24-01-2026, 17:37 - Wörter:
Die Nervosität der jungen Frau schien sich mittlerweile etwas zu legen, auch wenn sie immer noch unruhig den Blick zwischen ihm und dem Feuer hin und her schweifen ließ. Rowan vermutete, dass eine Reise wie diese - oder überhaupt eine Art von Vagabundenleben ohne feste Schlaf- oder Wohnstätte, eher unbekannt war. Zumindest wirkte sie auf den ersten Blick nicht wie eine jener Frauen, die wie er Wind und Wetter trotzten, weil sie sich zwischen Steinmauern und in engen Kammern der Freiheit beraubt oder zumindest unwohl fühlten. Wie Freyja wohl aufgewachsen war? Wie sie bisher gelebt hatte? Der Söldner hätte jede Menge in ihre Ausstrahlung und ihr Aussehen hineininterpretieren können, tat es aber nicht. Wenn er eines in der Zeit seines Lebens gelernt hatte, dann war es, dass der Schein gerne und auch sehr oft trog. Sich daher davon blenden zu lassen, war in vielen Fällen fatal und konnte gerade einen Krieger wie ihn im schlimmsten Falle den Kopf oder andere Körperteile kosten.
Die Neugier, die ihm ob seiner Antwort hinsichtlich seines täglichen Brotes entgegenschlug, schien jedoch auf jeden Fall echt zu sein, da er einen Moment später Freyjas volle Aufmerksamkeit erhielt. Auf ihre Frage hin schüttelte er leicht den Kopf und war das Stück Rinde, das von seinem Käse noch übrig geblieben war und selbst von Sandokan verschmäht wurde, in das knackende Feuer. "Nein. Meine Männer und ich sind diejenigen, die die Leute jagen, die solche Taten begehen." Kurz blieb sein Blick an den Flammen hängen, die leise vor sich hinglommen. "Ich bin mir durchaus bewusst, dass so manche junge Frau andere Geschichten über das Söldnertum zu berichten hat." Ein etwas bitterer Zug hatte sich um seine Lippen gelegt, denn auch er kannte die Erzählungen von jenen Männern, die ihre Position und Stärk ausnutzten, um sich an jenen zu bereichern, die ihnen unterlegen waren. Und sich das nahmen, was sie wollten und ihnen aber nicht freiwillig gegeben wurde. Zu gerne hätte er diese Geschichten als Lügen abgetan, aber das konnte er nicht, wenn man ihn nicht selbst einen Lügner schimpfen sollte. "Zwar mögen weder meine adelige Herkunft noch meine Berufung sehr für mich sprechen, aber ich bin ein Mann der Ehre. Das wird euch jeder meiner Männer und auch jedes meiner Familienmitglieder bestätigen können." Sein Blick wanderte wieder zu der jungen Frau, während er eines seiner vorher noch ausgestreckten Beine an sich heranzog und sein Kinn auf sein Knie stützte. "Was aber nicht heißen soll, dass ich nicht auch in meinem Leben bereits zweifelhafte Entscheidungen getroffen hatte. Das hat wohl jeder." Kurz schweiften seine Gedanken zu Maebh, die er jedoch schnell wieder abschüttelte. Ihr letztes Gespräch war ihm noch zu gut in Erinnerung, ebenso wie ihr fast schon verschreckter Blick, als er auf so tollpatschige Art und Weise versucht hatte, die Atmosphäre aufzulockern.
Freyja war es jedoch, die ihn schlussendlich vollkommen von seinem begangenen Fauxpas ablenkte und damit ein Schmunzeln auf seine Lippen zauberte. "Welche Art von Söldnern habt Ihr denn bisher kennenlernen dürfen, wenn ich fragen darf?" Rowan war sich zwar ziemlich sicher, dass er bereits wusste, um was für Männer er sich dabei gehandelt haben könnte, aber er wollte es dennoch aus dem Mund der jungen Frau hören. Verstehend nickte er schließlich, als sie ihm genau das hinsichtlich der Reise bestätigte, was er bereits vermutet hatte. "Na seht Ihr. Dann seid Ihr genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, wie ich meine." Er schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln, das ob ihrer Frage nach der Herkunft seiner Weisheiten beinahe wieder verschwand. Kurz räusperte er sich, wandte den Blick noch einmal dem Feuer zu. "Sagen wir es so... Wäre ich an anderer Stelle geboren worden, ein paar Jahre früher um genau zu sein, dann würde ich jetzt nicht auf einem Pferd sondern eher in einem Unterrichts- oder Diplomatenzimmer sitzen." Kurz schnaubte er. "Wobei mir mein jetziges Schicksal um Welten lieber ist." Da seine Antwort wahrscheinlich nicht wirklich viel aussagte, wandte er sich Freyja wieder zu, um zu erklären. "Mein Vater gehört zum Adel Farynns. Er ist der Bruder des Fürsten." Innerlich stellte er sich bereits auf die Frage ein, warum er selbst dann ein einfacher Söldner auf Drachenjagd war.
Die Neugier, die ihm ob seiner Antwort hinsichtlich seines täglichen Brotes entgegenschlug, schien jedoch auf jeden Fall echt zu sein, da er einen Moment später Freyjas volle Aufmerksamkeit erhielt. Auf ihre Frage hin schüttelte er leicht den Kopf und war das Stück Rinde, das von seinem Käse noch übrig geblieben war und selbst von Sandokan verschmäht wurde, in das knackende Feuer. "Nein. Meine Männer und ich sind diejenigen, die die Leute jagen, die solche Taten begehen." Kurz blieb sein Blick an den Flammen hängen, die leise vor sich hinglommen. "Ich bin mir durchaus bewusst, dass so manche junge Frau andere Geschichten über das Söldnertum zu berichten hat." Ein etwas bitterer Zug hatte sich um seine Lippen gelegt, denn auch er kannte die Erzählungen von jenen Männern, die ihre Position und Stärk ausnutzten, um sich an jenen zu bereichern, die ihnen unterlegen waren. Und sich das nahmen, was sie wollten und ihnen aber nicht freiwillig gegeben wurde. Zu gerne hätte er diese Geschichten als Lügen abgetan, aber das konnte er nicht, wenn man ihn nicht selbst einen Lügner schimpfen sollte. "Zwar mögen weder meine adelige Herkunft noch meine Berufung sehr für mich sprechen, aber ich bin ein Mann der Ehre. Das wird euch jeder meiner Männer und auch jedes meiner Familienmitglieder bestätigen können." Sein Blick wanderte wieder zu der jungen Frau, während er eines seiner vorher noch ausgestreckten Beine an sich heranzog und sein Kinn auf sein Knie stützte. "Was aber nicht heißen soll, dass ich nicht auch in meinem Leben bereits zweifelhafte Entscheidungen getroffen hatte. Das hat wohl jeder." Kurz schweiften seine Gedanken zu Maebh, die er jedoch schnell wieder abschüttelte. Ihr letztes Gespräch war ihm noch zu gut in Erinnerung, ebenso wie ihr fast schon verschreckter Blick, als er auf so tollpatschige Art und Weise versucht hatte, die Atmosphäre aufzulockern.
Freyja war es jedoch, die ihn schlussendlich vollkommen von seinem begangenen Fauxpas ablenkte und damit ein Schmunzeln auf seine Lippen zauberte. "Welche Art von Söldnern habt Ihr denn bisher kennenlernen dürfen, wenn ich fragen darf?" Rowan war sich zwar ziemlich sicher, dass er bereits wusste, um was für Männer er sich dabei gehandelt haben könnte, aber er wollte es dennoch aus dem Mund der jungen Frau hören. Verstehend nickte er schließlich, als sie ihm genau das hinsichtlich der Reise bestätigte, was er bereits vermutet hatte. "Na seht Ihr. Dann seid Ihr genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, wie ich meine." Er schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln, das ob ihrer Frage nach der Herkunft seiner Weisheiten beinahe wieder verschwand. Kurz räusperte er sich, wandte den Blick noch einmal dem Feuer zu. "Sagen wir es so... Wäre ich an anderer Stelle geboren worden, ein paar Jahre früher um genau zu sein, dann würde ich jetzt nicht auf einem Pferd sondern eher in einem Unterrichts- oder Diplomatenzimmer sitzen." Kurz schnaubte er. "Wobei mir mein jetziges Schicksal um Welten lieber ist." Da seine Antwort wahrscheinlich nicht wirklich viel aussagte, wandte er sich Freyja wieder zu, um zu erklären. "Mein Vater gehört zum Adel Farynns. Er ist der Bruder des Fürsten." Innerlich stellte er sich bereits auf die Frage ein, warum er selbst dann ein einfacher Söldner auf Drachenjagd war.

