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Like the high tide takes the sand
11.10.1016 - 19:15
Gärten

Herbstland
Maebh Fraser
Herbstland - Admin
Alter 31
Beruf Ehefrau
Wohnort Kenmara
Stand Verheiratet
User Cat
#9
Maebh schwieg einen Moment. Seine Worte schufen Täler und Berge auf ihrer Stirn. Absolut symmetrisch und doch völlig unpassend, sollten ihre Züge doch eher unbeschwert und glücklich sein. Gerade fühlte sie sich eher besorgt. Ihr gefiel nicht, in welche Richtung sich dieses Gespräch entwickelte, aber sie würde es zulassen müssen. Musste geduldig sein. Warten, bis er sich selbst im Wirrwarr seiner Gefühle und Gedanken fand. Bis er sich mitteilte. Vielleicht würde er zerbrechen. Doch dann war sie da für ihn. Nichts konnte etwas Zerbrochenes so gut wieder zusammensetzen wie die warmen, liebenden Hände einer Frau, die wusste, was sie tat.
«Es ist egal, was du ihnen erklärt hast, Eanruig», stellte sie sanft fest. Mit viel Verständnis in der Stimme, Liebe im Herzen und Vergeben in der Seele. «Es ist nicht deine Verantwortung. Du kannst nicht steuern, was sie denken oder fühlen. Das gehört nur ihnen, weißt du? Und es ist dabei auch vollkommen gleich, was ich mir wünsche. Oder wonach ich mich sehne.»
Seine zusammengepressten Lippen sorgten dafür, dass ihre sich zu einem sanften Lächeln formten. Seine hart, mit Kanten und glatt. Ihre leicht gekräuselt, geöffnet und warm. Keine Kanten, nur Rundungen. Ihr Gesicht warm und voller Liebe. Sie war der Sonnenschein, den er seinem Herz nicht gönnen wollte. Und sie war das gerne. Weil sie sah, wie sehr er sich quälte. Sie spürte seinen Schmerz. Seine Sorge. Sie war ihm nun nah. Näher, als sie sich selbst jemals hätte sein können. Und sie wünschte ihm denselben Sonnenschein, den sie spürte. Sie wünschte, sie hätte die Regenwolken in seinem Herzen einfach verscheuchen können. Eine Umarmung konnte so etwas. Doch er war noch nicht bereit dafür. Er brauchte noch ein Weilchen. Brauchte Raum. Musste an sich wachsen. Maebh gab ihm diesen Raum. Sie hielt die Leiter, die er erklimmen musste. Und wenn er oben war, dann würde er diese Leiter für sie halten und sie konnte folgen. Und sie wechselten sich ab. So hatte sie es sich immer gewünscht. Und gemeinsam erklommen sie Höhen, die keiner von ihnen erwartet hätte.
Seine nächsten Worte trafen sie unerwartet hart. Und sorgten für tiefen Schmerz und Sorge in ihrem Herzen. Nicht einmal ihr innerster Sonnenschein konnte diese harten Schatten verdrängen die seine Worte über sie warfen. Sie wich seinem Blick aus. Nur kurz. So leichtfertig war ihre Vergebung nicht. So einfach funktionierte es auch für sie nicht. Auch sie hatte Geheimnisse. Dinge, die er nicht wusste.
Sie schwieg während er weiter sprach. Davon, dass sie jemand besseres verdient hatte. Davon, dass er nicht einmal seinen Sohn verdient hatte. Und ihre Mundwinkel zuckten für einen Moment nach unten. Nicht einmal ungeduldig in dem Sinne. Nur frustriert.
«Das habe ich früher auch gedacht», gab sie schließlich zu. «Dass ich etwas besseres als dich verdient habe. Und ich... habe mich so unwohl und ungewollt gefühlt, Eanruig. Aber das ist schon lange nicht mehr so. Ich fühle mich nicht mehr ungewollt. Und ich vergebe nicht leichtfertig. Aber ich vergebe dir. Denn ich liebe dich. Ich habe dich lieben gelernt. Ich will nur noch dich. Sonst niemanden. Und ich würde dich sogar noch einmal heiraten, so sehr liebe ich dich. Und wenn du glaubst, dass du deinen Sohn nicht verdient hast, dann lass dir gesagt sein, dass er dich verdient hat. Einen starken Vater. Einen Mann, der fühlt und das sogar zeigt. Der sich seiner Gedanken nicht schämt. Du bist ein großartiger Mann, Eanruig Fraser. Und du hast es nicht verdient, in Selbstmitleid zu baden.»
Sie fasste ihn bei den Händen und zog daran, damit er mit ihr aufstand. Sodass sie wieder zu ihm aufsehen musste. Sie liebte es so sehr, wie viel größer er war.
«Du bist der Einzige, den ich will. Du hast mich verdient. Du hast Liebe und Glück verdient. Und jeder, der dir was anderes erzählt, der lügt. Auch dann, wenn es die Stimme in deinem Kopf ist.»
Sie setzte ihm einen Kuss aufs Kinn, indem sie sich auf die Zehenspitzen stellte, die Hände sanft gegen seine breite Brust gelehnt. Ein Fliegengewicht im Vergleich zu ihm.
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RE: Like the high tide takes the sand - von Maebh Fraser - 07-02-2026, 19:04

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