Gestern, 11:45 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 11:45 von Rowan Fraser.)
Freya wirkte nervös, auch wenn sie ganz offensichtlich versuchte dies zu verbergen. In der langen Zeit als Söldner hatte Rowan gelernt, Menschen auf eine gewisse Art und Weise zu lesen. Das diente nicht nur dem Selbstschutz, um nicht irgendwann im Schlaf einen Dolch in die Rippen zu bekommen, sondern auch zum Schutze seiner Kameraden, bei denen man so einschätzen konnte, ob sie auf der Schwelle zur Erschöpfung oder einer Panikattacke standen. Viele Soldaten, die wie er ihre Rolle aufgrund ihrer Rangfolge in der Familie eingenommen hatten, hatten von Kindesbeinen an eingebläut bekommen, keine Schwäche zu zeigen. Ein Verhalten, das schlussendlich oft selbst zur Schwäche wurde, weil sie im falschen Moment die Stärke verließ und andere Kameraden dazu verleitete, ihnen zur Seite zu eilen. Rowan versuchte daher immer wieder seine Männer darin zu bestärken, sich ihren Mitsoldaten gegenüber Ehrlichkeit zu erlauben, indem er ihnen versicherte, dass es einer der größten Charakterzüge war, sich die eigene Verwundbarkeit einzugestehen.
Bedächtig nickte er nun bei den Worten der jungen Frau, nahm einen Schluck aus seinem Wasserschlauch, während er ihr weiter lauschte. “Ich denke so geht es nicht nur Euch. Eine Drachenjagd ist schließlich keine alltägliche Angelegenheit.“ Aufmunternd lächelte er ihr zu und lehnte sich schließlich etwas zurück, während sein Blick wieder zum Feuer wanderte, dessen Funken sich in seinen dunklen Augen spiegelten. “Nun, die Suche nach einem Fabelwesen ist selbst mir neu. Meistens jage ich als Söldner sehr realen Gestalten hinterher. Verbrecher, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt ist oder ähnliches. Diebstahl, Mord und Totschlag sind leider sehr viel greifbarer als der Gedanke an ein geschupptes Wesen, das man nur aus Geschichten kennt.“ Aus seinen Worten sprach keinerlei Bitterkeit, denn schlussendlich hatte er sein Leben und die Umstände darum schon lange akzeptiert. Und es gab ihm auch immer eine gewisse Genugtuung zu wissen, mit seinen Taten jemand anderem zu Gerechtigkeit zu verhelfen – auch wenn man sich nicht immer so ganz sicher sein konnte bei den Absichten so manches Anklägers.
Seinen Blick wieder auf Freyja richtend legte er leicht den Kopf schief. “Ich kann diese Wissbegier in gewisser Weise verstehen, auch wenn ich selbst eher jemand bin, der sich Hals über Kopf ins Abenteuer stürzt, ohne groß über dessen Verlauf nachzudenken.“ Ein sanftes Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen. “Die meisten Eurer Fragen kann uns leider niemand beantworten. Ich denke für uns alle ist diese Reise ein Sprung ins Ungewisse. Was jedoch gewiss ist, dass wir uns gegenseitig als Fallnetz dienen können, sollte doch etwas schief gehen. Es hilft oft, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, nach Unklarheiten zu suchen, die man sofort klären kann.“ Ihm selbst half es zumindest, sich mit greifbaren Problemen und Gedanken zu beschäftigen, wenn er drohte ins Grübeln zu verfallen. “Stellt Euch vielleicht folgende Fragen: Wie wäre das Gefühl, wenn Ihr zu Hause geblieben wärt? Dem Interesse nicht nachgegangen wärt? Welche Wunder könnten euch erwarten auf dem Weg? An was könnt Ihr wachsen, welche Lehren könnt ihr aus der Reise ziehen?“ Sein Lächeln wurde etwas verschmitzter. “Außer vielleicht jener, dass redselige Söldner gerne mit Weisheiten um sich werfen.“ Freundlich zwinkerte er ihr zu.
Bedächtig nickte er nun bei den Worten der jungen Frau, nahm einen Schluck aus seinem Wasserschlauch, während er ihr weiter lauschte. “Ich denke so geht es nicht nur Euch. Eine Drachenjagd ist schließlich keine alltägliche Angelegenheit.“ Aufmunternd lächelte er ihr zu und lehnte sich schließlich etwas zurück, während sein Blick wieder zum Feuer wanderte, dessen Funken sich in seinen dunklen Augen spiegelten. “Nun, die Suche nach einem Fabelwesen ist selbst mir neu. Meistens jage ich als Söldner sehr realen Gestalten hinterher. Verbrecher, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt ist oder ähnliches. Diebstahl, Mord und Totschlag sind leider sehr viel greifbarer als der Gedanke an ein geschupptes Wesen, das man nur aus Geschichten kennt.“ Aus seinen Worten sprach keinerlei Bitterkeit, denn schlussendlich hatte er sein Leben und die Umstände darum schon lange akzeptiert. Und es gab ihm auch immer eine gewisse Genugtuung zu wissen, mit seinen Taten jemand anderem zu Gerechtigkeit zu verhelfen – auch wenn man sich nicht immer so ganz sicher sein konnte bei den Absichten so manches Anklägers.
Seinen Blick wieder auf Freyja richtend legte er leicht den Kopf schief. “Ich kann diese Wissbegier in gewisser Weise verstehen, auch wenn ich selbst eher jemand bin, der sich Hals über Kopf ins Abenteuer stürzt, ohne groß über dessen Verlauf nachzudenken.“ Ein sanftes Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen. “Die meisten Eurer Fragen kann uns leider niemand beantworten. Ich denke für uns alle ist diese Reise ein Sprung ins Ungewisse. Was jedoch gewiss ist, dass wir uns gegenseitig als Fallnetz dienen können, sollte doch etwas schief gehen. Es hilft oft, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, nach Unklarheiten zu suchen, die man sofort klären kann.“ Ihm selbst half es zumindest, sich mit greifbaren Problemen und Gedanken zu beschäftigen, wenn er drohte ins Grübeln zu verfallen. “Stellt Euch vielleicht folgende Fragen: Wie wäre das Gefühl, wenn Ihr zu Hause geblieben wärt? Dem Interesse nicht nachgegangen wärt? Welche Wunder könnten euch erwarten auf dem Weg? An was könnt Ihr wachsen, welche Lehren könnt ihr aus der Reise ziehen?“ Sein Lächeln wurde etwas verschmitzter. “Außer vielleicht jener, dass redselige Söldner gerne mit Weisheiten um sich werfen.“ Freundlich zwinkerte er ihr zu.

