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Von schlechten Entscheidungen und ein wenig Liebe
10.10.1016 - 20:30
Festung, Kenmaras | Schlafgemach des Herzogpaares

Herbstland
Eanruig Fraser
Herbstland
Alter 52
Beruf Herr von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verheiratet
User Emma
#15

„Ich bin immerhin nur der Ersatz.“ Ein Blinzeln, der Griff um ihre Hände verfestigte sich. Eine Falte bildete sich zwischen seinen Augen und die, die fortgetrieben worden waren durch den Augenblick, durch den Moment, kamen zurück wie grollende Wellen, die am Strand in schäumende Kronen zerbrachen. Ihre Worte wogen schwer, schnitten tiefer … tiefer, als er es selbst geglaubt hatte, und es doch unweigerlich so war, während sich sein Rücken aufrichtete, die Spannung in der Breite seiner Schultern zurückkehrte und der harte Zug um seinen Mund wiederkehrte, während sein Blick auf ihr ruhte. Unabwehrbar, durchdringend und doch zweifelnd, der in den Tiefen ruhte, während er nicht wusste, ob er den Kontakt zu ihren Händen, die warme, zarte Präsenz, die in seinen so viel größeren, kräftigeren ruhte, dort belassen sollte, wo sie ruhte, ob es für sie gut genug war … ob es richtig wäre, im Angesicht dessen, was über ihre Lippen gedrungen war und was ihn unweigerlich schweigend zurückließ, mit diesem grollenden, rumorenden Gefühl in seinem Bauch und der Schwere der Schuld, die sich erneut auf seine Schultern legte wie eine Decke, die doch weder Wärme noch Geborgenheit mit sich brachte, sondern nur das unweigerliche Gefühl der Schuld und das, dass er nicht genug gewesen war. Weder für sie noch für das, was er für sie hätte sein sollen: ein Ehemann, eine Stütze und nicht ein Mann, der sie nur als Begleichung einer Schuld sah, die das Leben gefordert hatte. „Siehst du dich so?“ brachte er schließlich mit unweigerlich leiser Stimme hervor, die Falte zwischen den Augen unweigerlich tiefer grabend, während der harte Zug um seinen Mund bestehen blieb und die Sorge in seinem Blick und das, was nur Schuld war. Schuld immer und stetig … „Als einen … einen Platzhalter?“ Hatte er ihr das vermittelt? War er daran schuld, dass sie dieses Gefühl in sich trug, selbst nach all den Jahren, in denen sie sich mittlerweile Mann und Frau nannten, und in denen er gehofft, wenn nicht sogar geglaubt hatte, dass sie sich zumindest ein wenig eingelebt hatte und Kenmara als ihre Heimat nannte? Hatte er sich so geirrt, war er so blind gewesen?

Er sah die Röte, die ihr in die blassen Wangen stieg. Die Art, wie sie den Kopf zur Seite drehte, den Blick abwandte dorthin, wo er ihrem nicht folgen konnte, und das reichte aus, um ihm zu verdeutlichen, dass es zu viel war, dass er zu viel war, und so löste er sanft, aber doch nachdrücklich seine Hände aus den ihren und rückte vorsichtig ab von ihr, langsam und bedacht und doch mit kontrollierten Bewegungen, während seine Hände in seinem Schoß zum Ruhen kamen und sein Blick voller nachdenklicher Falten und er unweigerlichen, immer bestehenden Sorge gezeichnet auf ihr ruhte. „Eine Bitte um Verzeihung greift nicht einmal ein Stück dessen auf, wie sehr es mich schmerzt … wie schwer die Schuld wiegt, dafür, dass ich … ich es war, der dich so fühlen ließ. Dass ich nicht der Mann für dich war, der ich hätte sein sollen … der ich gewesen wäre, wenn …“ Er brach ab und wandte den Blick ab, ab von ihr und dem, was ihm voller Bitterkeit auf der Zunge lag und ihn sich mit der Hand über Kinn und Mund fahren ließ, während ein Seufzen sich aus seiner Lunge riss, das jahrzehnteschwer klang. „Ich war weder der Mann, den du gebraucht hättest, noch den, den du verdient hast … Vielleicht mag dein Vater der Ansicht sein, dass ich dich gut behandle, aber trotz alledem habe ich versagt … Ich war und ich bin es wohl noch immer deinem kaum würdig.“
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RE: Von schlechten Entscheidungen und ein wenig Liebe - von Eanruig Fraser - 22-10-2025, 12:00

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