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I'm still holdin' on to everything that's dead and gone
11.10.1016 - 18:00
Kenmara | außerhalb der Burg

Maebh & Muirin | 11.01.1016 | einen Abend vor der Hochzeit
Herbstland
Maebh Fraser
Herbstland - Admin
Alter 31
Beruf Ehefrau
Wohnort Kenmara
Stand Verheiratet
User Cat
#14
Maebh hörte ihr einen Moment lang ruhig zu und runzelte dann die Stirn, ehe sie den Kopf schüttelte.
„Du musst ihm gar nichts zeigen“, stellte sie fest, denn Maebh war durchaus der Meinung, das man auch blinden Menschen Dinge zeigen konnte. Sie konnten sie zwar nicht sehen, aber eben wahrnehmen. Unterm Strich war es vermutlich allerdings nur eine Begrifflichkeit, die die beiden Frauen unterschiedlich definierten. Und da sie das Thema auch nicht aufgriffen, würde es für die nächste Zeit sicher auch unerwähnt bleiben.
„Du musst ihm auch nichts beweisen“, fuhr sie dann fort. „Du solltest eher den Antrieb haben, dir selbst zu beweisen, dass du diese Situation meistern kannst. Hier geht es nicht um ihn oder um die geplante Hochzeit.“
Sie zog den Sattel von der Tür von Céos Box und schleppte das Ding einmal auf die andere Seite der Stallgasse.
„Hier geht es darum, dass du lernen musst, wie du dich mit der neuen Situation arrangierst und das Beste für dich herausholst.“
Und dazu gehörte ganz entschieden nicht, dass sie irgendjemandem gefiel.
„Was unserer Welt und dieser Zeiten fehlt, wenn du mich fragst“, fuhr sie fort und hievte den Sattel in der gegenüberliegenden Sattelkammer auf den dafür vorgesehenen Bock, „ist das Wissen, dass Frauen nicht einfach nur hübsche Deko sind.“
Ihre Stimme klang durch den Raumwechsel dumpfer und ein wenig angestrengter, weil sie am räumen war und unter dem Gerumpel sogar fast ein wenig unterging. Als sie wieder nach vorne kam, strich sie sich gerade die dunklen Haare zurück. Eine Geste, die ihr kurz ein deutlich wilderes Aussehen bescherte.
„Unsere Männer verstehen einfach nicht, dass wir mehr sind als nur schöner Armschmuck. Herrje, sie sehen uns ja manchmal nicht einmal. Emotional, meine ich“, fügte sie schnell an. „Und glaub mir, Eanruig ist davor genauso wenig sicher wie dein zukünftiger Ehemann. Das liegt einfach in der Erziehung. Der Sanftmut, der uns Frauen gelehrt wird, wird bei ihnen einfach völlig vergessen.“
Sie musterte ihr Gegenüber kurz. Dann hob sie die Schultern.
„Wir werden damit sicher nicht die Welt verändern“, fügte sie an. „Aber hier in unserem kleinen Umfeld können wir schon dafür sorgen, dass die Situation für uns zumindest ein klein wenig angenehmer wird.“
Fand sie.

Als Muírín erklärte, dass sie Maebhs Gefühl kannte, runzelte die Fürstin ein wenig nachdenklich und auch besorgt die Stirn.
Im ersten Schritt hatte sie das Mädchen maßregeln wollen, dass es unmöglich war, dass sie das Gefühl einer Mutter in diesem Ausmaß kennen konnte. Sie war nicht in dieser Rolle, sie war die Tochter. Aber nur, weil eine Äußerung nicht zu dem Gesagten passte und emotional auf eine andere Ebene kletterte, bedeutete das nicht, dass damit kein ehrliches Verständnis ausgedrückt werden konnte.
Allerdings fand sie durchaus wichtig, das aufzugreifen.
„Das ist nicht ganz das, worum es hier geht“, stellte sie also sanft fest. „Es geht darum, dass ich nicht seine Mutter bin. Und das Entscheidungen getroffen wurden, für die ich verantwortlich gemacht werde, obwohl ich nicht die Entscheidungsträgerin war. Ich denke, dass es grundlegend… Missverständnisse in dem Verhältnis zwischen mir und meinen Stiefkindern gibt. Aber die kann ich nicht alleine ausräumen, also habe ich Geduld.“
Die sie vermutlich ihr ganzes Leben haben durfte. Maebh konnte sich nicht vorstellen, dass sich von der Seite ihrer Stiefkinder etwas änderte.
Sie war das Monster.
Sie war die Stiefmutter.
„Wie sich eine fürchterliche Stiefmutter anfühlt“, fuhr sie dann leise fort und führte Céo in seine Box, „weiß ich allerdings sehr sehr gut. Und ich wollte nie so sein wie die meine.“

Die Hand auf ihrem Arm überraschte sie. Aber Maebh lehnte die Geste auch nicht ab. Sie fand es schön, dass Muírín Nähe suchte und sie wollte die Verbindung auch nicht unterbrechen.
„Oh, sehr gerne“, stellte sie fest und legte ihre Hand auf die der jüngeren Frau. „Das können wir gerne machen. Ich freue mich schon sehr darauf. Ob Eanruig sich anschließt, weiß ich nicht, Muírín. Aber ich werde ihn fragen. Und weil ich das tun möchte, werde ich dich jetzt auch allein lassen“, fügte sie sanft an und trat zu ihr, um ihr einen Kuss auf die Stirn zu setzen.
„Ich gebe dir später bescheid, ob wir gemeinsam zu Abend essen oder ob du ausschließlich mit mir Vorlieb nehmen musst.“
Aber das war sicher auch kein Problem, oder? Das wäre auch möglich.
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RE: I'm still holdin' on to everything that's dead and gone - von Maebh Fraser - 20-12-2025, 01:06

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