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Fight like a girl
21.10.1016 - 14:00
Wald von Farynn

Heimatlose
Rowan Fraser
Heimatlose
Alter 31
Beruf Söldner
Wohnort Heimatlos
Stand Ledig
User Mim
#7
Miras Worte ließen Rowan nachdenklich und vorerst still zurück. Zwar sprach sie nicht schwermütig, doch er konnte ahnen, dass hinter den so tiefgründigen Worten mehr steckte als einfach nur ein wacher Geist. Nein, so sprach eine Person, die das Gesagte auch am eigenen Leib erlebt hatte und der Söldner war sich fast sicher, dass ihre Erfahrungen in Hinsicht derer Intensität weit über eine Nacht im Schweinetrog hinausgingen. Letztere hatte er sich schließlich durch seine eigene Torheit eingebrockt. Seine Begleiterin schien zwar von Außen mädchenhaft und zart, ließ aber sehr deutlich erahnen, dass sie sich mit Zähnen und Klauen ihren Weg durchkämpfen würde, wenn sie musste. Zumindest hatte Rowan das im Gefühl. Und auch wenn er in so manch anderer Hinsicht ein ordentlicher Tollpatsch mit einem Talent für das Finden von Fettnäpfchen war, so hatte er sich was den Kampfeswillen einer Person anging bisher nur selten getäuscht.

Erleichtert nickte er schließlich, als sie ihm die Sorge nahm, er hätte sie verärgert oder gar gekränkt. "Zumindest bin ich mir sicher, dass jede erworbene Fähigkeit - sei sie nun gewollt oder nicht - ein Gewinn für's Leben ist. Man kann schließlich nie wissen, was einen noch erwartet." Er schmunzelte kurz. "Zum Beispiel ein hungriger Drache. Sei es nun in Form einer matronenhaften Schwiegermutter oder eines Fabelwesens, wie wir es gerade suchen." Er hatte das Wort "jagen" absichtlich nicht verwendet, da er nach dem Gespräch mit Maebh mehr und mehr darüber nachgedacht hatte, wie sehr er den Wünschen des Königs wirklich folge leisten konnte und wollte. Die junge Frau hatte schließlich recht: Wenn es das Tier gab, dann drangen sie in sein bisher unbehelligtes Leben ein und störten dieses, würden ihm vielleicht ein Leid antun, nur weil es sich gegen eben dieses Eindringen wehrte. Rowan hatte es sich nicht eingestehen wollen, doch Tage nach der Konfrontation mit seiner ehemals Geliebten hatten ihn die Gewissensbisse gepackt. Die Reise an sich hatte er dennoch nicht sausen lassen wollte, schon alleine aufgrund der Neugier auf das, was da auf sie warten mochte. Er hatte sich jedoch felsenfest geschworen, nichts zu überstürzen und bedacht - oder so bedacht wie es möglicherweise in der Gegenwart eines riesigen Raubtieres eben ging - an die Sache heranzugehen. Ganz konnte er Miras Aussage dann aber doch auch nicht stehen lassen, obwohl er kurz mit den Gedanken abgeschweift war. "Nun, die Frage ist vielleicht auch: Was macht eine Kriegerin aus? Und nicht jede mutige und starke Frau mag eine Kriegerin sein, aber in jeder Kriegerin steckt eine mutige und starke Frau." Er stockte kurz, sein Blick von Erinnerungen verschleiert. "Ist eine Mutter, die um und für das Leben ihres Kindes kämpft nicht weit mehr Kriegerin, als jene, die für Gold einfach nur Befehle ausführen?" Er selbst konnte sich diese Frage sehr deutlich beantworten, hatte er doch auf dem Schlachtfeld bereits zu viel gesehen. Frauen und Männer, die nur ob des vollen Beutels sinnlose Kämpfe unterstützten und denen es schlussendlich egal war, gegen wen sie ihre Waffe erhoben. Manche machten sogar vor Frauen, Alten und Kindern nicht halt. Wenn Rowan sich im Leben eines geschworen hatte, dann, dass er nie zu dieser Sorte von Söldnern gehören wollte und würde. Eher ließe er sich von seinen Vorgesetzten am Strick hängen.

Während Mira über den Baumstamm balancierte, trat er mit einem großen Schritt darüber und kam dabei fast ins Straucheln, da der Boden darum herum feucht und glitschig war. Der Stamm selbst musste ob des Regens erst vor kurzem etwas an Halt verloren haben, weshalb er ganz froh war, dass die Rothaarige ihn bereits überquert hatte, ehe er selbst dies bemerkt hatte. Auf seine Schritte achtend lauschte er ihr weiter, bekam daher die leichte Veränderung in ihrer Haltung nicht mit. Und wieder einmal hatte sie Recht. Leicht hatte es in dieser Welt wohl niemand, selbst die nicht, die mit dem goldenen Löffel im Mund geboren worden waren. Man brauchte sich nur seinen Cousin Cathal ansehen: Er hatte alles, was man begehren konnte und doch war er alles andere als frei. Dinge waren ihm vorbestimmt, andere Menschen trafen Entscheidungen für ihn und dann war da natürlich auch noch die Sache mit seinem Augenlicht. Rowan mochte zwar von ihnen beiden rein äußerlich gesehen das härtere Leben gehabt haben, aber das seines besten Freundes war auch wahrlich kein Zuckerschlecken. Freiheit konnte man sich schließlich in den meisten Fällen nicht mit Geld kaufen und lieber schlief Rowan auf dem kalten Waldboden und ernährte sich tagelang nur von spärlichen Vorräten, als wie ein Vogel im goldenen Käfig zu sitzen und bei Bedarf zu singen.

Bei ihrem Ziel angekommen und nach der kleinen Einweisung, die er Mira erteilt hatte, beobachtete er die junge Frau nun, wie sie diese umsetzte. Zufrieden nickte er, trat dann seitlich an sie heran. "Wenn Ihr den Stil der Axt weiter vorne haltet, liegt sie sicherer in Euren Händen." Er warf ihr einen Seitenblick zu, nahm dann ihre Hände und positionierte sie näher am Kopf der Axt. "So etwa." Ihre Hände noch in den Seinen hob er schließlich ihren Arm etwas an. "Holt außerdem nicht zu weit aus. Der größere Schwung mag euch zwar etwas mehr Kraft in den Schlag bringen, aber gleichzeitig kostet er Euch auch Zielvermögen. Je öfter Ihr die Kerbe an derselben Stelle trefft, umso leichter könnt Ihr den Ast auch abtrennen." Während er auf ihren zweiten Versuch wartete sah er sich etwas um. "Im Nahkampf gilt übrigens das selbe. Wenn Ihr zu viel Schwung holt bietet Ihr Eurem Angreifer zu lange eine ungeschützte Angriffsfläche."
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