27-04-2026, 14:17 - Wörter:
Dass ein Mann sie beäugte, war nichts Neues für sie; wenn überhaupt, dann waren Männer in diesem Bereich absolut leicht zu durchschauen und auch leicht zu lenken, wenn Aurelia es denn darauf abzielen würde. Eine nackte Schulter hier, ein angenehmer Duft dort, der leicht anschmiegende Stoff um die Hüfte, der ihre Kurven so zur Schau stellte, dass es Fantasien anregte. Sicher hatte sie mit genug Männern zu tun, die ihr Bestätigung dafür gaben, was sie aus sich machte, wenn sie Lust danach verspürte.
Und Nadir war keine Ausnahme. Im Gegenteil, vom ersten Moment an war er offen mit seiner Anziehung umgegangen und hatte ihr deutlich gemacht, was er von ihr wollte. Dass er sie allerdings nicht drängte und auch sonst eine Abfuhr würde ertragen können, war doch eine angenehme Abwechslung. So angenehm, dass Aurelia sich bereitwillig auf die Wange küssen ließ und sich mit einer Hand an seiner Schulter abstützte, um die Nähe zuzulassen und nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen.
Den Arm bereitwillig annehmend, reagierte sie den ganzen Weg über nicht auf den Blick, der offensichtlich die Form ihres Dekolletees streifte, auch wenn sie mit dem Tuch dafür gesorgt hatte, die wichtigen Stellen zu bedecken. Gleichzeitig ließ sie die Nähe zu, nur einen Hauch zu unschicklich für einen Mann und seine Begleitung, deren Finger wie beiläufig über den Stoff seines gebundenen Mantels streiften. Auf die Frage hingegen reagierte sie, ohne ihn abzuschneiden oder schnippisch zu werden. Schließlich wollte auch sie reden - wenn auch nicht unbedingt hier auf den ruhigen Straßen, wo theoretisch jeder ihr Wort aufschnappen und sie als Wirtstochter am Arm eines fremden Mannes erkennen konnte.
Und Nadir war keine Ausnahme. Im Gegenteil, vom ersten Moment an war er offen mit seiner Anziehung umgegangen und hatte ihr deutlich gemacht, was er von ihr wollte. Dass er sie allerdings nicht drängte und auch sonst eine Abfuhr würde ertragen können, war doch eine angenehme Abwechslung. So angenehm, dass Aurelia sich bereitwillig auf die Wange küssen ließ und sich mit einer Hand an seiner Schulter abstützte, um die Nähe zuzulassen und nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen.
“Hm, bildet Euch nichts drauf ein”
, erwiderte sie hingegen recht direkt und unbeeindruckt. Es hatte schon Männer gegeben, für die hatte sie sich stundenlang fertig gemacht; die Zeit, die sie schnell gebraucht hatte, um sich präsentabel für die Nacht zu kleiden, hätte sie genauso gut mit Eiersammeln im Hühnerstall der Nachbarn verbringen können. Dennoch war sie nicht mit leeren Händen gekommen. Sie hatte sich Mühe gegeben und auch, wenn ihre Worte nicht ganz so eindeutig waren, gefiel ihr doch, wie er ihr mit ebenbürtiger Mühe begegnete. Wein, ein Zimmer, da hatte sich jemand also Gedanken gemacht und Geld für sie ausgegeben. Wenn man das als Frau nicht gern hörte…“Ein Bad, ja?”
, ließ sie die Frage absichtlich unvollendet, fast ein wenig verspielt, als hätte sie sich noch nicht ganz entschieden, ob sie dem extra Zubehör zugeneigt war oder es als zu viel abtat. In Wahrheit genoss sie immer ein warmes Bad, aber alleine, wenn sie sich zurücklehnen und mit den duftenden Dämpfen entspannen konnte. Kein Grund, Nadir auf mehr hoffen zu lassen, als die Nacht ihm tatsächlich bieten würde. Den Arm bereitwillig annehmend, reagierte sie den ganzen Weg über nicht auf den Blick, der offensichtlich die Form ihres Dekolletees streifte, auch wenn sie mit dem Tuch dafür gesorgt hatte, die wichtigen Stellen zu bedecken. Gleichzeitig ließ sie die Nähe zu, nur einen Hauch zu unschicklich für einen Mann und seine Begleitung, deren Finger wie beiläufig über den Stoff seines gebundenen Mantels streiften. Auf die Frage hingegen reagierte sie, ohne ihn abzuschneiden oder schnippisch zu werden. Schließlich wollte auch sie reden - wenn auch nicht unbedingt hier auf den ruhigen Straßen, wo theoretisch jeder ihr Wort aufschnappen und sie als Wirtstochter am Arm eines fremden Mannes erkennen konnte.
“Das Übliche. Wir haben Glück, dass das Geschäft nach der Hochzeit noch so flüssig läuft. Schließlich haben wir in der Nacht alle ein wenig über den Becherrand geguckt”
, plauderte Aurelia ein wenig drauf los und merkte kaum, wie sich einer ihrer Mundwinkel in die Höhe zog, begleitet von einem angenehmen Kribbeln im Unterleib. Oh, sie hatte ihre ganz eigenen Geschichten von der Nacht zu erzählen…“Wie habt Ihr die Festlichkeiten verbracht?”
Aurelias Blick war immer noch auf die Straße vor ihnen gerichtet, huschte sogar kurz in eine der Gassen, die sie kreuzten, doch ihre Neugierde lag bei Nadir. Eventuell verriet sie absichtlich nicht, wie das einfache Volk die Hochzeit gefeiert hatte. Sie würde gerne aus seinem Mund hören, welchen Bräuchen er gefrönt hatte; schließlich verriet man seine eigene Identität am besten, wenn man die Gepflogenheiten seiner Schein-Identität nicht kannte.

