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patience wins hearts, just as it wins battles
02.08.1016 - 21:00
Zephyrs Zimmer im Gasthaus The Gallows, Bellport
Zephyr Athanas Orpheus Castellanos

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Orpheus Castellanos
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#2
So gerne Orpheus auf Reisen war und andere Länder besuchte, so ungern fuhr er über das Wasser. Er konnte tagelang im Sattel sitzen, wenn es sein musste, und schlief auch auf einer harten Unterlage, wenn nichts anderes verfügbar war. Doch mit dem Schiff zu reisen, stellte für den jüngsten Sohn des Großkönigs eine seiner größten Herausforderungen dar. Und unter normalen Umständen versuchte er auch eine Schiffsreise möglichst zu vermeiden, gab es ja genügend Landwege, welche ebenfalls an das gewünschte Ziel führten, auch wenn es länger dauerte als per Schiff.

Doch dieses Mal hatte er eine Ausnahme gemacht, denn er wollte seiner Schwester Desdemona die Bitte nicht abschlagen, sie zu ihrem Treffen mit dem Kronprinzen des Herbstlandes zu begleiten, denn Orpheus konnte sich durchaus vorstellen, wie es seiner Schwester dabei ging. Zwar war die Hand des Königs, Zephyr, an ihrer Seite, doch Orpheus stand ihr als ihr Bruder dann doch näher und hatte ein ähnliches Schicksal vor sich wie sie, nämlich die Hochzeit mit einer fast unbekannten Person.

Somit ging der Prinz zusammen mit seiner Schwester und Zephyr an Bord eines Schiffes, um die zweitägige Reise nach Bellport anzutreten, wobei Orpheus die komplette Fahrt über in seiner Kajüte verbrachte, weil er einerseits seekrank wurde und anderseits nicht imstande war, auch nur einen Fuß an Deck zu setzen, wenn nichts als Wasser um das Schiff herum zu sehen war. Aber auch unter Deck war das Geschaukel kaum auszuhalten und er wäre am liebsten gestorben. Doch als Orpheus dachte, sein letztes Stündlein hätte geschlagen, hatten sie den Hafen von Bellport erreicht.

Als er endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, atmete Orpheus auf und war froh als sie auf dem Landweg weiter in die Hauptstadt Three Rivers reisten. Doch richtig genießen konnte er die Reise nicht, denn die Ereignisse schienen sich zu überschlagen. Noch bevor sie die Hauptstadt erreichten, gingen die Gerüchte um, es hätte einen Angriff auf Eastergold Meadow gegeben. Was das im Einzelnen bedeutete, erfuhren sie dann in Three Rivers am eigenen Leib, denn die geplante Verbindung zwischen Castandor und Farynn wurde kurzerhand aufgelöst, mit dem Hinweis, sie wollten sich auf keine Seite stellen, wenn sich das Königsland im Krieg befand.

Krieg! Allein das Wort ließ den jungen Prinzen erschaudern, auch wenn er noch nicht erfassen konnte, was das im Einzelnen für ihn und seine Familie bedeuten würde. Doch ihn beschlich ein ungutes Gefühl, dass der Überfall der Anfang von etwas sehr Großem sein würde, was sein bisher doch recht beschauliches Leben grundlegend auf den Kopf stellen würde.

So reisten die drei unverrichteter Dinge wieder ab und bezogen jeder ein Zimmer in einem Gasthaus in Bellport, um auf das nächste Schiff zu warten. Der Ausläufer einer Flutwelle hatte den Hafen getroffen und während Zephyr die Hafenanlage inspizierte, hatte Orpheus sich in sein Zimmer zurückgezogen, um in einem Buch, welches er mitgenommen hatte, zu lesen. Die Aussicht, am nächsten oder übernächsten Tag erneut auf das schwankende Ungetüm namens Schiff steigen zu müssen und nichts als tiefes Wasser um sich zu haben, bescherte dem jungen Prinzen Bauchschmerzen. Kaum konnte er sich auf den Text des Buches konzentrieren, denn seine Gedanken kreisten ständig um mehrere Dinge, die Schifffahrt, seine bevorstehende Vermählung mit Prinzessin Naila und den Kriegsausbruch. Und auch, wenn Orpheus sein Gewissen plagte, dass er unverzüglich nach King’s Port abreisen sollte, um das Königshaus zu unterstützen, hatte er den Entschluss gefasst, lieber auf dem Landweg weiterzureisen und somit noch ein wenig mehr Zeit in Farynn verbringen zu können. Zephyr war alles andere als begeistert über diesen Entschluss gewesen, doch hatte er bisher noch nicht allzu viel dazu gesagt, da sie auch noch nicht abschließend darüber gesprochen hatten. Doch nun war Orpheus sich sicher, dass er nicht noch einmal auf dieses Schiff steigen wollte. Wobei er sich selbst nicht eingestehen wollte, dass er die Rückkehr nach King’s Port so lange wie möglich aufschieben wollte, um sich mit seiner zukünftigen Braut noch nicht beschäftigen zu müssen.

Schließlich wurde es zu dunkel zum Lesen und Orpheus klappte das Buch zu, doch um schlafen zu können, war er zu unruhig. Tausend Dinge schwirrten ihm im Kopf herum, sodass er eine Weile im Zimmer herumtigerte, bevor er sich dazu entschloss, seinem Ausbilder, guten Freund und Berater des Königs einen abendlichen Besuch abzustatten. Zephyr war dem jungen Prinzen in den Jahren seiner Ausbildung mehr ein Vater gewesen, als sein leiblicher Vater Augusto es je war und Orpheus vertraute ihm blind.

Orpheus öffnete die Tür seines Zimmers und gab dem Wachposten zu verstehen, dass er bleiben sollte, wo er stand, während er über den Gang hinüber zu Zephyrs Zimmer lief. Vor dessen Tür stand ebenfalls ein Wachposten, sodass der Prinz diesem nun sein Anliegen, seinen Freund besuchen zu wollen, unterbreitete. Der Posten klopfte sogleich an die Tür und bevor er ihn vollständig angekündigt hatte, war bereits Zephyrs Stimme aus dem Inneren zu vernehmen, die bestätigte, dass Prinz Orpheus und Prinzessin Desdemona immer Zutritt hätten.

Der dunkelhaarige Prinz betrat den geräumigen Raum, als der Wachposten die Tür geöffnet hatte und schloss sie hinter sich, wie Zephyr gebeten hatte. Orpheus konnte die Aussage des Beraters über das Wetter durchaus bestätigen. In Castandor war es einfach das ganze Jahr über angenehm warm und hier kroch einem auch im Sommer noch die Feuchtigkeit in die Glieder. Doch sein Kopf war viel zu voll mit Gedanken, als dass Orpheus sich jetzt über das Wetter unterhalten wollte.

Den angebotenen Platz nahm Orpheus gar nicht wahr, denn er fühlte sich viel zu unruhig, um sitzen zu können. So tigerte der junge Prinz nun in Zephyrs Zimmer auf und ab, kaute dabei auf seiner Unterlippe herum und versuchte die richtigen Worte zu finden. „Entschuldige die späte Störung“⁣, begann er schließlich und blieb kurz stehen, um dann seinen Rundgang fortzusetzen.

„Meinst du, die Hochzeit wird verschoben, wenn es jetzt zum Krieg kommt?“, platzte Orpheus schließlich heraus und blickte seinen väterlichen Freund mit großen Augen an, während er weiterhin auf seiner Unterlippe herumkaute. „Kann ich dann in Farynn bleiben? Ich würde gerne noch nach Avonston Green reisen.“
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RE: patience wins hearts, just as it wins battles - von Orpheus Castellanos - 01-03-2024, 21:50
RE: patience wins hearts, just as it wins battles - von Orpheus Castellanos - 17-03-2024, 21:56
RE: patience wins hearts, just as it wins battles - von Orpheus Castellanos - 07-04-2024, 17:28
RE: patience wins hearts, just as it wins battles - von Orpheus Castellanos - 02-05-2024, 23:19
RE: patience wins hearts, just as it wins battles - von Orpheus Castellanos - 14-06-2024, 22:46
RE: patience wins hearts, just as it wins battles - von Orpheus Castellanos - 17-07-2024, 17:55
RE: patience wins hearts, just as it wins battles - von Orpheus Castellanos - 05-09-2024, 21:23

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