23-03-2026, 18:55
Für einen quälend langen Moment hatte Tariq wirklich geglaubt, dass sie sich weiterhin wehren würde. Dass sie seine Hand ausschlagen und ihm erneut nur mit Widerstand entgegentreten würde. Aber sie konnte offenbar doch noch denken. Aber irgendwas an ihrem Gesichtsausdruck ließ ihn aufmerksam bleiben. Er hatte nicht den Hauch eines Zweifels daran, dass Yasirah eine gefährliche Frau war. Dass sie ihn ohne mit der Wimper zu zucken beseitigen würde, wenn das nötig war. Sie war immer noch eine Frau. Und Frauen waren verschlagen. Sie waren schön anzusehen, hatten ein hübsches Erscheinungsbild. Aber am Ende waren sie Raubtiere. Schlimmer als jeder Mann, da war Tariq sich sicher.
Denn Männer machten wenigstens keinen Hehl aus ihrer Missgunst. Frauen hingegen... Frauen konnten einem freundlich ins Gesicht lächeln. Sie gaben einem Zuwendung und Aufmerksamkeit und im Hintergrund planten sie bereits das Ableben des lästigen Mannes. Warum auch immer Yasirah bei Ridvan geblieben war... er verstand es nicht.
Er verstand auch nicht, warum sie sich nicht für das interessierte, was mit ihrem Volk passiert war. Wie konnte man so ignorant sein, dass man einen Scheiß auf das gab, was die Menschen bewegte, die im eigenen Land lebten? Wie ging sich das auf?
Er zog sie sanft auf die Beine und unter der Maske lächelte der Schwarzhaarige freundlich, eine Geste, die sie maximal am Neigen seines Kopfes erkennen konnte. Dann führte er sie aus der Zelle nach draußen die Treppen hinauf. Stockwerk um Stockwerk, bis sie ganz oben angekommen waren. Der Raum, in den er sie führte, hatte nur eine Tür. Und vor der standen Wachen. Drinnen warteten bereits zwei Mädchen, vielleicht hatten sie gerade fünfzehn Sommer gezählt. Sie waren rein für Yasirahs Wohlbefinden abgestellt worden. Aber man durfte dem, was man sah, nicht trauen. Gleichzeitig hatten sie die Anweisung, die Königin im Blick zu behalten.
Beide Mädchen waren außerdem sehr gut darin, Ziele auszuschalten. Er hatte sie immerhin selbst ausgebildet.
«Ist es nicht viel besser, Yasirah? Dieses Zimmer? Ein Hauch Freiheit? Wir müssen uns nicht darüber unterhalten», fuhr er fort, «dass du diesen Ort freilich nicht ohne meine Zustimmung verlassen wirst. Wir haben Großes mit dir vor. Du wirst dich ... ganz sicher neu erfinden», schloss er seinen Gedankengang. «Bis dahin sind das deine Dienerinnen. Sie werden dir jeden Wunsch erfüllen abseits derer, die sie dir nicht erfüllen dürfen. Du erhältst Mahlzeiten so oft du möchtest, darfst baden, Sonnenschein genießen und hast Kleidung sowie Möglichkeiten zur Hygiene und zur körperlichen Erleichterung. Dir wird es an nichts fehlen. Auf Bald», er verbeugte sich, nur leicht.
Denn Männer machten wenigstens keinen Hehl aus ihrer Missgunst. Frauen hingegen... Frauen konnten einem freundlich ins Gesicht lächeln. Sie gaben einem Zuwendung und Aufmerksamkeit und im Hintergrund planten sie bereits das Ableben des lästigen Mannes. Warum auch immer Yasirah bei Ridvan geblieben war... er verstand es nicht.
Er verstand auch nicht, warum sie sich nicht für das interessierte, was mit ihrem Volk passiert war. Wie konnte man so ignorant sein, dass man einen Scheiß auf das gab, was die Menschen bewegte, die im eigenen Land lebten? Wie ging sich das auf?
Er zog sie sanft auf die Beine und unter der Maske lächelte der Schwarzhaarige freundlich, eine Geste, die sie maximal am Neigen seines Kopfes erkennen konnte. Dann führte er sie aus der Zelle nach draußen die Treppen hinauf. Stockwerk um Stockwerk, bis sie ganz oben angekommen waren. Der Raum, in den er sie führte, hatte nur eine Tür. Und vor der standen Wachen. Drinnen warteten bereits zwei Mädchen, vielleicht hatten sie gerade fünfzehn Sommer gezählt. Sie waren rein für Yasirahs Wohlbefinden abgestellt worden. Aber man durfte dem, was man sah, nicht trauen. Gleichzeitig hatten sie die Anweisung, die Königin im Blick zu behalten.
Beide Mädchen waren außerdem sehr gut darin, Ziele auszuschalten. Er hatte sie immerhin selbst ausgebildet.
«Ist es nicht viel besser, Yasirah? Dieses Zimmer? Ein Hauch Freiheit? Wir müssen uns nicht darüber unterhalten», fuhr er fort, «dass du diesen Ort freilich nicht ohne meine Zustimmung verlassen wirst. Wir haben Großes mit dir vor. Du wirst dich ... ganz sicher neu erfinden», schloss er seinen Gedankengang. «Bis dahin sind das deine Dienerinnen. Sie werden dir jeden Wunsch erfüllen abseits derer, die sie dir nicht erfüllen dürfen. Du erhältst Mahlzeiten so oft du möchtest, darfst baden, Sonnenschein genießen und hast Kleidung sowie Möglichkeiten zur Hygiene und zur körperlichen Erleichterung. Dir wird es an nichts fehlen. Auf Bald», er verbeugte sich, nur leicht.