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The sky was fallin′ like a comet
10.10.1016 - 19:00
Speisesaal der Frasers | Festung auf Kenmara

Cathal & Muirín | 10.10.1016 ndV | abends
Make me lose my breath
Muirín Henaghen
Herbstland - Admin
Alter 23
Beruf Prinzessin
Wohnort Ishcateslieve, Farynn
Stand Verlobt
User Nessi
#17
Mit der Liaison mit Cathal Fraser veränderte sich plötzlich ihre ganze Welt. Eine Heirat hatte vermutlich auf jedes Leben einen solchen Einfluss, doch es war nicht nur ihr Leben, das sich von nun an ändern würde, sondern ihr ganzes Sein. Sie konnte es spüren. Sie konnte jetzt schon wahrnehmen, wie sie die Welt anders ansah. Wie sie ihren zukünftigen Mann ansah, weil sie wusste, dass er es nicht tun konnte. Dass er nicht sehen konnte. Nicht so, wie andere Menschen jedenfalls. Dabei nahm er so viel mehr wahr, als es alle anderen Menschen in ihrem Umfeld je getan hatten. Sie sahen, aber sie sahen oft nicht hin. Sie hörten, aber sie hörten oft nicht zu. Bei dem Fraser war alles anders. Er musste hören, um sehen zu können. Durch die Tatsache, dass ihm ein ganzer Sinn fehlte, waren seine anderen Sinne noch feiner ausgeprägt und Muirín kam nicht umhin ihn dafür zu bewundern, wie er mit seiner Einschränkung umging. Es fühlte sich so an, als wäre ihr all' das ihr Leben lang entgangen. Das richtige Hinsehen. Das Zuhören. Ihr war immer nur ihr eigenes Wohl wichtig, ihr eigener Kopf, mit dem sie wie wild durch die Wand wollte. Sie war das Leben einer Prinzessin gewohnt, eine ruhige und abgeschottete Umgebung, einen Fürstensitz, der ihrer Familie mehr als gerecht wurde und ein Vater, der sie überraschend lang gewähren ließ. Sie war verwöhnt, das wusste sie jetzt. Mehr als das sogar. Sie war so verwöhnt, dass es ihr beinahe unerträglich unangenehm vorkam.

Als sie gemeinsam über die Farbe ihrer Haare sprachen, stahl sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Ihre Haare sahen zwar weder aus wie die Sonne, noch wie das Feuer, aber ihr gefiel das Bild, das damit einher ging. Und sie fragte sich, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn er mit seinen Händen durch die lange Mähne der Prinzessin fahren würde, um sie zu ertasten. Ihre Haare waren weich und samtig, darauf legte sie sehr viel Wert. Es würde zwar nichts daran ändern, dass er ihre Farbe nicht sehen konnte, aber die Henaghen konnte spüren, wie ihre Abneigung gegen diesen Mann von Minute zu Minute weniger wurde. Im ersten Augenblick war es vielleicht das Mitleid gewesen, das ihre Wut verrauchen ließ, doch die Tatsache, dass sie sich völlig unbeobachtet in seiner Nähe fühlte und dadurch automatisch mit ganz anderen Gedankengängen konfrontiert wurde, als es bisher immer der Fall gewesen war, ließ sie schneller eine Änderung feststellen, als ihr eigentlich lieb war. Auf dem Weg hier hin, während sie in der Kutsche vor sich hin gebrütet hat, war sie nämlich noch der festen Überzeugung gewesen, dass sie ihrem Gemahl das Leben zur Hölle machen würde. Einfach aus Prinzip. Doch je länger sie Zeit im Anwesen der Frasers verbrachte, desto gewahrer wurde sie der Tatsache, dass sie das alle gar nicht verdient hatten.

"
Ich musste mich nie vor irgendetwas verstecken, nein
", antwortete sie leise und schwelgte für einen Moment in ihren Erinnerungen, ehe sie weiter sprach. "
Aber so sehr ich die Gesellschaft beizeiten zu schätzen wusste, so sehr habe ich mich auch immer wieder nach der Ruhe gesehnt, die mich alleine mit meinen Gedanken sein ließ. Die Erwartungen, die vor allem mein Vater immer an mich hatte, haben mich zeit meines Lebens so sehr gestört, dass ich manchmal das Gefühl hatte, davon erdrückt zu werden. Bis zuletzt. Bis er mich in die Kutsche gesetzt und die Tür zugeschlagen hat
", erzählte sie ihm ungewohnt offen und beobachtete ihn dabei, wie er seine Hand an die Steinmauer legte. Noch immer hatte die Rothaarige sich in seinem Arm eingehakt und ließ sich von ihm über den kleinen Spazierweg führen, wobei sie immer aufmerksam einen Blick nach unten gerichtet hatte, um ihn im Zweifel vor größeren Steinen oder Rissen warnen zu können.
"
Das könnte ganz schön gefährlich für Euch werden
", stellte sie fest und erschauderte leicht. Sie wollte sich nicht vorstellen, wie es sein musste, vollständig die Orientierung zu verlieren. "
Aber wenn ihr mit mir gemeinsam schwimmen geht, dann bin ich sehr gerne die Orientierung für Euch
", bot sie ihm lächelnd an und freute sich schon auf einen Ausritt zum Strand. "
Ich fürchte, dass ich das Reiten nur in seinen Grundzügen beherrsche
", gab sie zerknirscht zu und hoffte, dass das kein Problem darstellen würde. "
Aber das Angebot mit dem Strand werde ich auf jeden Fall annehmen. Aber fürs Klettern bin ich nicht gemacht. Und meine Kleider ebenfalls nicht
", stellte sie fest und sah an sich herunter. Der Wind zerrte unerbittlich an ihren Kleidern und peitschte ihre Haare hin und her. "
Zeigt Ihr mir Euren Lieblingsort?
", fragte sie vorsichtig und hoffte, damit keine Grenze zu überschreiten.
[Bild: thxYbZu.png]
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RE: The sky was fallin′ like a comet - von Muirín Henaghen - 17-04-2026, 19:45

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