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Where the light fades
02.09.1016 - 16:00
Markt in Wintergard

Winterland
Sanna Lorenson
Winterland
Alter 22
Beruf Jägerin
Wohnort Rabenrast
Stand Ledig
User Natsch
#12
Sanna hob kaum merklich eine Augenbraue, als Veith von den Winterländern und den Frauen Norsteadings sprach.
„Dir ist bewusst, dass du mit einer von ihnen sprichst?“
, fragte sie, und in ihrer Stimme lag eine Mischung aus Spott und unerwarteter Wärme. Das Lächeln auf ihren Lippen schwankte zwischen gutmütigem Tadel und stiller, fast verspielter Herausforderung.
Mit ihren zweiundzwanzig Jahren mochte sie jung sein, doch sie kannte ihre Wünsche und Grenzen genau. Dass in ihrer Heimat eine strenge Hand nötig war, lag nicht zuletzt an den Männern Norsteadings selbst. Schließlich waren nicht nur die Frauen des Winterlands von besonderer Art. Ein leises Amüsement glitt über Sannas Gesicht, doch dahinter funkelte etwas anderes, kaum merklich, wie das erste Licht über verschneiten Gipfeln.
„Warum sollten wir uns also mit halben Antworten zufriedengeben?“
, fragte sie schließlich, provokant, doch ihr Blick blieb länger auf Veith haften, als nötig – fordernd, ja, aber zugleich von einem kaum wahrnehmbaren, sanften Interesse durchzogen, das nur er allein zu erkennen schien.

In Helvis Hof blieb Sannas Blick an Veith haften, und für einen Herzschlag schien die Luft zwischen ihnen dichter, als wollte sie jedes Geräusch verschlucken. Sein Schweigen dehnte den Moment aus, ließ ihn fast greifbar werden. Vielleicht hatte sie etwas gesagt, das er anders sah, oder vielleicht war seine Zurückhaltung nur die Höflichkeit – oder die Pflicht gegenüber seiner Schwester –, die ihn schweigen ließ.
Und dennoch spürte sie, dass sein Zögern etwas in ihr berührte, einen verborgenen Teil, von dessen Existenz sie bisher nichts geahnt hatte. Ein leises Pochen in der Brust, warm und fremd, ließ sie kurz innehalten. Sie wandte sich zum Gehen, schluckte die aufsteigende Unruhe hinunter – doch dann berührte seine Hand ihr Handgelenk. Ein elektrischer Stoß fuhr durch ihren Körper. Ihr Herz begann schneller zu schlagen, eine seltsame, süße Wärme breitete sich in ihrer Brust aus und schlug Wellen durch ihren ganzen Körper, die selbst die Fingerspitzen bis in die Zehen zu erreichen schienen. Für einen Moment schien die Welt stillzustehen – und alles, was sie spürte, war Veith.
Sanna ließ sich einen Schritt in den Schatten ziehen, während leise Schnee begann auf das Kopfsteinpflaster von Helvis Hof zu fallen und sich in kleinen, glitzernden Flocken auf den Holzdächern sammelte. Ihr Körper folgte seiner Bewegung, und in einer behutsamen Berührung landete ihre Hand auf seiner Brust. Langsam glitt sie weiter hinab zur Hüfte, so als würde sie die Nähe einfach aufnehmen, ohne Worte, ohne Hast.
Seine leisen Worte drangen in ihr Bewusstsein, und für einen Moment spürte sie, wie ihr Herz schneller schlug. Die Kälte um sie schien die Wärme zwischen ihnen noch deutlicher spürbar zu machen, ein stilles, fast heimliches Band, das in der winterlichen Stille entstand. Mit jedem Blick, jeder Berührung, wuchs ein leises, flüchtiges Verlangen – nicht drängend, sondern leise und tief, wie der Atem des Winters, der durch den Hof wehte. Sanna ließ ihre Augen einen Augenblick länger auf ihm ruhen und bemerkte, dass sie mehr sah als nur seine Gestalt: das stille Versprechen in seiner Berührung, das sanfte Spiel zwischen Nähe und Zurückhaltung. Sanna lehnte sich einen Moment lang leicht in seine Nähe, ehe Veith einen Schritt zurücktrat und ins Licht der offenen Tür trat. Die junge Jägerin wurde abrupt in die Gegenwart zurückkatapultiert, und ein kleiner Widerstand regte sich in ihr gegen diese Realität: Helvi würde vermutlich – sollte Sanna nicht sofort folgen – wieder zwischen ihnen stehen. Also wählte sie den Weg der Vernunft. Sie löste den letzten Rest der Nähe auf, wandte sich ab und ging auf das Haus zu, um in die beinahe schon penetrante Wärme des Feuers zu treten.

Er bereute nichts, und gerade das berührte sie auf eine Weise, die stärker war, als gut für sie sein konnte. Ein leises Lächeln glitt über ihre Lippen, während ihr Herz noch immer den Nachhall seiner Gegenwart spürte. Helvis Blick traf Sanna misstrauisch. „Was gibt es denn da zu lächeln?“, fragte sie und musterte die junge Jägerin prüfend.
Sanna zuckte leicht mit den Schultern und ließ den groben Stoff ihrer Jagdkluft von den Schultern gleiten.
„Ich habe heute sehr gute Verkäufe erzielt.“
Die Wahrheit – auch wenn sie nicht der eigentliche Grund für ihr Lächeln war.
„Kann ich dir noch irgendwo helfen?“
, lenkte Sanna das Gespräch ab, doch Helvi machte nur eine wegwerfende Handbewegung und schüttelte störrisch den Kopf. „Ist schon alles fertig. Alle Welt hat ja nur auf dich gewartet.“ Ein entschuldigendes Lächeln zuckte um Sannas Mundwinkel, während sie sich einen der freien Plätze suchte. „Kommst du jetzt langsam mal rein?“, schnarrte Helvi in Richtung Veith und stand mit verschränkten Armen im Türrahmen, die Augen auf den Hof gerichtet.
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Where the light fades - von Veith Alvarsson - 22-06-2025, 11:19
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