Als sie zurückgekehrt war, hatte sie keineswegs direkt die Stallungen angesteuert sondern ihren Lieblingsplatz hinter der Burg. Dort, wo eine steinerne Bank den perfekten Blick über die Klippen aufs offene Meer bot und man die Gischt an stürmischen Tagen im Gesicht spüren konnte, bis das Haar sich durch das salzige Wasser kräuselte und ihre Tränen von dem kalten Nass versteckt wurden.
Hier konnte sie für sich sein.
Wenn es stürmte und donnerte konnte man seine Frustration hinausschreien, ohne das es jemals irgendjemand hören würde. Niemand, außer den Wellen, die sich an den harten Steinen der Klippen brachen und in abertausend Wasserperlchen zurück ins Meer fielen.
Doch heute war sie nicht alleine.

Fast hätte sie die junge Frau im ersten Moment übersehen, zu abgelenkt von der Schönheit des Ortes.
Maebh hatte einen fast schon untrüglichen Instinkt. Schon gestern abend hatte sie versucht, es dem Mädchen leichter zu machen. Hatte sie freundlich und offen in Empfang genommen. Und Muírín hatte sie eiskalt auflaufen lassen.
Cathal’s Kommentar zur Persönlichkeit der jungen Prinzessin hatte Maebh missfallen, auch wenn sie das nicht in diesem Moment offen zur Schau gestellt hatte. Stattdessen hatte sie einmal mehr geschwiegen.
Insgeheim hasste sie sich dafür, doch sie mochte keine negativen Gefühle, also drängte sie auch dieses zurück.
Elegant sprang sie aus dem Sattel und griff nach Céos Zügeln, um ihn hinter sich herzuführen.
Der Hengst trottete gemächlich mit hängendem Kopf hinterher, die Ohren neugierig in Muíríns Richtung gedreht, ehe er sich daran machte, das bisschen Grünzeug, das zwischen den Steinen hervorwuchs, abzuzupfen.
Maebh blieb einen Moment vor der behelfsmäßigen Brüstung stehen und schloss die Augen.
Vom Ritt waren ihre Haare noch zerzaust, die Wangen gerötet und sie wirkte an diesem Vormittag keineswegs so perfekt wie sie es gestern abend getan hatte.

Als sie sich zu der jungen Frau umwandte, lag kein breites Lächeln auf ihren Lippen. Nur ehrliche Freundlichkeit.
„Mein Lieblingsplatz“, eröffnete sie. „Wenn es stürmt und gewittert und der Donner über der Burg grollt, kann man seinen ganzen Frust und Zorn herausschreien und niemand kann es hören. Nur man selbst und die Wellen. Als ich hier ankam dachte ich, dass sie meinen Kummer so vielleicht mitnehmen könnten.“
Gestern hatte Muírín klar gemacht, dass sie keine Lust auf seichte Unterhaltung hatte. Das man belanglose Freundlichkeiten nicht austauschen musste.
Maebh hatte vor, sich daran zu halten. Und ihr ein wenig Sicherheit anzubieten. Eine Freundin.
Sie selbst konnte auch sehr gut eine Freundin gebrauchen, auch wenn das wohl eher keine Rolle spielte.
„Aber es ist immer gleich geblieben“, seufzte sie und kraulte kurz Céo’s Nase, als dieser den Kopf hob um sie anzuschubsen.
Die Zügel warf sie dem Hengst über und trat dann zu Muírín an die Bank, um sich zu ihr zu setzen.
„Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst.“
Sie verzichtete auf vorgeschobene Höflichkeit und wählte lieber eine vertraute Ansprache.
„Und ich würde dir gerne sagen, dass es leichter wird und du es dir viel viel schlimmer ausmalst, als es eigentlich ist. Aber ich fürchte, dass das nichts bringt und noch dazu ist es eine Lüge. Und die liegen mir nicht. Stattdessen“, fuhr sie ruhig fort, „sage ich dir also folgendes: Du bist hier willkommen. Du wirst hier nie einsam sein. Und ob du dich zu Hause fühlst oder nicht ist allein deine Entscheidung. Aber es wird immer weh tun. Dir wird dein zu Hause und deine Freiheit immer fehlen. Mit der Zeit wird sich nur der Umgang mit diesem Bereich deines Lebens verändern und dort, wo andere Menschen sagen, es würde einfacher, wirst du in Wirklichkeit einfach nur erwachsener und widerstandsfähiger.“
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RE: I'm still holdin' on to everything that's dead and gone - von Maebh Fraser - 04-08-2025, 11:23

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