Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


What will your pleasure be?
04.09.1016 - 20:00
Palast der Königsfamilie | künstlich angelegte Oase inmitten der Gärten

Sommerland
Yasirah ben Sahid
Sommerland - Admin
Alter 42
Beruf Königin
Wohnort Dharan al-Bahr
Stand Verheiratet
User Nessi
#11
Der Königin wurde heiß und kalt zugleich. Ein Schauer nach dem nächsten jagte über ihren leicht bekleideten Körper und signalisierte auch dem Mann, der an ihrer Seite saß, ihre Bereitschaft. Zumindest emotional. Es war eine Gratwanderung der Gefühle, wenngleich sie fast jede Grenze schon überschritten hatte. Tabus waren Dinge, die die Gesellschaft ihnen auferlegten. Tabus waren für schwache Geister und engstirnige Menschen gedacht. Denn wo Matariyya eigentlich sehr offen und extrovertiert war, gab es im Rahmen der Ehe von Königen und Königinnen wohl noch andere Spielregeln, denen sie nie zugestimmt hätte, wenn sie gewusst hätte, was es für sie bedeuten würde. Einsamkeit, Abende alleine in einem viel zu großen und kalten Bett. Ein Mann, der nicht nur körperlich mit Abwesenheit glänzte, sondern sich so sehr in seine Träume flüchtete, dass er kaum noch zu erreichen war. Ein Leben, das mehr oder weniger nur an ihr vorbeizog. Sie war eine Marionette, dessen eigenen Fäden sie zog. Niemand wollte eine Frau regieren sehen, doch wer sollte es sonst tun? Also spielte sie dieses Spiel. Tat so, als würde sie in Namen ihres Mannes regieren, der immer wieder unpässlich war. Doch insgeheim war es mittlerweile ein so viel größeres Spiel geworden, als sie es sich jemals hätte denken können. Dieses Spiel - es war ihr Leben. Und es machte überhaupt keinen Spaß. Daher war es sicherlich kaum verwerflich, dass dieser Abend gewisse Gedanken und Emotionen in der Brünetten auslöste, die ihr unter anderen Umständen sicher verschlossen geblieben wären. Verschlossen in einer Truhe in der hintersten Ecke ihrer Gedanken. Wenn es denn anders gewesen wäre.

Yasirah seufzte leise. Ein Laut der Versuchung. Der Zurückhaltung und des Zusammenbruchs dergleichen. Sie kämpfte mit ihren inneren Dämonen, die sie selbst immer weiter relativierte. Sie war eine Frau mit Bedürfnissen. Sie war eine Königin und sollte sich nehmen dürfen, was sie wollte! Bei einem König sagte schließlich auch niemand was, wenn eine Mätresse nach der anderen sein Gemach verließ. Und als Nadir von den gemeinsamen 'Mahlzeiten' sprach, die er mit oder ohne seine Frau einnahm, kam ihr genau dieser Gedanke. Ridvan kostete ebenfalls von diesen Beeren. Anders, weitaus weniger öffentlich und zur Schau stellend. Weniger provokativ. Aber es gehörte dazu. Vor allem in letzter Zeit, wo er kaum noch den Namen seiner Frau aussprechen konnte, weil er ein Anker in der Realität war, den er gerne loslassen wollte. Sie wusste, dass er sich mit anderen Frauen vergnügte und gestört hat es sie noch nie. Doch heute Abend zerrte die Königin an den Fesseln ihrer Existenz. Heute Abend fing sie plötzlich an alles infrage zu stellen. Hinterfragte dieses gesellschaftliche Konstrukt ihrer Ehe, ihrer Regentschaft.

Hungrig wanderten ihre Augen über den Prinz des Sommerlandes. Yasirah hatte einen Hunger, den kein Gebäck und keine Beeren jemals stillen konnte. "
Lasst uns die Grenzen der Angemessenheit hinter uns lassen, wie unnütze Fesseln dieser Gesellschaft
", flüsterte sie leise, als er bei seiner Wortauswahl zögerte. Sie wollte ungefiltert hören, was er erlebt hatte. Sie wollte es hören, als wäre sie dabei gewesen. Wollte davon kosten, ohne es zu schmecken. Wohlwissend, dass der Grad ihrer Zurückhaltung immer kleiner werden würde. Sie wusste, um die Gefahr. Doch das Spiel mit dem Feuer war zu verlockend. Sie konnte nicht anders, als mitzuspielen. Wollte ebenfalls ein Abenteuer erleben, wollte die Ekstase erleben, von der er so beiläufig erzählte, als würde es beinahe jeden Abend passieren. Dann, wenn Yasirah sich von links nach rechts legte. Dann, wenn sie völlig alleine in ihren Gemächern lag und versuchte ihre eigenen Bedürfnisse irgendwie zu befriedigen.

"
Eine Nacht, die Alles veränderte?
", wiederholte sie leise seine Worte und hing an seinen Lippen, als würden sie ihr Überleben bedeuten. Und irgendwie fühlte es sich in diesem Moment auch so an. Es waren nicht nur die Worte, die er zwischen sie platzierte. Yasirah leckte sich mit der Zunge über die Unterlippe, als sie ihn beim Sprechen beobachtete. Etwas unruhig rutschte sie ein wenig weiter nach oben, setzte sich ein wenig aufrechter auf, ließ beinahe beiläufig ihre Haare von ihrer Schulter nach hinten auf ihren Rücken fallen. Es fiel ihr schwer, sich auf seine Worte zu konzentrieren, versuchte ihnen zu folgen und angemessene Antworten zu finden, doch sie wurde immer wieder abgelenkt. Seine Offenheit hätte ihr unter anderen Umständen vielleicht die Hitze ins Gesicht getrieben, doch dieser Abend, die Hitze und die Palmen in ihren Gärten schienen alles zu verschleiern. Es war, als würde sie nur noch Farben und Gefühle sehen. Als wäre nichts mehr, was sie tagsüber so sehr beschäftigte, von Bedeutung.

"
Des nachts brauche ich meinen Titel ebenfalls nicht
", flüsterte sie leise. Ein herausforderndes Flackern tauchte in ihren Augen auf. Eines, das man nur erkannte, wenn man selbst ähnliche Gedanken hatte. Ihre Lippen standen einen Spalt breit offen, während er von dem Mahl erzählte, was er als Sinnbild für seine nächtlichen Ausflüchte benutzte. "
Ich wünschte, ich könnte einem solchen Mahl beiwohnen
", ihre Stimme kratzte und sie musste ein paar Mal blinzeln, ehe sie den Prinzen wieder scharf sehen konnte. Niemals hätte sie sich getraut, so etwas auszusprechen. Die Sommerländer waren offen mit ihrer Sexualität, doch das betraf nur Bürgerliche und Könige. Eine Königin in einem solchen Etablissement war nahezu unvorstellbar - und das, obwohl es genau ihrem Naturell entsprach. Eines, was sie viele Jahre unterdrückt hatte. Was sie zugunsten ihrer Ehe hinten angestellt hatte. Eines, von dem sie vielleicht sogar schon dachte, dass es nicht mehr existierte. Bis heute Abend.

Sie fuhr sich mit beiden Händen über die Schultern und nahm nun alle Haare nach hinten. Ihre Halsbeuge und ihre Schlüsselbeine lagen frei, über ihrer Brust nur ein feiner Hauch Stoff, der gerade so das nötigste bedeckte, aber gleichzeitig auch zu viel preisgab.
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: What will your pleasure be? - von Yasirah ben Sahid - 30-01-2026, 14:00

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste