17-03-2026, 10:18
Seine Worte peitschten um ihren Kopf wie tausende von wilden Fledermäusen, die versuchten ihre Gedanken und Erinnerungen durcheinander zu bringen. Er verdrehte die Tatsachen und stellte die ben Sahid als Täterin da, dabei war sie in all der Zeit viel mehr ein Opfer gewesen! Die Ehe mit Ridvan hätte sie beinahe kaputt gemacht, weil ihr Mann so gefangen in seinen eigenen Gedanken und Halluzinationen gewesen war! Sie wollte die Worte des in schwarz gekleideten Mannes nicht hören, wollte nicht wissen, was er zu sagen hatte. Er sollte einfach verschwinden und sie hier ihrem Schicksal überlassen. Yasirah wollte nicht mehr denken und bereuen müssen. Sie wollte keine Schuld empfinden müssen, weil sie an seine Worte glaubte. Sie war selbst doch nicht mehr als ein Objekt der Begierde oder eine Schachfigur, die man über das Feld bewegte, wie es einem gerade passte! Ja, sie hätte Dinge verändern können, aber was hätte das für SIE bedeutet? Schon in den letzten Jahren, als Ridvan sich mehr und mehr zurückgezogen hat, wurde klar, was die Männer in seinem Beraterstab von ihr hielten: nichts. Sie war eine Frau, mit der man sich wunderbar im Bett vergnügen konnte, das konnte sie an ihren Blicken erkennen. Sie stellten sich vor, wie es war, wenn sie unter ihnen lag und stöhnte. Sie sollten sich vor, was sie alles mit ihr machen können, immerhin war sie groß und schlank, hatte feste Brüste und eine Haarpracht, in die man sich wunderbar krallen konnte, wenn man dem eigenen Höhepunkt näher kam. Scheiß auf ihre Lust, es ging hier bei doch immer nur um den Mann. Man sprach ihr die politischen Kompetenzen ab, weil sie eine Frau war. Ja, sie hätte versuchen können etwas zu ändern, doch was wäre der Preis dafür gewesen? Hohn, Spott, vielleicht auch das Gefängnis? Vielleicht wäre sie dann jetzt am gleichen Ort, nur mit einem anderen Verlauf. Vielleicht ohne, dass ihr Sohn und ihr Mann getötet worden wären...
Sie hatte für einen kurzen Augenblick völlig vergessen, dass sie nicht alleine war. Als der schwarz gekleidete Mann sich auf sie zu bewegte, war ihr erster Impuls weiter zurückzuweichen, doch die kalte nackte Steinwand in ihrem Rücken ließ das nicht zu. Sie zog die Beine an und verengte die Augen zu Schlitzen. Er war ihr Feind, egal, was er behauptetet! Ein Freund sperrte einen nicht tage- oder wochenlang ein! Yasirah hatte keine Ahnung, wie viel Zeit seit dem Mord an Ridvan und ihrem Sohn vergangen waren. Sekunden fühlten sich an wie Stunden und Stunden fühlten sich an wie eine unendliche Ewigkeit. Sie war gefangen. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Gefangen im Schmerz des Verlustes. In der Frage, ob sie irgendetwas hätte an diesem Ausgang ändern können. Und ganz leise flüsterte immer eine Stimme, dass die Attentäter nur davon sprachen den König und den Kronprinzen erwischt zu haben - dabei war da doch einer ihrer Söhne im Palast gewesen! Malik, ihr jüngster Sohn. Sie hatte keine Ahnung, was mit ihm geschehen war und die Frage raubte ihr den Verstand.
Und auch, wenn sie keinem Wort glaubte, das aus dem Mund des Mannes mit der Maske kam, wusste sie, dass das ihr einziger Ausweg war. Es war ihre einzige Möglichkeit zu fliehen, vielleicht sogar Antworten zu bekommen! Vielleicht wirklich etwas zu verändern - zum Beispiel die Tatsache, dass solche Männer wie er noch auf der Erde wandeln. Yasirah hatte keine Ahnung, wie man mit Waffen umging, aber jemandem die Kehle mit einem Messer durchschneiden, das würde sie hinbekommen. Und er konnte ihr glauben, zögern würde sie dabei definitiv nicht.
Stumm reichte sie ihm ihre Hand. Es fühlte sich an wie ein Eingeständnis, das sollte es aber nicht sein. Sie würde niemals zugeben, dass sie Schuld an dem ganzen Leid gewesen war. Sie sah sich selbst ebenfalls als Opfer an. Ein Opfer mit einem vollen Bauch und einem guten Dach über dem Kopf, aber immer noch ein Opfer und keine Täterin.
Sie hatte für einen kurzen Augenblick völlig vergessen, dass sie nicht alleine war. Als der schwarz gekleidete Mann sich auf sie zu bewegte, war ihr erster Impuls weiter zurückzuweichen, doch die kalte nackte Steinwand in ihrem Rücken ließ das nicht zu. Sie zog die Beine an und verengte die Augen zu Schlitzen. Er war ihr Feind, egal, was er behauptetet! Ein Freund sperrte einen nicht tage- oder wochenlang ein! Yasirah hatte keine Ahnung, wie viel Zeit seit dem Mord an Ridvan und ihrem Sohn vergangen waren. Sekunden fühlten sich an wie Stunden und Stunden fühlten sich an wie eine unendliche Ewigkeit. Sie war gefangen. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Gefangen im Schmerz des Verlustes. In der Frage, ob sie irgendetwas hätte an diesem Ausgang ändern können. Und ganz leise flüsterte immer eine Stimme, dass die Attentäter nur davon sprachen den König und den Kronprinzen erwischt zu haben - dabei war da doch einer ihrer Söhne im Palast gewesen! Malik, ihr jüngster Sohn. Sie hatte keine Ahnung, was mit ihm geschehen war und die Frage raubte ihr den Verstand.
Und auch, wenn sie keinem Wort glaubte, das aus dem Mund des Mannes mit der Maske kam, wusste sie, dass das ihr einziger Ausweg war. Es war ihre einzige Möglichkeit zu fliehen, vielleicht sogar Antworten zu bekommen! Vielleicht wirklich etwas zu verändern - zum Beispiel die Tatsache, dass solche Männer wie er noch auf der Erde wandeln. Yasirah hatte keine Ahnung, wie man mit Waffen umging, aber jemandem die Kehle mit einem Messer durchschneiden, das würde sie hinbekommen. Und er konnte ihr glauben, zögern würde sie dabei definitiv nicht.
Stumm reichte sie ihm ihre Hand. Es fühlte sich an wie ein Eingeständnis, das sollte es aber nicht sein. Sie würde niemals zugeben, dass sie Schuld an dem ganzen Leid gewesen war. Sie sah sich selbst ebenfalls als Opfer an. Ein Opfer mit einem vollen Bauch und einem guten Dach über dem Kopf, aber immer noch ein Opfer und keine Täterin.