Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


Von Vätern und Söhnen und Worten
18.10.1016 - 09:00
Zimmer von Cathal, Festung Kenmara

Herbstland
Cathal Fraser
Herbstland
Alter 25
Beruf Prinz von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verlobt
User Natsch
#8
Eine Schuld aus Kindertagen. Aber Cathal verstand den Sinn seines Vaters dahinter und nickte. In seiner eigenen Welt war es wohl das Mindestmaß, dass ein Freund – sofern man sich überhaupt so betitelte – einem anderen half. Nicht, weil er eine Gegenleistung erwartete, sondern weil ein Band zwischen ihnen bestand.
Davon einmal abgesehen hätte Cathal den Jungen wohl gehängt, wäre er seinem Sohn nicht zu Hilfe geeilt. Denn selbst wenn sie keine Freunde gewesen wären, wäre Eanruig noch immer der zukünftige Fürst gewesen. Ihn in den Wellen Kenmaras verrecken zu lassen, wäre einem Verrat gleichgekommen. Das Wort Schuld wurde dem also in seinen Augen nicht ganz gerecht, aber er akzeptierte die Logik seines Vaters. Wenn er dadurch glaubte, eine Schuld beglichen zu haben, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, so war er immerhin seinem Seelenfrieden ein Stück näher, nicht?
Cathal schreckte nicht vor seiner eigenen kalten Logik zurück. Aber er stieß sich auch nicht an der seines Vaters. Er hatte in den letzten Jahren gemerkt, dass sie nicht immer einer Meinung waren - recht häufig sogar.

“Nein, es nützt jetzt nicht mehr viel.”
, bestätigte er Eanruigs Worte bezüglich der Damenwahl seines Vaters und zuckte leicht mit den Schultern. Sein Vater wusste das, hatte es schließlich ausgesprochen und Cathal wusste ebenso, dass eine Bestätigung seinerseits nicht mehr von Nöten gewesen wäre. Dennoch erfüllte es ihn mit einer leisen… Genugtuung. Schließlich gab Eanruig damit wenigstens einen Fehler zu.
“Aber Traditionen waren schon immer Teil dieser Welt. Wer wären wir, wenn wir sie ändern würden.”
, ein leises Schnauben schnitt durch die Ruhe des Raums. Er sagte nicht, dass er die Entschuldigung seines Vaters annahm - denn im Grunde tat er das auch nicht. Er war es schlicht gewohnt, seine Pflicht zu erfüllen und darüber hinaus.
Mehr als die Entschuldigung bedeutete Cathal die Einsicht seines Vaters.
“Sei’s drum.”
, sagte er also und ließ sich auf den Stuhl fallen, auf den Maebh ihn zuvor schon ‘abgesetzt’ hatte.
“Vielleicht handhabst du es dann bei Aedán anders.”
, logischer. Weniger von irgendwelchen Gefallen und Schulden getrieben, sondern von politischem Interesse.
“Glück, ist dabei eine relative Sache. Jeder definiert sein Glück selbst.”
, Cathal brauchte keine Frau in seinem Leben, um Glück zu empfinden. Er verstand den Wunsch der Menschen, den Fortbestand zu sichern und ihr persönliches Glück darüber zu definieren. Doch so einfach war Cathal nicht gestrickt. Während der Erhalt der Linie für ihn eher mit einer Pflicht gleichzusetzen war, für die er seine Frau nicht einmal mögen musste, war Glück etwas völlig anderes. Für ihn war es ein schneller Ritt am Strand Kenmaras, ein Sieg über einen seiner guten Freunde im Kampf, oder ein verschwendeter Tag an dem Klippenvorsprung der Burg, während irgendein Greis ihn von den neusten Dingen berichtete, die in Arcandas passierten. Und vielleicht sprach er auch nur so, weil er wusste, wie vergänglich Liebe war. Vergänglich und austauschbar.

“Hast du eigentlich schon über eine Verbindung für Muirín und Niamh nachgedacht?”
, beide waren langsam alt genug und wenn sie schon bei Hochzeiten waren an diesem Tag, konnte die seiner Schwestern ja auch gar nicht mehr weit sein.
[Bild: Cathal_Signatur_01.png]
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 
Zitieren


[-]
Schnellantwort
Nachricht
Gib hier deine Antwort zum Beitrag ein.

 
Bestätigung
Bitte den Code im Bild in das Feld eingeben. Dies ist nötig, um automatisierte Spambots zu stoppen.
Bestätigung
(Keine Beachtung von Groß- und Kleinschreibung)
 

Nachrichten in diesem Thema
RE: Von Vätern und Söhnen und Worten - von Cathal Fraser - 10-05-2026, 08:55

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste