20-02-2026, 23:53
Tariqs Worte sorgten dafür, dass sich Samir für einen Moment die Kehle zuschnürte. Fast schon konnte er körperlich die Blicke der Menschen auf sich spüren, die bald schon auf ihm lasten würden, ihn bewerten und entscheiden würden, ob er ihrer würdig war oder nicht. Denn war er das wirklich? Er wusste es nicht. Das Einzige, dessen er sich sicher war, war die Tatsache, dass er sich beweisen musste, das Volk davon überzeugen, dass man zu ihm aufschauen, ihm folgen konnte. Beim Gedanken daran wurde Samir übel, doch er schluckte die bittere Galle, die sich einen Weg seinen Hals hinauf bahnen wollte, hinunter. "Ich wollte nicht..." Der Rest der Worte ging in einem Seufzen unter, denn dass eine Diskussion mit Tariq keinen Sinn machte, hatte er schon lange gelernt. Zumindest in Situationen wie diesen, in denen der Ältere definitiv die besseren Argumente vorzuweisen hatte. Ob es nun bei einem Glas Wein geblieben wäre oder ob er weitergetrunken hätte - es war einerlei, denn so wie sein Geliebter es bereits deutlich gemacht hatte, benebelte das alkoholische Getränk seine Sinne, auch wenn es zeitgleich die Nervosität und die Unruhe in ihm linderte. Er wollte sich auf keinen Fall etwas angewöhnen, aus dem man ihm später einen Strick drehen oder das dazu führen konnte, dass er an Ansehen in Gegenwart anderer verlor. Genau aus diesem Grund begab er sich so willentlich und mit Leidenschaft in Tariqs Hände. Es schien Samir fast, als könnte dieser die Bürde, die bereits drohend über ihm schwebte, in ihrer Schwere verringern, indem er die Führung übernahm, die Verantwortung. Eine Verantwortung, die Samir nicht gewohnt war zu tragen. Sein Leben lang war er nur der zweitgeborene Sohn gewesen, darauf trainiert hübsch auszusehen, aus Worten Gold zu spinnen und mit diesen goldenen Fäden andere um den Finger zu wickeln. In einem weit weniger verantwortungsschweren Terrain wie früher war ihm dies leicht von der Hand gegangen, nein, er hatte es sogar perfektioniert gehabt. Aber jetzt? Sein hübsches Gesicht würde ihn als König nicht weit bringen, wenn erste Anforderungen an ihn gestellt werden würden. Er war nicht mehr nur ein Kind reicher und einflussreicher Eltern, sondern bald das Oberhaupt eines Landes und das machte einen gewaltigen Unterschied.
Jeder weitere Gedanke daran war in Tariqs erfahrenen Händen, die ihm jedes Mal aufs neue so bekannt und doch wieder so neu vorkamen, wie weggewischt. Kurz weiteten sich seine Augen, ob des Befehls der über die zuvor noch geküssten Lippen kam. Ein Schaudern überlief ihn, ein Kribbeln unter seiner Haut, das zeitgleich seinen Puls beschleunigte. Dann schien sich ein Schalter in seinem Kopf umzulegen, sich ein Knoten zu lösen während eine unsichtbare Schlinge sich an anderer Stelle zuzog. Ihm auf andere Art und Weise den Atem raubte. Samirs Lider senkten sich, die Fächer seiner langen, dunklen Wimpern zeichneten sich deutlich auf seiner gebräunten Haut ab und nur ein leichtes Flattern war noch zu vernehmen, während er den Anweisungen des anderen Folge leistete. Es schien fast, als würde Tariqs Stimme in seinem Brustkorb vibrieren. Die Hände des zukünftigen Königs wanderten hinter seinen eigenen Rücken und erst jetzt, wo er sie aus dem Hemdstoff seines Gegenübers gelöst hatte, merkte er, wie verkrampft sich seine Fingerglieder verhalten hatten. Er schluckte, biss sich auf die Unterlippe und ließ sich dann auf die Knie sinken, ob des fehlenden Sehsinnes nun umso mehr auf die Geräusche seiner Umgebung konzentriert. Kurz war er versucht trotzig das Kinn an die Brust zu legen, tat es dann aber doch nicht. Ihm fehlte die Kraft für einen Streit, für einen Machtkampf, den er ohnehin am Ende in voller Wonne verlieren würde - so Tariq ihm gnädig war. Also legte er den Kopf in den Nacken - und wartete.
Jeder weitere Gedanke daran war in Tariqs erfahrenen Händen, die ihm jedes Mal aufs neue so bekannt und doch wieder so neu vorkamen, wie weggewischt. Kurz weiteten sich seine Augen, ob des Befehls der über die zuvor noch geküssten Lippen kam. Ein Schaudern überlief ihn, ein Kribbeln unter seiner Haut, das zeitgleich seinen Puls beschleunigte. Dann schien sich ein Schalter in seinem Kopf umzulegen, sich ein Knoten zu lösen während eine unsichtbare Schlinge sich an anderer Stelle zuzog. Ihm auf andere Art und Weise den Atem raubte. Samirs Lider senkten sich, die Fächer seiner langen, dunklen Wimpern zeichneten sich deutlich auf seiner gebräunten Haut ab und nur ein leichtes Flattern war noch zu vernehmen, während er den Anweisungen des anderen Folge leistete. Es schien fast, als würde Tariqs Stimme in seinem Brustkorb vibrieren. Die Hände des zukünftigen Königs wanderten hinter seinen eigenen Rücken und erst jetzt, wo er sie aus dem Hemdstoff seines Gegenübers gelöst hatte, merkte er, wie verkrampft sich seine Fingerglieder verhalten hatten. Er schluckte, biss sich auf die Unterlippe und ließ sich dann auf die Knie sinken, ob des fehlenden Sehsinnes nun umso mehr auf die Geräusche seiner Umgebung konzentriert. Kurz war er versucht trotzig das Kinn an die Brust zu legen, tat es dann aber doch nicht. Ihm fehlte die Kraft für einen Streit, für einen Machtkampf, den er ohnehin am Ende in voller Wonne verlieren würde - so Tariq ihm gnädig war. Also legte er den Kopf in den Nacken - und wartete.