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Von schlechten Entscheidungen und ein wenig Liebe
10.10.1016 - 20:30
Festung, Kenmaras | Schlafgemach des Herzogpaares

Herbstland
Eanruig Fraser
Herbstland
Alter 52
Beruf Herr von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verheiratet
User Emma
#5
Seine Augenlider öffneten sich flackernd, als sie sich von ihm zurückzog, ihre Wärme ihn verließ, und für einen Moment blinzelte er hinein ins Nichts. Die Falte zwischen seinen Augen vertiefte sich, bevor sie sich glättete, nur einen Hauch, als sie sich nicht vor ihm zurückzog, sondern erneut die Nähe suchte – nur … anders. Ihr Gewicht, das gegen sein linkes Bein drückte, ihr Haupt, das sie daran betete, und auch wenn ihm für einen Herzschlag Worte auf der Zunge ruhten, die sie aufforderten, sich vom Boden zu erheben, nicht dort zu ruhen, so erstarben sie in seiner Kehle, als er ihren Blick auffing und darin nur Ruhe fand und etwas, das vielleicht an Frieden grenzte oder auch nur an Zufriedenheit für den Moment. So beließ er es dabei, beließ sie dort, wo sie sich niedergelassen hatte, wo die Wärme des knisternden Feuers, der verglimmenden Scheite die grauen Steine erwärmt hatte, und seine Finger fanden wie von selbst die feinen, dunklen Strähnen. Gruben sich dort hinein und verweilten, während die Stille sich erneut zwischen ihnen ausdehnte, nur unterbrochen von den knisternden, knackenden Scheiten, die von zuckenden Flammenzungen verspeist wurden.

Eanruig wusste, dass er ihr Unrecht getan hatte. Ihr, der jungen Frau, die sie war, dem Mädchen, das sie damals gewesen war, als er sie zur Frau genommen hatte, und er wusste, dass er dies niemals wieder gutmachen konnte. Das Unrecht war geschehen, unweigerlich, und auch wenn es schien, dass der Schuld, die sie mit sich gebracht hatte, langsam, Stück für Stück Genüge getan wurde, war es doch etwas, das ihn stets begleiten würde, so wie vieles andere, das er niemals ablegen würde, ganz gleich, wie sehr er sich auch bemühen mochte. Doch hier und jetzt, wenn sie zu seinen Füßen saß, mit dem Kopf gegen sein Bein gelehnt und seine Finger sich in seidenweiche Strähnen gruben, glaubte er, dass es vielleicht ausreichend wäre, irgendwie, zumindest. Ausreichend genug, um ineinander noch etwas mehr zu finden als die Pflicht und die Schuld, die Sühne, die er versuchte, ihr gegenüber zu leisten, gegenüber dem Unrecht, das er ihr in den ersten Jahren ihrer Ehe, die kaum als solche zu bezeichnen gewesen war, angetan hatte. Das Versprechen, das er einst am Totenbett eines anderen gegeben hatte, einzulösen und damit … ihr ein besserer Mann zu werden, als er es für Áinfean je gewesen war.

Ein Schnauben verließ seine Brust, ungefragt und mehr ungewollt als wirklich akzeptiert, und sein Blick fand den ihren, während sich seine Augenbraue hob, bevor seiner Brust doch ein leises Seufzen entriss. „Genauso wie für einen Mann!“, erwiderte er und seine Lippen pressten sich aufeinander, als er ihre Frage vernahm. Sein Blick wandte sich ab und suchte wieder die flackernden, die zerfallenden Scheite im Kamin, das Feuer, das darin knisternd brannte, und die Funken, die hinaufstoben und ins Nichts hinein verglühten. ,,Ich habe sie ausgewählt. Das Mädchen … ich habe den Entschluss gefasst, welche seine Frau werden soll. Was ist, wenn es ein Fehler war, wenn ich ihm damit noch mehr aufbürde … wenn … es nicht glücklich endet?“ Und auch wenn sie beide wussten, wie gering die Chancen, die Möglichkeiten waren, in einer Welt wie der ihren Glück oder gar Liebe in einer Ehe zu finden, so war es doch möglich, manchmal. Und insgeheim wünschte sich diesen Umstand ein jeder, ganz gleich, wie sehr man von Pflicht und Schuld und den Gedanken an eine Tote gebeutelt war.
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RE: Von schlechten Entscheidungen und ein wenig Liebe - von Eanruig Fraser - 01-09-2025, 19:58

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