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We will always carry our chains.
12.10.1016 - 08:00
Festung Kenmaras

Herbstland
Maebh Fraser
Herbstland - Admin
Alter 31
Beruf Ehefrau
Wohnort Kenmara
Stand Verheiratet
User Cat
#10
Die Frage war gut. Wie verarbeitete sie ihren Zorn? Wie ging sie damit um, dass sie wütend wurde? Das war schwierig zu beantworten, denn in den meisten Fällen schluckte sie ihn einfach herunter. Aber in diesem Fall..
«Nun, in manchen Fällen streite ich mit deinem Vater darüber, dass ich finde, dass er dich zu sehr behütet und nur daran denkt, wie er sich mit was fühlt. In anderen Fällen stelle ich Rowan zur Rede, der mir erklärt, dass ich seine Position nicht verstehen kann. Ich denke, Cathal, dass es wichtig ist, dass wir uns selbst reflektieren. Dass wird darüber nachdenken, warum wir zornig sind. In ganz vielen Situationen sind gar nicht die anderen Menschen um uns herum das Problem. Sondern unsere eigenen Ansprüche an uns selbst.»
Ein Lächeln, für ihn freilich unsichtbar aber hörbar, als sie weitersprach, glitt über ihr Gesicht.
«Und manchmal rede ich einfach mit jemandem darüber. So wie nun mit dir. Ich liebe euch, Cathal. Ihr seid meine Familie und ich liebe euch genauso sehr, wie ich meinen leiblichen Sohn liebe. Es gibt für mich keinen Unterschied. Aber ich habe nicht das Recht, das auch von euch zu fordern. Das ist allein eure Entscheidung, ob und wieviel Liebe ihr mir zurückgeben wollt.»
Das Thema rund um seine zukünftige Ehefrau hatte sie auch mit aufgegriffen. Und ehrliche Erleichterung machte sich in ihr breit, während sie seinen Worten lauschte.
«Das finde ich sehr gut. Ich habe mich gestern mit ihr unterhalten», stellte Maebh fest. «Sie ist eine sehr liebenswerte junge Frau aber ich denke, dass sie Angst hat, Cathal. Mach ihr die Zeit hier nicht ganz so zur Hölle. Ich weiß, dass du diese Heirat nicht möchtest. Ich kann verstehen, dass du dir was anderes wünscht. Aber vielleicht ist sie es ja, was du brauchst? Vielleicht bereichert sie dein Leben auf eine Art und Weise, wie es sonst niemand tut.»
Aber er hatte Recht. Die Strukturen waren schuld an der Misere. Und der Umstand, dass sie funktionierten. Etwas ähnliches hatte sie vor ein paar Tagen immerhin auch Rowan gesagt. Und etwas ähnliches musste nun vermutlich auch ihr Stiefsohn hören, wenngleich die Ansprache hier deutlich sanfter vonstatten gehen musste.

«Ich glaube, dass wir voneinander lernen sollten, Cathal. Es gibt nicht den einen richtigen Weg», erklärte Maebh nach einem Moment der Stille und lächelte ein wenig schief. Als er davon sprach, dass sie mit der Zeit Vertraute werden könnten, verspürte sie erneut eine jähe Woge der Zuneigung für den jungen Mann, der ihr gegenübersaß.
«Das wäre sehr schön», stimmte sie ihm zu. «Ich wäre gerne vertrauter mit dir.»
Sie ließ ihm Freiraum, damit er aufstehen konnte und musste daher unweigerlich den Kopf in den Nacken legen um zu ihm aufzuschauen. Ein leichtes Kopfschütteln, ehe das «Nein» sich in Form eines Wortes für ihn in Kontext rückte. «Nein. Du schuldest mir nichts. Denn ich habe nicht das Recht, Erwartungen an dich zu stellen. Lass uns den neu gefundenen Frieden nicht mit einer Rechnung beginnen. Sagen wir einfach, es ist ein Neuanfang und wir lernen uns besser kennen.»
Das gefiel ihr besser. Sie wollte nicht, dass ein neues Verhältnis sich auf Schulden begründete. Das war, ihrer Ansicht nach, keine gute Grundlage. Und als er nun nach ihrer Stiefmutter fragte, spannte Maebh sich unwillkürlich an.
«Sie ist keine besonders nette Person, Cathal. Ich schätze, dass ich schlussendlich heiraten musste lag daran, dass mein Vater mich aus ihrem Einflussbereich herausholen wollte. Sie ist kalt, unbarmherzig und sie hat nicht ein gutes Wort an mir gelassen. Du darfst dir dein eigenes Bild machen. Nur weil ich Probleme mit ihr habe heißt das nicht, dass du eines haben musst, Cathal.»
Sie trat an seine Seite und musterte ihn noch einmal eindringlich, hatte gerade weitersprechen wollen, als es an der Tür klopfte. Überrascht wandte Maebh sich um. «Herein?»
«Herrin, die Braut schickt mich», stellte die Zofe fest, die kurz darauf durch die Tür trat. «Ich fürchte, sie ist krank. Oder wird krank. Es ist schwer zu sagen.»
«Ich sehe gleich nach ihr», gab die Fürstin zurück und ihre Stimme hatte die alt gewohnte Ruhe und Freundlichkeit wieder gewonnen. «Vielen Dank.»
Ihre Finger fuhren sanft über Cathals Arme. «Entschuldigst du mich?», wollte sie wissen. «Ich möchte gerne nach Muirìn schauen. Kommst du hier zurecht?»
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RE: We will always carry our chains. - von Maebh Fraser - 25-02-2026, 19:20

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