28-03-2026, 00:51 - Wörter:
Der Kragen seines Hemdes kratzte Ein Umstand, den es normalerweise zu beheben galt, war es doch etwas, das ihn unweigerlich stören würde. Doch hier und jetzt und mit dem Blick auf das, was noch vor ihm lag, war es etwas, das es unweigerlich zu ignorieren galt. Selbst dann, wenn es als störend empfunden wurde. Er hatte schon viel Schlimmeres überstanden als einen kratzenden Kragen, unabhängig davon, dass allein der Umstand, dass er heute die festliche Kleidung angezogen hatte, etwas war, was zu Missbilligung geführt hatte … Daran hatte auch nicht einmal die Tatsache etwas geändert, dass er laut Maebh sehr gut darin aussah und es ihm einen Kuss eingebracht hatte. Nur ein kleiner Trost, wenn er sich doch schrecklich aufgezogen fühlte … Er war kein Mann der prunkvollen Dinge, dies war er noch nie gewesen und er würde es wohl auch niemals sein … Auch wenn er in seiner Position als Herr der Feste dies nicht vollkommen von der Hand weisen konnte, dass er eine gewisse Wirkung nach außen zu tragen hatte. Unweigerlich und an diesem heutigen Tag noch viel mehr als an den anderen, denn heute galt es, einen Bund zwischen zwei Familien zu schließen … zwischen zwei jungen Menschen, und einer von ihnen war sein Sohn. Sein Sohn, der ihm die ganze Zeit seines Lebens ein Stirnrunzeln der Sorge auf die Stirn getrieben hatte, seitdem er ihn das erste Mal in den Armen gehalten und die Gewissheit ihn erfüllt hatte, dass sein Leben niemals das sein würde, was er selbst für ihn vorgesehen, was er ihm selbst gewünscht hatte, sondern eines voller Prüfungen und voller Hürden. Und mögen seit diesem, jenem Tag auch fünfundzwanzig Jahre vergangen sein. Fünfundzwanzig Winter. Fünfundzwanzig Sommer dahingezogen sein, so war die Sorge geblieben … und sie würde wohl auch immer bleiben, weil immer ein Zweifel bleiben würde … ganz gleich, wie klein und unbedeutend er auch immer sein mochte, er würde bleiben … stetig und immer.
Sein Vorhaben, mit seinem Sohn zu sprechen … über das, was bei dem gemeinsamen Abendessen mit Maebh, ihm und Murín geschehen war, über die Worte, die er ausgesprochen hatte, und Worte zu finden, die den Beginn dieser Ehe in ein besseres Licht rücken würden … sei es auch nur ein Versuch, seine Entscheidung dahingehend Cathal darzulegen mit den Worten von Maebh. In diesem Sinn war er auf dem Weg zu Cathal gewesen. Nicht gerechnet hatte er mit dem Anblick von Maebh, die ihm entgegengekommen war, mit wehenden Röcken und einer Falte der Sorge zwischen den Augen. Ihr Gespräch war kurz gewesen, erfreulich und zum anderen ebenso sorgenbereitend Sie und Cathal hatten gesprochen, es war gut verlaufen und der bestätigende Druck ihrer Hand auf seinem Arm, das kleine Lächeln auf ihren Lippen hatte ihn schweigend nicken lassen. Doch die weiteren Worte, dass Murín erkrankt sei … ließen ihn erneut die Stirn in Falten legen. Sie würde nach ihr sehen, ihm berichten … vielleicht ginge es wieder vorbei. Ja, vielleicht.
Vor der Tür des Zimmers seines Sohnes hielt er inne, mehr als einen Herzschlag … mehr als einen Moment, während er auf die dunkle Maserung der Tür blickte und sich das Gespräch mit Maebh ins Gedächtnis rief, diesen Abend vor drei vorangegangenen Tagen. Es hatte etwas in ihm wachgerüttelt, ihm die Augen geöffnet … unweigerlich und vielleicht würde dies helfen … zumindest ein wenig. Er hob die Hand und schlug die Fingerknöchel der rechten Hand gegen das dunkle Holz. Einmal. Zweimal. Er wartete, bis ihm eine Bestätigung vom Inneren durch das Holz der Tür entgegenkam, bevor er die Klinke herunterdrückte und den Raum betrat. Sein Blick richtete sich auf seinen Sohn und sein Anblick in der festlichen Kleidung ließ sein Herz schwer werden. Er hatte schon vom Tag seiner Geburt an gewusst, dass dies irgendwann geschehen würde … aber nichts hatte ihn auf den Anblick vorbereitet und es ließ ihn unweigerlich an Áinfean denken … Der Gedanke schmerzte wie immer, aber bei weitem nicht mehr so sehr wie früher und es ließ ihn die Stimme erheben. „Du siehst du aus", stellte Eanruig fest und ein kleines Lächeln ließ dabei seinen Mundwinkel verziehen, während sein Blick über die Gestalt seines Sohnes schweifte. „Ich … wollte mit dir sprechen … über das, was beim Abendessen geschah, zwischen dir und Murín … aber ich weiß nicht, ob es noch angebracht ist … wenn mir Maebh doch sagte, dass ihr bereits gesprochen habt?" sprach er schließlich aus und verschränkte die Hände hinter dem Rücken, in einer für ihn gewohnten Geste, während sein Blick auf dem Gesicht seines Sohnes ruhte, das fast immer den gleichen verschlossenen Ausdruck trug, den er von dem seinen so gut kannte.
Sein Vorhaben, mit seinem Sohn zu sprechen … über das, was bei dem gemeinsamen Abendessen mit Maebh, ihm und Murín geschehen war, über die Worte, die er ausgesprochen hatte, und Worte zu finden, die den Beginn dieser Ehe in ein besseres Licht rücken würden … sei es auch nur ein Versuch, seine Entscheidung dahingehend Cathal darzulegen mit den Worten von Maebh. In diesem Sinn war er auf dem Weg zu Cathal gewesen. Nicht gerechnet hatte er mit dem Anblick von Maebh, die ihm entgegengekommen war, mit wehenden Röcken und einer Falte der Sorge zwischen den Augen. Ihr Gespräch war kurz gewesen, erfreulich und zum anderen ebenso sorgenbereitend Sie und Cathal hatten gesprochen, es war gut verlaufen und der bestätigende Druck ihrer Hand auf seinem Arm, das kleine Lächeln auf ihren Lippen hatte ihn schweigend nicken lassen. Doch die weiteren Worte, dass Murín erkrankt sei … ließen ihn erneut die Stirn in Falten legen. Sie würde nach ihr sehen, ihm berichten … vielleicht ginge es wieder vorbei. Ja, vielleicht.
Vor der Tür des Zimmers seines Sohnes hielt er inne, mehr als einen Herzschlag … mehr als einen Moment, während er auf die dunkle Maserung der Tür blickte und sich das Gespräch mit Maebh ins Gedächtnis rief, diesen Abend vor drei vorangegangenen Tagen. Es hatte etwas in ihm wachgerüttelt, ihm die Augen geöffnet … unweigerlich und vielleicht würde dies helfen … zumindest ein wenig. Er hob die Hand und schlug die Fingerknöchel der rechten Hand gegen das dunkle Holz. Einmal. Zweimal. Er wartete, bis ihm eine Bestätigung vom Inneren durch das Holz der Tür entgegenkam, bevor er die Klinke herunterdrückte und den Raum betrat. Sein Blick richtete sich auf seinen Sohn und sein Anblick in der festlichen Kleidung ließ sein Herz schwer werden. Er hatte schon vom Tag seiner Geburt an gewusst, dass dies irgendwann geschehen würde … aber nichts hatte ihn auf den Anblick vorbereitet und es ließ ihn unweigerlich an Áinfean denken … Der Gedanke schmerzte wie immer, aber bei weitem nicht mehr so sehr wie früher und es ließ ihn die Stimme erheben. „Du siehst du aus", stellte Eanruig fest und ein kleines Lächeln ließ dabei seinen Mundwinkel verziehen, während sein Blick über die Gestalt seines Sohnes schweifte. „Ich … wollte mit dir sprechen … über das, was beim Abendessen geschah, zwischen dir und Murín … aber ich weiß nicht, ob es noch angebracht ist … wenn mir Maebh doch sagte, dass ihr bereits gesprochen habt?" sprach er schließlich aus und verschränkte die Hände hinter dem Rücken, in einer für ihn gewohnten Geste, während sein Blick auf dem Gesicht seines Sohnes ruhte, das fast immer den gleichen verschlossenen Ausdruck trug, den er von dem seinen so gut kannte.
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