05-09-2025, 13:44 - Wörter:
Maebh hatte sehr wohl gespürt, wie die junge Frau sich angespannt hatte, doch für’s erste war es wichtig, dass sie eine Art Ventil für die innere Anspannung bekam. Dass sie sich sicher und aufgehoben fühlte. Und nicht so von aller Menschenseele verlassen, wie das gerade der Fall sein mochte.
Maebh fand es wichtig, dass sie miteinander sprachen. Das Muírín eine Person hatte, die sie ernst nahm und die mit ihr über bekannte Ängste und Schwierigkeiten sprechen konnte. Niemand sollte mit dem, was sie nun erwartete, alleine sein.
Genaugenommen, fand die Fürstin, sollte niemand überhaupt erdulden müssen, was Frauen ertrugen, damit die Männer ihre Linien weiterführen konnten. Gerade in den Adelskreisen entschieden Frauen sich nicht bewusst dafür, Kinder zu bekommen. Sie taten es, weil sie es mussten. Weil es als ihre Pflicht angesehen wurde und wenn sie sich weigerten, mussten sie mehr erdulden als nur eine ungewollte Schwangerschaft, zu der es am Ende vermutlich ohnehin kommen würde, wenn man nicht folgsam war.
Es blieb nur zu hoffen, dass Cathal diesen Weg nicht wählen würde. Dass er mehr auf Konsens setzte und versuchte, es ihnen beiden angenehm zu machen. Oder eben einen Weg drumherum zu finden. Die gab es.
Aber das würde Maebh nun ganz sicher nicht laut sagen.
Als sie auf dem Rückweg waren, beide mittlerweile völlig durchnässt aber mit vom Wind geröteten Wangen und zerzausten Haaren, sahen sie keineswegs mehr besonders damenhaft aus. Dafür allerdings deutlich befreit. Und in Maebhs Fall sogar gut gelaunt.
Sie führte den Hengst in Richtung des Stalls und bedeutete Muírín schlicht, sie zu begleiten.
„Niemand erwartet von dir, dass du sofort alles kannst. Darauf kann man dich auch nicht im insgesamten vorbereiten, obwohl es wohl hätte passieren sollen, Muírín. Aber wir können es gemeinsam üben“, schlug sie vor. „Und wenn du dich unsicher oder überfordert fühlst, dann sprich mit mir und wir werden sehen, wie wir dir in diesen Momenten helfen können.“
So einfach war das.
„Wir machen eines nach dem anderen. Ihr seid noch jung. Es gibt keinen Grund für euch, jetzt sofort mit dem Nachwuchs zu starten. Diese Sorge kann ich euch also schon einmal nehmen.“
Sie reichte der jungen Frau ohne groß nachzufragen den Sattel.
„Häng den doch bitte für mich da hinten über das Gatter“, sie deutete zur Tür des Offenstalls. „Und bring die Bürsten mit, die davor stehen. Und die Tücher.“
Abgerieben werden musste der Hengst. Er hatte jetzt immerhin im Regen gestanden und sich auch bewegt und danach würde sie ihm die Decke überziehen, damit er sich nicht doch noch verkühlte.
Sicher, die Pferde in Farynn waren widerstandsfähig, aber man musste es auch nicht auf die Probe stellen.
„Die Heunetze müssen noch gestopft werden und er muss abgerieben und gebürstet werden, bevor wir ihm die Decke überziehen und er in den Offenstall darf. Hilfst du mir?“
Das war auch perfekt, um noch in Ruhe mit ihr sprechen zu können, den hier ging man der Fürstin entschieden aus dem Weg. Das lag vermutlich auch am eher eigenen Charakter des Hengstes, der nun allerdings Muírín neugierig mit der Nase anstieß und ihr damit durchs Gesicht wuschelte, als wolle er sie trösten.
Maebh fand es wichtig, dass sie miteinander sprachen. Das Muírín eine Person hatte, die sie ernst nahm und die mit ihr über bekannte Ängste und Schwierigkeiten sprechen konnte. Niemand sollte mit dem, was sie nun erwartete, alleine sein.
Genaugenommen, fand die Fürstin, sollte niemand überhaupt erdulden müssen, was Frauen ertrugen, damit die Männer ihre Linien weiterführen konnten. Gerade in den Adelskreisen entschieden Frauen sich nicht bewusst dafür, Kinder zu bekommen. Sie taten es, weil sie es mussten. Weil es als ihre Pflicht angesehen wurde und wenn sie sich weigerten, mussten sie mehr erdulden als nur eine ungewollte Schwangerschaft, zu der es am Ende vermutlich ohnehin kommen würde, wenn man nicht folgsam war.
Es blieb nur zu hoffen, dass Cathal diesen Weg nicht wählen würde. Dass er mehr auf Konsens setzte und versuchte, es ihnen beiden angenehm zu machen. Oder eben einen Weg drumherum zu finden. Die gab es.
Aber das würde Maebh nun ganz sicher nicht laut sagen.
Als sie auf dem Rückweg waren, beide mittlerweile völlig durchnässt aber mit vom Wind geröteten Wangen und zerzausten Haaren, sahen sie keineswegs mehr besonders damenhaft aus. Dafür allerdings deutlich befreit. Und in Maebhs Fall sogar gut gelaunt.
Sie führte den Hengst in Richtung des Stalls und bedeutete Muírín schlicht, sie zu begleiten.
„Niemand erwartet von dir, dass du sofort alles kannst. Darauf kann man dich auch nicht im insgesamten vorbereiten, obwohl es wohl hätte passieren sollen, Muírín. Aber wir können es gemeinsam üben“, schlug sie vor. „Und wenn du dich unsicher oder überfordert fühlst, dann sprich mit mir und wir werden sehen, wie wir dir in diesen Momenten helfen können.“
So einfach war das.
„Wir machen eines nach dem anderen. Ihr seid noch jung. Es gibt keinen Grund für euch, jetzt sofort mit dem Nachwuchs zu starten. Diese Sorge kann ich euch also schon einmal nehmen.“
Sie reichte der jungen Frau ohne groß nachzufragen den Sattel.
„Häng den doch bitte für mich da hinten über das Gatter“, sie deutete zur Tür des Offenstalls. „Und bring die Bürsten mit, die davor stehen. Und die Tücher.“
Abgerieben werden musste der Hengst. Er hatte jetzt immerhin im Regen gestanden und sich auch bewegt und danach würde sie ihm die Decke überziehen, damit er sich nicht doch noch verkühlte.
Sicher, die Pferde in Farynn waren widerstandsfähig, aber man musste es auch nicht auf die Probe stellen.
„Die Heunetze müssen noch gestopft werden und er muss abgerieben und gebürstet werden, bevor wir ihm die Decke überziehen und er in den Offenstall darf. Hilfst du mir?“
Das war auch perfekt, um noch in Ruhe mit ihr sprechen zu können, den hier ging man der Fürstin entschieden aus dem Weg. Das lag vermutlich auch am eher eigenen Charakter des Hengstes, der nun allerdings Muírín neugierig mit der Nase anstieß und ihr damit durchs Gesicht wuschelte, als wolle er sie trösten.
