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Like the high tide takes the sand
11.10.1016 - 19:15
Gärten

Herbstland
Eanruig Fraser
Herbstland
Alter 52
Beruf Herr von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verheiratet
User Emma
#6
„Dann wird es so sein. Ein Ausritt zusammen, wenn der Wind sich beruhigt hat“ und wer wusste schon, wann dies geschehen würde, wohl in den nächsten Tagen, aber manchmal wusste niemand, wann sich der Wind zur Ruhe begeben würde, vor allem dann, wenn der Herbst und Winter über Kenmara hereinbrach. Dann war das Meer und der Wind wankelmütig. Wie so manches Mitglied seiner Familie. Doch dann, den Blick erneut auf das spielende Kind gerichtet, summte er nachdenklich in den Tiefen seiner Kehle. „Ich bin … kein einfacher Gesprächspartner, nicht gut in Konversation, wie wir beide wissen“, und dazu kam seine Position innerhalb von Kenmara, den Eindruck, den er oft auf diejenigen vermittelte, die in ihm nur den Fürsten sahen und den Sturmschild gleichermaßen. „Aber wenn es von ihr gewünscht ist, so soll es gut sein.“ Und immerhin wäre Maebh dabei, sie würden es schon zu richten wissen. Ihre sanfte Art beschwichtigte viel öfters, als er es jemals zuvor geglaubt hatte. Hatte er dies doch am eigenen Leib erfahren.

Der Fürst über Kenmara nickte langsam auf die Frage der dunkelhaarigen Frau hin. ,,Es missfiel ihr, dass das Abendessen nur zwischen den jungen Brautleuten stattfand, anstatt es als Teil der Familie zu veranstalten. Als ich ihr sagte, dass es unsere gemeinsame Entscheidung war, ließ sie verlauten, dass sie es kaum glaubte … dass es wohl eher dein Bestreben gewesen wäre, für Frieden zu sorgen Dies missfiel mir, ihre Art, wie sie über dich sprach, der Ausdruck, den sie dabei in den Augen trug“, erklärte er mit ruhiger Stimme, den Blick nun fest auf seine jüngere Frau gerichtet. Ihre schönen Züge abwartend musternd darauf achten, was darin geschah, in ihren Augen und dem Zug um ihren Mundwinkel. Er wollte die Falten auf ihrer Stirn fortwischen. Sie gehörten dort nicht hin.

Und dann … Worte eine Spur zu schnell daher gesagt, dass es ihn den Kopf leicht schief legen ließ, bevor er die Hand hob und zwei Finger der rechten Hand sanft unter ihr Kinn legte, dass sie ihn ansehen musste. „Du lügst …“, murmelte er leise und ließ die Hand dann sinken, ließ die Worte zwischen ihnen ruhen Einfach so. Ruhig und besonnen. Abwartend. Auf das, was kommen würde, oder das, was das Schweigen bringen würde.

Eanruig ergriff stillschweigend ihre Hände, hielt die ihren, so viel kleineren, zarten, in den seinen, großen, vom Kampf und dem Leben rauen. Hielt sie sanft und doch bestimmend, wenngleich sie sich jederzeit aus dem Griff befreien könnte. So hoffte er doch, dass sie es nicht täte. Unweigerlich. „Ich habe dir am gestrigen Abend versprochen, nicht mehr blind zu sein, das Bestreben anzunehmen, zu sehen … hinsichtlich dich, hinsichtlich unseres Sohnes, meiner … unserer ganzen Familie. Und dazu gehören ebenso meine älteren Kinder, die, so habe ich nun erkennen müssen, anscheinend nie sonderlich gut zu dir waren.“ Ganz im Gegenteil sogar. Er hatte geglaubt, wenn nicht sogar gehofft, dass zumindest die beiden Älteren über die Zeit in Maebh, wenn keine Mutter, zumindest eine Freundin finden konnten. Vor allem hinsichtlich Moira und Niamh waren sie doch bei dem Tod von Áinfean noch immer Kinder gewesen, die die Führung einer Frau gebraucht hätten, und sei es nur als Freund, der an ihrer Seite stand. Doch seine Hoffnungen waren zerschlagen worden mit den Worten Moiras und dem Ausdruck in ihren Augen.

Schweigen. Schweres, alles erdrückendes Schweigen ruhte zwischen ihnen, nachdem ihre Stimmen verklungen waren und Eanruig. Eine Falte erschien zwischen seinen Augen, tief und zerklüftet wie die Klippen, auf denen Kenmara erbaut worden war. Langsam ließ er ihre Hände los, unterbrach den aufgebauten Kontakt und verschränkte seine Hände hinter dem Rücken, wand den Blick von ihr ab und hin zu dem Kind, das mit Licht in den Augen geboren worden war und das er, im besten Wissen und Gewissen, zu seinem nachfolgenden Erben ernannt hatte, aus Sorge über das, was die Zukunft bringen würde und dem Cathal, ganz gleich wie gut er doch ausgebildet worden war, wohl niemals wirklich gewachsen sein würde. Würde er doch stets und immer auf die Hilfe, auf das Wort und den Blick anderer angewiesen sein – und was wäre dann? Was würde kommen, wenn es die Falschen wären, denen er Vertrauen schenkte, die hinter seinem Rücken Intrigen spinnen, um das Haus Kenmara fallen zu sehen? Ein für alle Mal. ,,Ich hatte meine Gründe. Du kanntest sie. Ich sah es als richtig an und ich wusste, dass es Missfallen wecken würde. Das tut eine solche Entscheidung stets. Für mich stand und steht immer das Weiterbestehen meiner … unserer Familie im Vordergrund. Kenmara hat zu bestehen. Die Frasers haben zu bestehen“, so war es ihm von seinem Vater gelehrt worden, und er hatte es zu seiner Bestimmung gemacht. Stets und immer.

,,Liegt es wirklich nur daran... an ihrem glauben an meine Entscheidung das sie von dir hervorgebracht wurde oder viel mehr an noch mehr das mir... entgangen ist?" erkundigte er sich dann aber uns blickte sie von der Seite her an. Den Blick ruhig, die Züge fest aber doch nicht verschlossen viel mehr überdauernd.
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RE: Like the high tide takes the sand - von Eanruig Fraser - 05-01-2026, 21:52

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