12-04-2026, 16:43 - Wörter:
Cathal hatte noch einen Moment gestanden und der Stille des Raums gelauscht. Das Gespräch mit Maebh hatte etwas in ihm verrückt, als hätten ihre Worte tatsächlich etwas in ihm erreicht. Ein Umstand, den er beinahe fragwürdig fand, wo er sich doch alle Mühe gegeben hatte, sie ab dem Zeitpunkt seiner "Entthronung" dafür verantwortlich zu machen. Dass das nun nicht mehr so ganz funktionierte, ließ ihn innehalten. Er war sicher kein naiver Bursche, der jedem Wort leicht Glauben schenkte, aber Maebh hatte ihm für den Moment keine Möglichkeit geboten, an dem Wahrheitsgehalt ihrer Worte zu zweifeln. Er würde es also beobachten und ihr ebenso eine Chance einräumen, wie er es bei seiner Verlobten tun würde. Uneinsichtigkeit stand ihm letztlich nicht zu Gesicht.
Cathal fuhr sich mit der Hand durch das Gesicht, schüttelte leicht den Kopf und ließ sich auf eben jenen Stuhl wieder sinken, in den Maebh ihn vorhin noch gesetzt hatte. Seine Finger tasteten über das grobe Holz und er konnte den Gedanken und die Frage nicht ganz unterdrücken, was nun mit seiner Verlobten war. Wie es ihr ging und ob die Hochzeit letztlich doch nicht stattfinden sollte. Er erwischte sich bei dem Gedanken, dass es ihn nicht weiter stören würde. Zum einen, weil er dann noch die Gelegenheit bekam, seine Verlobte näher kennenzulernen, zum anderen, weil er diesen ganzen Zirkus sowieso schwachsinnig fand. Auch wenn er nötig war. Das war Cathal ja schon die ganze Zeit bewusst gewesen.
Ein Klopfen riss den jungen Fürstensohn aus seinen Gedanken und einem Reflex folgend, der eigentlich nicht in ihm verankert sein sollte, hob er leicht den Blick in Richtung des Geräuschs.
Cathal erhob sich wieder, ließ seine Schultern kreisen, die Arme locker an seinen Seiten.
Dass sein Vater mit ihm über sein Verhalten beim Abendessen sprechen wollte, ließ den Fürstensohn innerlich seufzen - aber er würde vermutlich als Vater nicht anders handeln.
Cathal fuhr sich mit der Hand durch das Gesicht, schüttelte leicht den Kopf und ließ sich auf eben jenen Stuhl wieder sinken, in den Maebh ihn vorhin noch gesetzt hatte. Seine Finger tasteten über das grobe Holz und er konnte den Gedanken und die Frage nicht ganz unterdrücken, was nun mit seiner Verlobten war. Wie es ihr ging und ob die Hochzeit letztlich doch nicht stattfinden sollte. Er erwischte sich bei dem Gedanken, dass es ihn nicht weiter stören würde. Zum einen, weil er dann noch die Gelegenheit bekam, seine Verlobte näher kennenzulernen, zum anderen, weil er diesen ganzen Zirkus sowieso schwachsinnig fand. Auch wenn er nötig war. Das war Cathal ja schon die ganze Zeit bewusst gewesen.
Ein Klopfen riss den jungen Fürstensohn aus seinen Gedanken und einem Reflex folgend, der eigentlich nicht in ihm verankert sein sollte, hob er leicht den Blick in Richtung des Geräuschs.
“Komm herein.”
, sagte er ruhig, anhand der Art des Klopfens schon erkennend, dass es sich dabei vermutlich um seinen Vater handelte. Der Takt der Schritte, das Geräusch des leisen Atems - alles sprach für seinen Vater. Cathal erhob sich wieder, ließ seine Schultern kreisen, die Arme locker an seinen Seiten.
“Wenn ich das heute noch einmal höre, glaube ich es vielleicht auch.”
, erwiderte er auf die Begrüßung von Eanruíg trocken, aber mit einer leisen Spur Humor inne. Maebh hatte sein Aussehen auch schon gelobt. Doch seine Familie würde es vermutlich auch sagen, wenn er aussehen würde wie ein gemeiner Höhlentroll - weshalb er vermutlich das Urteil seiner Verlobten, die unweigerlich den Rest ihres Lebens mit ihm verbringen musste und die eine begnadet ehrliche Zunge zu besessen schien, würde abwarten müssen. Dass sein Vater mit ihm über sein Verhalten beim Abendessen sprechen wollte, ließ den Fürstensohn innerlich seufzen - aber er würde vermutlich als Vater nicht anders handeln.
“Wir haben darüber gesprochen.”
, für einen Moment wirkte seine Stimme kühl, fast abweisend. “Aber ich versichere auch dir gerne, dass ich mich noch am selben Abend für mein Verhalten entschuldigt habe.”
, er nickte, die Stimme etwas wärmer, wenn auch nicht viel. Er musste an Maebhs Worte denken, dass sein Vater ihn immer nur hatte schützen wollen. Worte, die einen leisen Widerwillen in Cathal auslösten. “Sie im Übrigen auch.”
, fuhr er fort und bemerkte etwas genervt, dass sich dabei einer seiner Mundwinkel zu einem halben Lächeln verzog. “War wohl alles etwas… emotional.”
, durchaus. Er. Sie. Die Situation. “Weißt du, wie es ihr geht?”
, fragte er nun seinen Vater und fuhr mit der Hand über das frisch rasierte Kinn. Hörte er selbst so etwas wie Sorge in seiner Stimme? Vielleicht. Oder eher. Empörender Weise ja.
![[Bild: Cathal_Signatur_01.png]](https://into-oblivion.de/grafiken/RPG/facingthestorm/Cathal_Signatur_01.png)

