29-02-2024, 20:52 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29-02-2024, 20:53 von *Zephyr Athanas.)
Nach seiner heutigen Unterredung und seinem Besuch beim Fürsten von Bellport, hatte Zephyr noch einen Spaziergang entlang der Hafenanlagen von Bellport unternommen. Er wollte sich selbst ein Bild davon machen, was die Ausläufer der Flutwelle angerichtet hatten. Nunja, das Schiff, mit dem sie zurückreisen würden, war glücklicherweise nicht weiter beschädigt worden, doch die Stege und einige Hafenanlagen waren ganz schön in Mitleidenschaft gezogen worden. Mit etwas Glück konnten sie morgen - oder spätestens übermorgen schon wieder aufbrechen. Er mochte sich gar nicht vorstellen, wie es in Dharan al-Bahr aussah, wo die Welle mit aller Macht ins Land geströmt war. Dennoch - wie es heiß, schickte König Ridvan seine Männer aus der Stadt in Richtung Abu Kabir um sie dort per Schiff nach King's Portal zu bringen. Gut so... sie konnten dort jeden Mann brauchen. Vorallem aber saß Zephyr auf glühenden Kohlen, weil er fürchtete, dass sein Land IHN brauchte. Augusto war der Lage bestimmt nicht Herr. Leandros noch weniger. Die anderen Berater rannten möglicherweise herum wie kopflose Hühner und auch Orpheus war hier bei ihm, anstatt vor Ort die Dinge in die Hand zu nehmen. Das war natürlich eine unglückliche Fügung und Zephyr schalt' sich selbst. Er hätte es besser wissen müssen. NATÜRLICH gab es einen Angriff genau dann, wenn die einzigen, die mit so einer Lage ansatzweise umgehen konnten, außer Landes waren.
Am heutigen Abend saß Zephyr noch in seinem gut ausgestatteten Zimmer im besten Gasthaus von Bellport und arbeitete an einigen Schriftstücken und Gedanken, die er unbedingt festhalten wollte. Auch schrieb er einen Brief an Ferun, auf die er glücklicherweise daheim in Bardon Pass zählen konnte. Sie hatte ihn umgehend über das Eintreffen der Fürstenfamilie von Eastergold Meadow informiert und er musste sie anweisen, alles zu tun, damit die Familie sicher untergebracht war. Am liebsten hätte er sie sofort nach King's Portal bringen lassen, aber der Weg dorthin war weit und ohne Schutz eher nicht anzutreten. Nicht jetzt. Und er konnte auch nicht seine eigenen Männer mit Familie Trakas losschicken, da diese Bardon Pass halten mussten, sollte Walleydor sich entschließen, weiter nach Süden vorzustoßen.
Als es klopfte hatte Zephyr beinahe schon die Zeit vergessen. Er merkte, wie dunkel es in seiner Stube geworden war und machte sich mit einem vernehmlichen Hm?!, bemerkbar. Einer seiner Wachposten öffnete die Tür. "Euer Gnaden, Prinz Orpheus ist hier und-" Zephyr ließ ihn nicht ausreden. "Prinz Orpheus und Prinzessin Desdemona dürfen immer in meine Kammer eintreten; schick ihn also rein..." Hach, diese übergenauen Wachen. Naja, besser so, als anders, nicht wahr?
Zephyr nahm einen langen Holzscheit von dem kleinen Feuer, das sein Zimmer wärmte und erhellte und zündete damit ein paar zusätzliche Kerzen an, damit sie einander wenigstens sehen konnten beim Sprechen. Natürlich wunderte Zephyr sich, was Orpheus um diese Zeit noch von ihm wollen könnte. Der Junge steckte regelmäßig voller Überraschungen, von daher war im Wesentlichen mit allem zu rechnen. Vielleicht hatte er sich die Schnapsidee, durch Farynn reisen zu wollen, wenn sein Land im Krieg war, wieder aus dem Kopf geschlagen. Er konnte natürlich tun und lassen was er wollte - Zephyr musste es billigen, aber nicht unkommentiert lassen. Da sie zehn Jahre ihres Lebens miteinander verbracht hatten, waren sie untereinander ganz vertraulich und duzten sich auch gegenseitig. Und als Orpheus schließlich sein Zimmer betrat, wallte wieder einmal der Wunsch nach einem echten, eigenen Sohn in Zephyr auf. "Komm rein, Orpheus, aber schließ' bitte die Tür hinter Dir. Verdammtes Farynn, ich hasse diese feuchte Kälte!" Natürlich merkte man auch in Farynn, dass es gerade Hochsommer war. Dennoch war es im Vergleich zu Castandor hier ungemütlich, schmuddelig und gefühlt immer nasskalt. "Du wolltest mich sehen?", fragte er und bot ihm einen Platz im Raum an, den er sich natürlich frei aussuchen konnte. Möglichkeiten gab es ja reichlich in dem luxuriösen Zimmer.
Am heutigen Abend saß Zephyr noch in seinem gut ausgestatteten Zimmer im besten Gasthaus von Bellport und arbeitete an einigen Schriftstücken und Gedanken, die er unbedingt festhalten wollte. Auch schrieb er einen Brief an Ferun, auf die er glücklicherweise daheim in Bardon Pass zählen konnte. Sie hatte ihn umgehend über das Eintreffen der Fürstenfamilie von Eastergold Meadow informiert und er musste sie anweisen, alles zu tun, damit die Familie sicher untergebracht war. Am liebsten hätte er sie sofort nach King's Portal bringen lassen, aber der Weg dorthin war weit und ohne Schutz eher nicht anzutreten. Nicht jetzt. Und er konnte auch nicht seine eigenen Männer mit Familie Trakas losschicken, da diese Bardon Pass halten mussten, sollte Walleydor sich entschließen, weiter nach Süden vorzustoßen.
Als es klopfte hatte Zephyr beinahe schon die Zeit vergessen. Er merkte, wie dunkel es in seiner Stube geworden war und machte sich mit einem vernehmlichen Hm?!, bemerkbar. Einer seiner Wachposten öffnete die Tür. "Euer Gnaden, Prinz Orpheus ist hier und-" Zephyr ließ ihn nicht ausreden. "Prinz Orpheus und Prinzessin Desdemona dürfen immer in meine Kammer eintreten; schick ihn also rein..." Hach, diese übergenauen Wachen. Naja, besser so, als anders, nicht wahr?
Zephyr nahm einen langen Holzscheit von dem kleinen Feuer, das sein Zimmer wärmte und erhellte und zündete damit ein paar zusätzliche Kerzen an, damit sie einander wenigstens sehen konnten beim Sprechen. Natürlich wunderte Zephyr sich, was Orpheus um diese Zeit noch von ihm wollen könnte. Der Junge steckte regelmäßig voller Überraschungen, von daher war im Wesentlichen mit allem zu rechnen. Vielleicht hatte er sich die Schnapsidee, durch Farynn reisen zu wollen, wenn sein Land im Krieg war, wieder aus dem Kopf geschlagen. Er konnte natürlich tun und lassen was er wollte - Zephyr musste es billigen, aber nicht unkommentiert lassen. Da sie zehn Jahre ihres Lebens miteinander verbracht hatten, waren sie untereinander ganz vertraulich und duzten sich auch gegenseitig. Und als Orpheus schließlich sein Zimmer betrat, wallte wieder einmal der Wunsch nach einem echten, eigenen Sohn in Zephyr auf. "Komm rein, Orpheus, aber schließ' bitte die Tür hinter Dir. Verdammtes Farynn, ich hasse diese feuchte Kälte!" Natürlich merkte man auch in Farynn, dass es gerade Hochsommer war. Dennoch war es im Vergleich zu Castandor hier ungemütlich, schmuddelig und gefühlt immer nasskalt. "Du wolltest mich sehen?", fragte er und bot ihm einen Platz im Raum an, den er sich natürlich frei aussuchen konnte. Möglichkeiten gab es ja reichlich in dem luxuriösen Zimmer.
