26-02-2026, 01:30 - Wörter:
Es war früh genug, dass alle anderen noch schliefen. Maebh hatte in dieser Nacht nur schwer Ruhe gefunden. Ihr lagen die Geschehnisse schwer auf der Seele. Die Gespräche mit ihrem Mann. Das Gespräch mit ihrer zukünftigen Schwiegertochter. Nicht zuletzt auch der Streit mit Rowan.
Eine Weile hatte die schöne Fürstin neben ihrem schlafenden Ehemann in den warmen Laken gelegen und hatte ihn beobachtet. Im Halbdunkel sah man zwar nur wenig, aber sie erkannte seine Konturen. Sie sah ihm gerne beim Schlafen zu. Er wirkte dann entspannt. Friedlich. Es gab keine Sorgenfalten in seinem Gesicht und sie konnte darin für gewöhnlich eigenen Frieden finden. Doch diesmal war es anders. Sie fanden einander gerade. Sie kamen einander näher und sie entwickelten echte Gefühle. Liebe lag in der Luft. Und Maebh genoss diesen neuen Aufwind. Sie wollte ihn nicht missen. Aber die Schuld wog schwer. Sie hatte ihm nicht von der Affäre erzählt. Und es konnte auch nur schwer von einem Ausrutscher die Rede sein.
Sie war schließlich aufgestanden. Noch vor Sonnenaufgang. Vor dem ersten Hahnenschrei. Hatte sich angekleidet und war auf leisen Sohlen aus dem Schlafgemach geschlichen, ohne ihren Mann aufzuwecken. Sie fand ohnehin keine Ruhe. Und so war es besser, sie suchte sich eine Beschäftigung.
Einen Blick in das Zimmer ihres Sohnes ließ sie lächelnd ihrer Wege gehen. Er lag, wie ein kleiner Seestern, tief schlafend in seinem Bettchen. Und träumte vielleicht von heroischen Heldentaten oder davon, wie er auf Céos Rücken die Welt nur noch in bunten Farben wahrnahm, weil er in gestrecktem Galopp einen Weg entlangjagte.
Ihr Weg führte sie durch die noch dunklen Flure der Festung hinunter in Richtung ihres Gartens, in dem auch die uralte Eiche stand, unter der schon sie und Eanruig sich das Ja-Wort gegeben hatten. Heute würden dort Cathal und Muirìn dasselbe tun.
Und tatsächlich war sie nicht alleine. Dort, am Fuß der Eiche, konnte sie die Gestalt der Priesternovizin kennen, nach der sie ohnehin gesucht hatte. Schweigend betrat Maebh ihren Garten und verschränkte die Hände vorm Bauch, als sie auf Yue zuging. Leicht neigte sich ihr Kopf nach vorne.
«Guten Morgen», grüßte sie lächelnd, aber mit einer gewissen Sorge im Blick und blieb neben ihr stehen. «Ich habe nach dir gesucht. Ich hoffte, du hast ein paar Augenblicke. Und lauschende Ohren für mich.»
Eine Weile hatte die schöne Fürstin neben ihrem schlafenden Ehemann in den warmen Laken gelegen und hatte ihn beobachtet. Im Halbdunkel sah man zwar nur wenig, aber sie erkannte seine Konturen. Sie sah ihm gerne beim Schlafen zu. Er wirkte dann entspannt. Friedlich. Es gab keine Sorgenfalten in seinem Gesicht und sie konnte darin für gewöhnlich eigenen Frieden finden. Doch diesmal war es anders. Sie fanden einander gerade. Sie kamen einander näher und sie entwickelten echte Gefühle. Liebe lag in der Luft. Und Maebh genoss diesen neuen Aufwind. Sie wollte ihn nicht missen. Aber die Schuld wog schwer. Sie hatte ihm nicht von der Affäre erzählt. Und es konnte auch nur schwer von einem Ausrutscher die Rede sein.
Sie war schließlich aufgestanden. Noch vor Sonnenaufgang. Vor dem ersten Hahnenschrei. Hatte sich angekleidet und war auf leisen Sohlen aus dem Schlafgemach geschlichen, ohne ihren Mann aufzuwecken. Sie fand ohnehin keine Ruhe. Und so war es besser, sie suchte sich eine Beschäftigung.
Einen Blick in das Zimmer ihres Sohnes ließ sie lächelnd ihrer Wege gehen. Er lag, wie ein kleiner Seestern, tief schlafend in seinem Bettchen. Und träumte vielleicht von heroischen Heldentaten oder davon, wie er auf Céos Rücken die Welt nur noch in bunten Farben wahrnahm, weil er in gestrecktem Galopp einen Weg entlangjagte.
Ihr Weg führte sie durch die noch dunklen Flure der Festung hinunter in Richtung ihres Gartens, in dem auch die uralte Eiche stand, unter der schon sie und Eanruig sich das Ja-Wort gegeben hatten. Heute würden dort Cathal und Muirìn dasselbe tun.
Und tatsächlich war sie nicht alleine. Dort, am Fuß der Eiche, konnte sie die Gestalt der Priesternovizin kennen, nach der sie ohnehin gesucht hatte. Schweigend betrat Maebh ihren Garten und verschränkte die Hände vorm Bauch, als sie auf Yue zuging. Leicht neigte sich ihr Kopf nach vorne.
«Guten Morgen», grüßte sie lächelnd, aber mit einer gewissen Sorge im Blick und blieb neben ihr stehen. «Ich habe nach dir gesucht. Ich hoffte, du hast ein paar Augenblicke. Und lauschende Ohren für mich.»
![[Bild: Signatur.png]](https://xn--dstergeschichten-jzb.de/eigenes/Signatur.png)

