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where the hay remembers
10.10.1016 - 06:00
Stallungen der Festung

Heimatlose
Rowan Fraser
Heimatlose
Alter 31
Beruf Söldner
Wohnort Heimatlos
Stand Ledig
User Mim
#9
Rowan hatte nicht damit gerechnet, dass Maebh ihm auf diese Art und Weise den Kopf waschen würde. Ja, den Aufbruch in so ein Abenteuer mochte nicht jeder gut heißen, aber wer war sie, um über ihn urteilen zu können? Zu der leichten Beschämtheit, die er zuvor ob seines Fauxpas gefühlt hatte, gesellte sich ein anderes Gefühl, das jenes zuvor mehr und mehr übertünchte: Unmut. Wenn nicht sogar in gewisser Weise sogar Zorn. Dennoch blieb er still, ließ seine Hand vom Nasenrücken des Pferdes sinken und atmete die von Stallgerüchen geschwängerte Luft tief durch die Nase ein. "Nun, im Gegensatz zu anderen habe ich nicht den Luxus, mir in einem gemachten Nest eine schöne Zukunft aufzubauen." Rowans Stimme war ruhig aber bestimmt, als die Worte über seine Lippen drangen. "Besser ein Abenteuer, als im Söldnerquartier meines Vaters zu versauern." Leise schüttelte er den Kopf und wieder einmal wurde ihm schmerzlich bewusst, wie tief die Kluft eines fürstlichen und eines - erzwungen - weltlichen Lebens gehen konnte. Als sie den Drachen nun aber mit sich selbst verglich, zog sich etwas in ihm zusammen. Wie konnte sie nur? Leicht schüttelte der Söldner den Kopf während sein Blick sich verfinsterte. "Du vergleichst hier Dinge, die nicht vergleichbar sind. Und ob du es glaubst oder nicht, manche Gegner schlagen die ihre Waffen - welcher Natur auch immer sie sein mögen - auch ohne die geringste Bedrohung oder einen Angriff in den Leib." Die Zähne zusammenbeißend stieß er sich von der Tür der Box ab und begann langsam auf und ab zu wandern. "Ich weiß nicht ob es dir vielleicht bereits aufgefallen ist, aber ich bin ein Söldner. Nicht weil ich es mir so unbedingt ausgesucht habe, sondern weil man mich für diesen Lebensweg bestimmt hat. Egal ob es mir passt oder nicht. Und lieber verdiene ich mein Gold mit Aufträgen, bei denen ich auch etwas neues, etwas von der Welt zu sehen bekomme, als mein Dasein als kümmerlicher Dorfbüttel zu fristen, in dem alle nur den zweitgeborenen Sohn eines Adeligen sehen, den sie bedauern und bemitleiden!" Seine Stimme war nun doch spürbar lauter geworden, jedoch zügelte er sich weiterhin, um keine ungewollten Besucher in den Stall zu locken. Schließlich blieb er stehen, fuhr sich mit der Hand über den Scheitel und sah Maebh direkt an, der Blick beinahe stechend, eine Herausforderung. "Du hast dir nie darüber Gedanken gemacht, was mein Leben eigentlich ausmacht, nicht wahr? Denn es wäre ohnehin einerlei gewesen. Genauso wenig Gedanken mache ich mir nun eben um die Reise, die mir bevorsteht. Was bringt es mir, mich verkopft in diese Geschichte zu stürzen?" Wieder schüttelte er den Kopf, schluckte den Aufruhr in sich so gut es ging hinunter, doch verbergen konnte er ihn doch nicht. "Hast du dir überlegt was passieren könnte, wenn dieses Tier gefährlich ist? Wenn es Hunger bekommt und sich vielleicht in der Umgebung HIER auf die Suche nach Nahrung macht? Wenn ihm die Schafe und Rinder irgendwann nicht genug sind?" Sein Blick ging über den Kopf der Dunkelhaarigen hinweg. "Ich möchte dein Gesicht nicht sehen müssen, wenn es sich Aedán zum Frühstück einverleibt, nur weil er draußen auf den Wiesen spielt. Nur darüber scheinst DU dir keine Gedanken zu machen." Wieder begann er seinen Weg aufzunehmen, der ihn zwischen den Boxen auf und ab führte. "Besser ist es herauszufinden, ob dieses Wesen existiert und wenn ja, wie es uns Menschen gesonnen ist. Damit wir vorbereitet sein können, sollte etwas seinen Zorn auf sich ziehen." Rowan hatte in seinen 31 Lebensjahren bereits zu viele Dinge gesehen, als dass er noch irgendetwas dem Zufall überlassen wollte. Selbst ein Wolf, der ansonsten die Menschen mied, mochte ein Kind reißen, wenn ihn der Hunger heimsuchte und er im Winter nicht genug zu Essen fand. Mit Grauen erinnerte er sich zurück an den Tag, als er mit seinem Wachtrupp bei einer kleinen Ansammlung von Hütten vorbeigekommen war, deren Bewohner und Bewohnerinnen bis auf den letzten Mann, die letzte Frau und das letzte Kind von wilden Tieren gerissen worden waren. Deutlich hatten sich die leeren Augen des kleinen Mädchens in sein Gedächtnis eingebrannt und ihn tagelang danach noch im Schlaf verfolgt. "Wenn es harmlos ist - was ich hoffe - dann bietet diese Reise auch eine Möglichkeit, Optionen für seinen Schutz zu finden. König hin oder her."
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where the hay remembers - von Rowan Fraser - 12-08-2025, 22:16
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