18-04-2026, 12:16 - Wörter:
Cathal mochte es vielleicht nicht glauben, aber Eanruig wusste, was er sah, wenn er den jungen Mann anblickte, zu dem sein Sohn geworden war, und dieser war mit einer ansehnlichen Gestalt gesegnet worden und wie dieser sogleich schlussfolgerte, zum Glück nicht mit seiner eigenen schon früh schwindenden Haarpracht. So konnte er nicht umhin, ein leichtes Schnauben auszustoßen, das von einem Anflug an Humor durchdrungen war, während seine Lippen erneut unter einem seichten Lächeln zuckten. „Dahingegen kannst du nur froh sein, glaub mir … Es fiel mir nicht einfach, mir den Kopf bereits mit kaum dreißig Sommern kahl zu scheren, aber … es ist einfacher, als stetig dabei zuzusehen, wie sie schwinden", erklärte er und wahrlich, wie hatte sich Áinfean nicht einst über ihn amüsiert, als er dabei hatte zusehen müssen, wie sein einst dunkles Haar mit jedem weiter verstreichenden neuen Sommer weniger geworden war. Am Ende war es wohl ein aussichtsloses Unterfangen gewesen und der Entschluss war schlussendlich schnell gefasst worden und seitdem war er dabei geblieben. Wobei der heutige Stand kaum noch nennenswert schien, war ihm das Haupthaar doch mittlerweile fast vollständig ausgefallen. Er hoffte, dass auch Aedán davon verschontbleiben würde und dahingegen nach Maebh kommen würde, so wie Cathal einst nach Áinfean geschlagen war.
Eanruig indes war bewusst gewesen, dass Cathal irgendwann diese Frage stellen würde. Die Frage des Warums, und wahrlich, hatte er diese seinem Vater ebenso gestellt, damals, als ihm unterbreitet worden war, dass er zu heiraten hatte und dass eine Verlobung bereits beschlossen worden war. Damals mit Áinfean, einem Mädchen aus dem XX. Für einen Moment schwieg Eanruig, die Hände weiterhin hinter dem Rücken verschränkt haltend, aufrecht dastehend und den Blick fest auf seinen ältesten Sohn gerichtet, bevor er schließlich das Wort ergriff. „Ich teile eine lange Freundschaft mit Muírins Vater. Dies … war einer der Gründe, ein weiterer meine Bemühungen und der, der meine Entscheidung schließlich besiegelte", erklärte er und wusste doch, dass es Cathal nicht vollkommen zufriedenstellen würde, denn am Ende bot diese Hochzeit keinerlei politischen Vorteil für die Familie, weder positiv noch negativ. „Manchmal … da müssen Ehen nicht nur auf politischem Vorteil beruhen, manchmal gibt es auch andere Gründe und ich denke … trotz der Probleme am Anfang wird Muirín unserer Familie guttun." Denn wirklich einfach war es nicht gewesen, eine Braut für seinen Sohn zu finden, denn mit Wissen darum, dass Cathal mit dem goldenen Blick geboren worden war. Es war nicht so, dass Tiarnan der Erste gewesen wäre, den er gefragt hätte, nein, wahrlich nicht. Eanruig hatte Cathal zwar auch dahingehend beschützen wollen, war sich aber stets auch seiner und der damaligen Position seines Sohnes bewusst gewesen und somit hatte er auch Briefe an andere Häuser, andere Adelsfamilien angesetzt, aber diese hatten stets abgelehnt. „Meine Ehe mit Maebh ist auch nicht auf politischen Ränkespielen oder Vorteilen für uns entschieden worden. Sie entstand aufgrund einer Schuld gegenüber ihrem Vater … und wie du weißt, ein Fraser begleicht stets seine Schuld, ganz gleich um welchen Preis, und in diesem Fall … war der Preis eine Ehe", erklärte Eanruig ruhig und mit gefasster Stimme und äußerte dahingegen wohl das erste Mal offen gegenüber seinem Sohn die Gründe dieser Ehe mit der jüngeren dunkelhaarigen Frau, die in ihm unweigerlich so viel mehr erweckte, als er jemals geglaubt hatte zu fühlen.
„Sie wird uns berichten … und ganz gleich, was es sein wird, wichtig ist, dass es Muirín gut geht. Der Rest … der wird zu klären sein", stimmte der Ältere der beiden Fraser-Männer seinem Sohn zu, bevor er aber unweigerlich leicht schmunzeln musste. „Und wenn … dann sollen sie es sein. Du weißt, dass mich die Meinung der anderen nie gekümmert hat. Dann sollen sie sich empören und schlechte Worte reden, aber am Ende wird es eine Entscheidung sein, die unumkehrbar ist … und vielleicht wäre es sogar gut …", erklärte er und blickte Cathal an. „Es würde euch beiden mehr Zeit geben, dir und Muirín, euch näher kennenzulernen, bevor ihr einen Bund für ein gemeinsames Leben schließt …" und dieser Bund vielleicht auf Unverständnis, Missfallen und schlimmer noch auf Ablehnung begründet wurde.
Eanruig indes war bewusst gewesen, dass Cathal irgendwann diese Frage stellen würde. Die Frage des Warums, und wahrlich, hatte er diese seinem Vater ebenso gestellt, damals, als ihm unterbreitet worden war, dass er zu heiraten hatte und dass eine Verlobung bereits beschlossen worden war. Damals mit Áinfean, einem Mädchen aus dem XX. Für einen Moment schwieg Eanruig, die Hände weiterhin hinter dem Rücken verschränkt haltend, aufrecht dastehend und den Blick fest auf seinen ältesten Sohn gerichtet, bevor er schließlich das Wort ergriff. „Ich teile eine lange Freundschaft mit Muírins Vater. Dies … war einer der Gründe, ein weiterer meine Bemühungen und der, der meine Entscheidung schließlich besiegelte", erklärte er und wusste doch, dass es Cathal nicht vollkommen zufriedenstellen würde, denn am Ende bot diese Hochzeit keinerlei politischen Vorteil für die Familie, weder positiv noch negativ. „Manchmal … da müssen Ehen nicht nur auf politischem Vorteil beruhen, manchmal gibt es auch andere Gründe und ich denke … trotz der Probleme am Anfang wird Muirín unserer Familie guttun." Denn wirklich einfach war es nicht gewesen, eine Braut für seinen Sohn zu finden, denn mit Wissen darum, dass Cathal mit dem goldenen Blick geboren worden war. Es war nicht so, dass Tiarnan der Erste gewesen wäre, den er gefragt hätte, nein, wahrlich nicht. Eanruig hatte Cathal zwar auch dahingehend beschützen wollen, war sich aber stets auch seiner und der damaligen Position seines Sohnes bewusst gewesen und somit hatte er auch Briefe an andere Häuser, andere Adelsfamilien angesetzt, aber diese hatten stets abgelehnt. „Meine Ehe mit Maebh ist auch nicht auf politischen Ränkespielen oder Vorteilen für uns entschieden worden. Sie entstand aufgrund einer Schuld gegenüber ihrem Vater … und wie du weißt, ein Fraser begleicht stets seine Schuld, ganz gleich um welchen Preis, und in diesem Fall … war der Preis eine Ehe", erklärte Eanruig ruhig und mit gefasster Stimme und äußerte dahingegen wohl das erste Mal offen gegenüber seinem Sohn die Gründe dieser Ehe mit der jüngeren dunkelhaarigen Frau, die in ihm unweigerlich so viel mehr erweckte, als er jemals geglaubt hatte zu fühlen.
„Sie wird uns berichten … und ganz gleich, was es sein wird, wichtig ist, dass es Muirín gut geht. Der Rest … der wird zu klären sein", stimmte der Ältere der beiden Fraser-Männer seinem Sohn zu, bevor er aber unweigerlich leicht schmunzeln musste. „Und wenn … dann sollen sie es sein. Du weißt, dass mich die Meinung der anderen nie gekümmert hat. Dann sollen sie sich empören und schlechte Worte reden, aber am Ende wird es eine Entscheidung sein, die unumkehrbar ist … und vielleicht wäre es sogar gut …", erklärte er und blickte Cathal an. „Es würde euch beiden mehr Zeit geben, dir und Muirín, euch näher kennenzulernen, bevor ihr einen Bund für ein gemeinsames Leben schließt …" und dieser Bund vielleicht auf Unverständnis, Missfallen und schlimmer noch auf Ablehnung begründet wurde.
![[Bild: Signatur.png]](https://i.ibb.co/dwgxVVGW/Signatur.png)

