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Fight like a girl
21.10.1016 - 14:00
Wald von Farynn

Heimatlose
Rowan Fraser
Heimatlose
Alter 31
Beruf Söldner
Wohnort Heimatlos
Stand Ledig
User Mim
#9
Rowan lachte leise bei ihrer Aussage. "Ich bin mir nicht sicher ob ein Mann jemals gerüstet genug sein kann für diese Art von Herausforderung. Aber bisher wurde ich ohnehin noch davon verschont." Ja, nichts lag dem 31 Jährigen ferner als die Gedanken an eine Heirat. Nicht etwa, weil eine Hochzeit ihm Angst machte, sondern viel mehr weil er dazu doch auch erst einmal die richtige Frau gebraucht hätte. Anders als Cathal oder auch seinem Bruder Tamlin stand dem Söldner nämlich keine arrangierte Ehe bevor, auch wenn sein Vater es sicher befürwortete, wenn er sich auf eine der Familie dienliche Verbindung einlassen würde. Rowan jedoch lag nichts ferner als bei der Wahl seiner Braut nur auf deren Stammbaum und die Menge des Goldes in den Geldkatzen ihres Vaters zu schauen. Nein, für ihn kam wenn dann nur eine Heirat aus Liebe in Frage, wobei seine Hoffnungen darauf nicht groß waren. Welche Frau ließ sich schließlich dauerhaft auf einen Vagabunden ein, der seine Zukunft auf der Straße und in Abenteuern sah, nicht zu Hause bei Weib und Kindern? Der Söldner konnte sich zumindest im Moment so eine Zukunft absolut nicht vorstellen. Beim Gedanken daran, vollkommen an einen Ort gebunden zu sein und den Sternenhimmel als Zeltdecke missen zu müssen, wurde ihm mulmig zumute. Natürlich hätte er sich zu Hause ein Nest bauen lassen können und weiter sein Leben auf Reisen verbringen, jedoch sah er das als nicht gerade fair einer potentiellen Ehefrau gegenüber an. Bei den Männern, die in den Krieg zogen um Krone und Königreich zu verteidigen. Sie taten dies um ihre Lieben vor Unheil zu beschützen oder um es zumindest zu versuchen. Aus freien Stücken jedoch eine Familie aufzubauen, nur um sie vielleicht dreimal im Jahr zu sehen? Nein, damit konnte er sich nun wirklich nicht anfreunden. Also blieb er lieber Junggeselle und behielt sich auf diese Art und Weise seine Freiheit, ohne damit ein Herz zu brechen. Sicher mochte sich die eine oder andere Schankmaid bereits mehr zwischen ihnen erwartet haben oder zumindest darauf gehofft, aber Rowan hatte niemals Versprechungen gemacht, die er nicht gedachte zu halten - selbst wenn seine Zunge noch so locker vom Wein gewesen war - und er wollte dies in Zukunft auch beibehalten. Wer wusste schließlich wohin der Wind ihn trieb? Und in Anbetracht der Queste, auf der sie gerade waren, konnte er ja nicht einmal sagen ob er nicht in wenigen Tagen oder Wochen seine letzte Ruhestätte im Magen eines Drachen finden würde.

Als Mira ihm hinsichtlich seiner Gedanken zu erlangten Fähigkeiten zustimmte, nickte er nur schweigend. Er mochte sein Schwert mit noch so viel Präzision führen, mit seinen Pfeilen ins Schwarze treffen - es machte nicht den Mann aus, der die Schwerthand oder den Bogen besaß. Am Ende entschied man ja doch selbst, ob man den tödlichen Streich ausführte um sich selbst und andere zu schützen, oder seiner Wut und seinem Hass Ausdruck zu verleihen. Schwerter waren schon lange nicht mehr nur ein Zeichen der Ehre jener Person, der sie verliehen worden waren. Nein, sie dienten auch viel mehr als Mittel zum Zwecke sich das zu nehmen, was man wollte oder einem der eigenen Ansicht nach zustand. Rowan verachtete Menschen mit dieser Weltanschauung, auch wenn er sie in gewisser Weise verstehen konnte. Verstehen hieß in diesem Zusammenhang aber nun einmal nicht, dies auch gut zu heißen. Auch die Aussage der Rothaarigen, zu den Kämpfen und wie sie einen formten, machten den Fraser nachdenklich. War es nicht auch das, was Maebh auf die eine oder andere Art und Weise gesagt hatte? Dass man immer eine Wahl hatte und die Meinung anderer dabei keine Rolle spielte? Rowan hatte ihr bei dem Streit nicht zustimmen können, auch wenn sie im Nachhinein betrachtet wohl nicht Unrecht hatte. Was Maebh jedoch nicht verstand war, dass man als Mann zwar eine Fülle von Privilegien haben konnte, man diese aber auch nur in gewisser Weise nutzen konnte, wenn man andere Dinge ignorierte. Er hatte genug Männer gesehen, die taten wie es ihnen beliebte, weil sie so etwas wie Ehre lange abgelegt hatten. Für ihn aber war Ehrhaftigkeit etwas, wofür es sich zu leben lohnte. Etwas, das ihn leitete. Das ihn nicht um jedes Abenteuers Willen alles vergessen ließ, sondern immer auch seine Moral mit auf die Reise schickte. Ob sie ihn in der Hinsicht wohl jemals verstehen würde?

Die kleine Holzhacklektion mit Mira lenkte seine Gedanken nun aber in eine andere Richtung, ließen das Grübeln verstummen. Später, wenn die Nacht sich über das Land legen würde und er an einem Lagerfeuer Ruhe finden würde, würde das beinahe statische Rauschen von Maebhs Worten bestimmt wieder den Weg in seinen Kopf finden, aber nun hatte er die Gelegenheit sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Zufrieden konnte er beobachten, wie die junge Frau durch seine Anleitung ihren Schlag verbesserte und Stück für Stück die Axt durch das Holz des Astes trieb. Nur noch ein paar Hiebe und sie würde dieses ganz durchtrennen und somit für gutes Brennholz sorgen. Im selben Atemzug wurde Rowan auch bewusst, wie gut es tat, Wissen weiterzugeben, das Leben erhielt und nicht nur beendete, auch wenn er die jungen Söldner in seinem Trupp natürlich auch die Verteidigung gelehrt hatte. Das hier aber war etwas anderes. Er fühlte sich mehr in der Rolle des Mentors oder Lehrers, als in der eines Anführers. In letzterer sonnte er sich zwar auch hin und wieder gerne, doch es fühlte sich irgendwie richtig an, mit dem, was er der jungen Frau zeigte, auch etwas an Verantwortung abgeben zu können. Mit seiner Lektion sorgte er nicht nur dafür, dass sie eine versorgende Rolle in der Gruppe einnehmen konnte, sondern sich im Notfall auch verteidigen konnte, ohne dass er auf Schritt und Tritt ein Auge auf sie haben musste. Wahrscheinlich würde er das bei den Frauen in ihrer Truppe dennoch tun, einfach weil er ein beschützerisches Naturell besaß, aber Vorsicht war besser als Nachsicht. Er konnte schließlich nicht überall gleichzeitig sein. Und vor allem konnte man nie garantieren, dass es einen nicht selbst traf.

Ihre Worte ließen Rowan schließlich stocken. Er atmete tief durch, ließ den Duft des Waldes in seine Nasenflügel dringen und drehte den Kopf etwas zur Seite. Aus Angst, dass sich auf seinem Gesicht Emotionen abzeichnen könnten, die er nicht bereit war zu teilen, die man als Schwäche hätte ansehen können. Dann räusperte er sich und wandte sich wieder Mira zu. "Wisst Ihr... Manchmal ist es die Stille, die am lautesten im Kopf nachhallt." Er räusperte sich, nahm den Ast, der nun fast zur Gänze durchtrennt war in Augenschein. "Ich kämpfe vor allem, wenn ich es muss. Es liegt mir fern Leben zu nehmen, wenn ich diese auch schützen kann. Leider lassen sich nur nicht alle Schlachten mit Worten oder einer Partie Karten schlagen." Er seufzte. "Auch wenn mir letzteres mehr Spaß machen würde, als meine Schwerthand zu belasten." Rowan grinste schief und nahm dann die Umgebung in Augenschein. "Ich denke wir können hier nicht nur Holz, sondern auch etwas Essbares finden. Kennt Ihr euch eventuell auch mit Pilzen und Beeren aus? Dann könnte ich das Holzhacken übernehmen und Ihr sorgt dafür, dass unsere Bäuche etwas voller werden."
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Fight like a girl - von Rowan Fraser - 26-01-2026, 22:29
RE: Fight like a girl - von Mira Falren - 31-01-2026, 22:30
RE: Fight like a girl - von Rowan Fraser - 11-02-2026, 22:42
RE: Fight like a girl - von Mira Falren - 11-02-2026, 23:59
RE: Fight like a girl - von Rowan Fraser - 20-02-2026, 19:05
RE: Fight like a girl - von Mira Falren - 20-02-2026, 23:40
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RE: Fight like a girl - von Mira Falren - 23-02-2026, 21:37
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