07-02-2026, 14:27 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-02-2026, 14:28 von Eanruig Fraser.)
„Ich habe nie erwartet, dass Ihr Maebh widersprecht.“ Der Satz hallte nach zwischen ihnen in der Stille und der damit gerissenen Kluft und fast … Fast drohten sich seine Lippen zu einem kleinen, fast nachsichtigen Lächeln zu verziehen, wie als ob man die Mätzchen eines Kindes beobachtete, aber dies waren keine Mätzchen mehr und Moira kein Kind mehr … schon lange nicht mehr. ,,Aber du hast es gehofft.“ eine Aussage, keine Frage, etwas, das an Endgültigkeit grenzte, während sein Blick ruhig auf ihr ruhte, auf dem, was sie war. Seine Tochter, seine stetig ungestüme Moira, die viel zu oft mit dem Kopf durch die Wand wollte … wie einst ihre Mutter. „Das ist sie … mein Frieden, und doch willst du es nicht als solches sehen. Sie hat dir … oder deinen Geschwistern nie unrecht getan. Ihr wart jung, noch Kinder, und ich verstehe, wenn es schwer war … wenn ich … ich nicht genug war“: genug als Vater, genug als Herrscher, als Mann, gleichermaßen zu sehr zerfressen von der Trauer um Áinfean, als dass er sich dabei um die Beziehung der Kinder zu seiner neuen Frau wie um ihr Wohlergehen gleichermaßen gekümmert hätte … es gekonnt hätte. „Was tat sie euch … was tat sie dir, Moira, dass du in ihr das Schlechte siehst?“ Denn war dies nicht die Frage, auf die die Antwort zugrunde lag, in diesem Augenblick, diesem Moment, wo er nicht mehr blind, sondern sehend war, durch das vor Stunden zuvor geführte Gespräch, das es ihm ermöglicht hatte?
Es war die Pflicht, die sie beide band: sie als Tochter des Herrn über Kenmara und er selbst als der Herr selbst. Es band sie beide, verband sie gleichermaßen, und so war es nichts, womit er nicht gerechnet hatte, sondern es viel mehr erwartet hatte, denn Moira war stets die pflichtbewusste Tochter, selbst wenn das Feuer des Missfallens noch so hell zu brennen vermochte. Doch der Trotz und dessen, was so viel tiefer ging, sickerte trotz alledem zwischen den Zeilen hindurch und Eanruig unterdrückte ein Seufzen. „Dein Platz ist an meiner Seite, so wie Maebhs an meiner ist und der deiner Geschwister. Wir sind eine Familie, ein Blut, Moira!“ Und so würde es immer sein, ganz gleich, was noch geschehen würde, ganz gleich, was die Zeit noch bringen würde, sie wären stets dadurch gebunden. Durch Ehre, Pflicht und Blut.
Es war die Pflicht, die sie beide band: sie als Tochter des Herrn über Kenmara und er selbst als der Herr selbst. Es band sie beide, verband sie gleichermaßen, und so war es nichts, womit er nicht gerechnet hatte, sondern es viel mehr erwartet hatte, denn Moira war stets die pflichtbewusste Tochter, selbst wenn das Feuer des Missfallens noch so hell zu brennen vermochte. Doch der Trotz und dessen, was so viel tiefer ging, sickerte trotz alledem zwischen den Zeilen hindurch und Eanruig unterdrückte ein Seufzen. „Dein Platz ist an meiner Seite, so wie Maebhs an meiner ist und der deiner Geschwister. Wir sind eine Familie, ein Blut, Moira!“ Und so würde es immer sein, ganz gleich, was noch geschehen würde, ganz gleich, was die Zeit noch bringen würde, sie wären stets dadurch gebunden. Durch Ehre, Pflicht und Blut.
