06-10-2025, 18:36 - Wörter:
Losgelöst setzte sie nun einen Fuß vor den anderen und begleitet die Dunkelhaarige in Richtung des Stalles. Noch immer wusste sie kaum, wie ihr geschehen war. Die Emotionen hatten sie überwältig und das Gefühl eine Art... Mutterfigur bekommen zu haben, verwirrte sie noch immer. Vor einigen Jahren war ihre eigene Mutter an einer Grippe verstorben und hat Ana und sie zurückgelassen, alleine, unsicher, unwissend. Nie hatte sie es geschafft eine Verbindung zu der neuen Frau ihres Vaters herzustellen, obwohl diese sogar in ihrem Alter war. Ganz anders, als es nun mit Maebh war. Hier fühlte es sich so an, als würden sie schon ewig kennen. Als hätte Maebh ihr die Hand gereicht und sie wären gemeinsam einen Weg gegangen, den sie sonst hätte alleine gehen müssen. Obwohl sie sich noch nicht lange kannten, fühlte sie das unsichtbare Band zwischen ihnen. Die Fürstin von Kenmara hatte genau das gleiche durchmachen müssen, wie es nun für Muirín vorherbestimmt war. Plötzlich. Und unumstößlich. Eine Hochzeit. Eine Ehefrau zu sein und die neuen Pflichten, die damit einher gingen. Und auch, wenn sie der Rothaarigen versicherte, dass sie sich mit dem Nachwuchs noch Zeit lassen konnte, wusste sie, dass das Ziel war. Alles bis dahin war irrelevant. Ein Kind wäre das, was sie frei machen würde. Jedenfalls dann, wenn es ein Junge war. Denn nur diese Geschlecht zählte. Ein Mädchen war zwar nett, hübsch anzusehen und vermeintlich einfach zu erziehen, doch ein Mädchen konnte den Namen nicht fortführen.
Ein leises Seufzen entkam ihren Lippen. Sie wusste, dass sie es schaffen würde. Vielleicht auch erst, seitdem Maebh ihr ihre Hilfe angeboten hatte, doch ganz bestimmt würde sie irgendwann auf ihr Leben zurückblicken und denken, dass alles seinen Sinn hatte. Sie hangelte sich an diesen Wunsch. An dieses Bild, was in ihrem Kopf Gestalt annahm. Sie selbst, zurückblickend, gealtert. Glücklich. Vielleicht nicht so, wie sie es sich immer gewünscht hat, aber dafür anders. Und trotzdem am Ziel.
Etwas perplex blickte sie nun die Dunkelhaarige an, als diese ihr den Sattel des Pferdes in die Hand drückte. Ja, sie hatten plötzlich eine unsichtbare Verbindung zueinander und sie fühlte sich aktuell kaum einem Menschen so nah, wie es bei Maebh der Fall war... Doch das hieß noch lange nicht, dass Muirín besonders viel von Arbeit hielt. Mit gerunzelter Stirn blickte sie auf das Leder in ihren Händen und trottete dort hin, wo sie den Sattel hinhängen sollte. Mit einem stummen Nicken besorgte sie die Sachen, die sie auf dem Rückweg direkt mitbringen sollte und lief wieder zurück zum Pferd und seiner Besitzerin. Als das Tier sie sanft anstupste, legte sie dem Hengst eine Hand auf die Stirn und strich sanft über das nasse Fell. "
Ein leises Seufzen entkam ihren Lippen. Sie wusste, dass sie es schaffen würde. Vielleicht auch erst, seitdem Maebh ihr ihre Hilfe angeboten hatte, doch ganz bestimmt würde sie irgendwann auf ihr Leben zurückblicken und denken, dass alles seinen Sinn hatte. Sie hangelte sich an diesen Wunsch. An dieses Bild, was in ihrem Kopf Gestalt annahm. Sie selbst, zurückblickend, gealtert. Glücklich. Vielleicht nicht so, wie sie es sich immer gewünscht hat, aber dafür anders. Und trotzdem am Ziel.
Etwas perplex blickte sie nun die Dunkelhaarige an, als diese ihr den Sattel des Pferdes in die Hand drückte. Ja, sie hatten plötzlich eine unsichtbare Verbindung zueinander und sie fühlte sich aktuell kaum einem Menschen so nah, wie es bei Maebh der Fall war... Doch das hieß noch lange nicht, dass Muirín besonders viel von Arbeit hielt. Mit gerunzelter Stirn blickte sie auf das Leder in ihren Händen und trottete dort hin, wo sie den Sattel hinhängen sollte. Mit einem stummen Nicken besorgte sie die Sachen, die sie auf dem Rückweg direkt mitbringen sollte und lief wieder zurück zum Pferd und seiner Besitzerin. Als das Tier sie sanft anstupste, legte sie dem Hengst eine Hand auf die Stirn und strich sanft über das nasse Fell. "
Ich hoffe, dass Cathal das ebenfalls so sieht
", murmelte sie leise und lehnte sich leicht mit dem Gewicht gegen das Tier. Seine Körperwärme umarmte die Rothaarige und schenkte ihr Geborgenheit. Ohne ein weiteres Wort nahm sie sich eine Bürste und fing an, das Pferd abzubürsten. Wirklich begeistert war sie noch nicht davon, dass sie sich nun auch noch betätigen sollte, aber wollte das Band zwischen ihnen nicht direkt auf eine harte Zerreißprobe stellen. Muirín wusste von sich selbst, dass sie manchmal anstrengend sein konnte. Arrogant, selbstbezogen und ja, vielleicht auch ein wenig faul... Aber irgendwelche Vorteile musste es doch geben, eine Frau zu sein! Und nicht arbeiten zu müssen, war definitiv einer davon. "Plant Ihr heute Abend wieder gemeinsam zu speisen? Vielleicht kann ich meinen Eindruck von gestern etwas... verbessern
", murmelte sie zerknirscht und warf einen unsicheren Blick zu der Fürstin. Cathal selbst hatte sie heute noch nicht gesehen, doch spätestens morgen würde er sicher wieder auftauchen. Immerhin war morgen ihr Hochzeitstag!
