21-08-2025, 20:29 - Wörter:
Verzweifelt vergrub Aurora ihr Gesicht in beide Hände, als sie ihre Tasche das gefühlt... 150. Mal ausgeleert hatte. Ihr Tagebuch. Ihr geliebtes Tagebuch, das für sie so viel wert war. Das ihr auch viel wert sein musste, denn die Dinge, die darin standen... nun ja. Es war auch sehr naiv von ihr, gewisse Dinge niederzuschreiben, daran bestanden keine Zweifel. Glücklicherweise ging sie dabei aber nie derart ins Detail, dass es wirklich (!) unangenehm werden konnte. Dennoch reichte es aus, dass das Buch in fremde Hände gelangte und ihre Geheimnisse auf einem Silberteller präsentierte. Aurora verstand einfach nicht, wann sie es verloren haben konnte. Gleichzeitig hatte dieser Tag aber wohl kommen müssen, denn sie ließ das Büchlein niemals einfach zu Hause liegen. Aufgrund der Angst, dass es ihr werter Gatte in die Hände bekommen könnte. Sie sollte sich für die Zukunft doch irgendein gutes Versteck in ihrem Haus suchen – sofern sie das Tagebuch wiederfand. Ganz klein war die Hoffnung noch vorhanden, dass es so blöd aus ihrer Tasche gerutscht war, dass es in irgendeiner Ritze steckte, wo sie es auf Anhieb nicht sah. Aber dem war nicht so. Aurora konnte auch nicht behaupten, dass in ihr langsam die Panik hochstieg, denn diese war schon längst da. Seit sie das erste Mal verzweifelt in ihrer Tasche danach gegriffen hatte und sie das Buch nicht erwischte. Weil es schlichtweg nicht da war. Das war nun schon ganze sieben Tage her und dennoch war da noch dieser kleine Funke an Hoffnung.
Neben der Hoffnung waren da aber auch Ängste. Sorgen, das Buch könnte jemanden zu fiesen Aktionen verleiten. Erpressung, Veröffentlichung, ... Aurora wollte sich eigentlich nicht allzu sehr darüber den Kopf zerbrechen, aber die Gedanken kamen ihr einfach. Und auch ihr Gatte hatte bemerkt, dass etwas mit der Rothaarigen nicht stimmte. Dass sie etwas beschäftigte. Bald würde Aurora keine Ausrede mehr einfallen, die ihn zumindest fürs Erste besänftigte. Lediglich, das Buch wieder in den Händen zu halten, würde sie beruhigen. Aber nach einer Woche schwand die Hoffnung bereits mit jedem Tag, der verstrich – der letzte Funke, der noch vorhanden war, hielt eisern durch. Die Frage war nur, wie lange noch.
Aurora saß im Teezimmer – zumindest war es in ihren Augen das Teezimmer. So wohlhabend waren sie und ihr Ehemann dann doch nicht, aber man konnte ja träumen und sich die Dinge schönreden. Wie eben dieses Teezimmer. Sie las in einem Buch, um auf andere Gedanken zu kommen. Zumindest fiel es ihr schon etwas leichter als in den letzten Tagen, dennoch fiel es ihr schwer sich zu konzentrieren.
Als es an der Tür klopfte, blickte sie kurz auf und konnte die Schritte ihres Dienstmädchens hören. Etwas, was für sie nach wie vor nicht für selbstverständlich hielt und Luxus glich, wie sie fand. Immer, wenn es an der Tür klopfte, hielt Aurora kurz inne. Wurde ihr Gatte benötigt oder doch sie? Dass ihr Dienstmädchen sogleich in der Tür stand, war Info genug und so erhob sich die Rothaarige, schlug das Buch zu und legte es auf einen kleinen Beistelltisch.
An der Haustür angekommen, blickte sie ein fremdes Gesicht und war bemüht, nicht allzu fragend dreinzuschauen. ”Ich grüße Euch, wie kann ich Ihnen helfen? Justus ist aktuell nicht hier..” erklärte sie sogleich nach ihrer Begrüßung. Sie konnte ja nicht ahnen, dass der Fremde wegen etwas ganz Anderem hier vor ihrem kleinen Haus stand. Viel mehr glaubte sie, er würde etwas von ihrem Ehemann benötigen, der aber aktuell im Hofe des Königs zugegen war. Wie eigentlich immer und in letzter Zeit noch viel öfter.
Neben der Hoffnung waren da aber auch Ängste. Sorgen, das Buch könnte jemanden zu fiesen Aktionen verleiten. Erpressung, Veröffentlichung, ... Aurora wollte sich eigentlich nicht allzu sehr darüber den Kopf zerbrechen, aber die Gedanken kamen ihr einfach. Und auch ihr Gatte hatte bemerkt, dass etwas mit der Rothaarigen nicht stimmte. Dass sie etwas beschäftigte. Bald würde Aurora keine Ausrede mehr einfallen, die ihn zumindest fürs Erste besänftigte. Lediglich, das Buch wieder in den Händen zu halten, würde sie beruhigen. Aber nach einer Woche schwand die Hoffnung bereits mit jedem Tag, der verstrich – der letzte Funke, der noch vorhanden war, hielt eisern durch. Die Frage war nur, wie lange noch.
Aurora saß im Teezimmer – zumindest war es in ihren Augen das Teezimmer. So wohlhabend waren sie und ihr Ehemann dann doch nicht, aber man konnte ja träumen und sich die Dinge schönreden. Wie eben dieses Teezimmer. Sie las in einem Buch, um auf andere Gedanken zu kommen. Zumindest fiel es ihr schon etwas leichter als in den letzten Tagen, dennoch fiel es ihr schwer sich zu konzentrieren.
Als es an der Tür klopfte, blickte sie kurz auf und konnte die Schritte ihres Dienstmädchens hören. Etwas, was für sie nach wie vor nicht für selbstverständlich hielt und Luxus glich, wie sie fand. Immer, wenn es an der Tür klopfte, hielt Aurora kurz inne. Wurde ihr Gatte benötigt oder doch sie? Dass ihr Dienstmädchen sogleich in der Tür stand, war Info genug und so erhob sich die Rothaarige, schlug das Buch zu und legte es auf einen kleinen Beistelltisch.
An der Haustür angekommen, blickte sie ein fremdes Gesicht und war bemüht, nicht allzu fragend dreinzuschauen. ”Ich grüße Euch, wie kann ich Ihnen helfen? Justus ist aktuell nicht hier..” erklärte sie sogleich nach ihrer Begrüßung. Sie konnte ja nicht ahnen, dass der Fremde wegen etwas ganz Anderem hier vor ihrem kleinen Haus stand. Viel mehr glaubte sie, er würde etwas von ihrem Ehemann benötigen, der aber aktuell im Hofe des Königs zugegen war. Wie eigentlich immer und in letzter Zeit noch viel öfter.
