11-05-2026, 01:53 - Wörter:
Eanruig war sich der Tatsache bewusst, dass seine und die Ansichten seines ältesten Sohnes in den vergangenen Jahren, seitdem Cathal stetig älter geworden war und somit sein Blick auf die Welt fester, so waren auch seine Meinungen in so vielen Dingen von den seinen eigenen abgewichen. Cathal sah die Welt oftmals um so vieles nüchterner als Eanruig selbst und manches Mal da fragte sich der Fürst von Kenmara, ob dies einer stillen Resignation glich, weil er dem Jungen zwar alle Möglichkeiten geboten hatte, sich hervorzutun und seine Stärken zu schärfen, aber in all dem doch stetig und immer die Sorge mitgetragen worden war. Die Angst um das, was kommen würde, um die Zukunft, die vor Cathal lag und die ohne das sehende Licht in den Augen unweigerlich und stetig einen Weg hervorgetan hatte, der steinig und unweigerlich beschwerlich wäre. Waren es doch, wie er selbst unweigerlich zugab, die Traditionen, die sie banden und die auch Eanruig banden, die ihn dazu gebracht hatten, eine Frau für Cathal zu wählen, wie auch sein eigener Vater es damals getan hatte vor so vielen Jahren. Selbst seine zweite Ehefrau war mitnichten freiwillig gewählt, war diese Wahl doch aufgrund einer Schuld begründet, und wenn diese auch mit der Schließung der Ehe beglichen worden war, so war es doch unweigerlich eine Schuld gewesen. Aber wer wusste schon, ob diese nicht auch eine Möglichkeit darbot. Unweigerlich dachte er an die zurückliegenden Gespräche zurück, die er und Maebh geteilt hatten, und er musste zugeben, dass ihre Worte ihn berührt hatten. Und wer wusste schon, ob sie am Ende nicht diejenige wäre, die sie alle, Eanruig wie Cathal selbst und auch die Kinder, nicht mehr einen würden, als dass sie es jemals zuvor gewesen waren. Ehrensache sicherlich nicht, nein, wahrlich nicht.
Für einen Moment schwieg er, sinnierte stillschweigend über die Worte von Cathal und dachte unweigerlich ebenso an das Gespräch mit Maebh zurück. Sie waren durch Traditionen gebunden, durch ihre Einhaltung, und Männer wie auch Frauen, wie sie es waren, die ihren Stand inne hatten, würden niemals der Freiwilligkeit angehören, sich den zukünftigen Ehegatten auszusuchen Diese Entscheidungen lagen außerhalb ihres Handelns, wurden sie doch zumeist durch Allianzen geprägt oder durch das Einhalten eben dieser Traditionen, die so alt waren, dass sich niemand mehr daran erinnern konnte, dass es jemals anders gewesen sein könnte, und wahrlich … das würde es wohl auch nie.
Hinsichtlich Aedán schwieg er. Ließ die Antwort in Stille verklingen, denn dafür war es jetzt noch viel zu früh. Der Junge war noch ein Kleinkind und an Heirat war bei weitem noch nicht zu denken, denn die potenziellen Kandidaten waren entweder noch nicht geboren oder aber die politischen Situationen in den anderen Ländern zu ungewiss, um bereits den Blick schweifen zu lassen, zumindest vorerst. „Wohl war", schloss er dann aber auf die Äußerung hinsichtlich Glück, und auch wenn es wohl der Wunsch jedes Vaters, jedes Elternteils war, dass das eigene Kind Glück erfuhr, so war es in vielen Thematiken in der Welt, der sie angehörten, und ihrem Stand geschuldet, dass dies bei weitem nicht auf die Ehe zurückzuführen war. Doch dann richtete sich sein Blick erneut auf Cathal, der sich nun in den Stuhl hatte fallen lassen, und seine Frage entlockte Eanruig unweigerlich ein kleines, eigenes Schnauben. „Allein der Gedanke beschert mir Kopfschmerzen", antwortete er. „Niahm wird bei weitem nicht das Problem sein, aber Moira …" Seine Worte begleiteten ein Seufzen und sie wussten wohl beide, dass diese Entscheidung, ganz gleich wie und wann sie getroffen werden würde, unweigerlich den Zorn Moiras bringen würde, selbst wenn Eanruig dahingegen die Entscheidung treffen würde, seine Tochter mehr einzubeziehen, als dass er es bei seinem ältesten Sohn getan hatte. Unweigerlich.
Für einen Moment schwieg er, sinnierte stillschweigend über die Worte von Cathal und dachte unweigerlich ebenso an das Gespräch mit Maebh zurück. Sie waren durch Traditionen gebunden, durch ihre Einhaltung, und Männer wie auch Frauen, wie sie es waren, die ihren Stand inne hatten, würden niemals der Freiwilligkeit angehören, sich den zukünftigen Ehegatten auszusuchen Diese Entscheidungen lagen außerhalb ihres Handelns, wurden sie doch zumeist durch Allianzen geprägt oder durch das Einhalten eben dieser Traditionen, die so alt waren, dass sich niemand mehr daran erinnern konnte, dass es jemals anders gewesen sein könnte, und wahrlich … das würde es wohl auch nie.
Hinsichtlich Aedán schwieg er. Ließ die Antwort in Stille verklingen, denn dafür war es jetzt noch viel zu früh. Der Junge war noch ein Kleinkind und an Heirat war bei weitem noch nicht zu denken, denn die potenziellen Kandidaten waren entweder noch nicht geboren oder aber die politischen Situationen in den anderen Ländern zu ungewiss, um bereits den Blick schweifen zu lassen, zumindest vorerst. „Wohl war", schloss er dann aber auf die Äußerung hinsichtlich Glück, und auch wenn es wohl der Wunsch jedes Vaters, jedes Elternteils war, dass das eigene Kind Glück erfuhr, so war es in vielen Thematiken in der Welt, der sie angehörten, und ihrem Stand geschuldet, dass dies bei weitem nicht auf die Ehe zurückzuführen war. Doch dann richtete sich sein Blick erneut auf Cathal, der sich nun in den Stuhl hatte fallen lassen, und seine Frage entlockte Eanruig unweigerlich ein kleines, eigenes Schnauben. „Allein der Gedanke beschert mir Kopfschmerzen", antwortete er. „Niahm wird bei weitem nicht das Problem sein, aber Moira …" Seine Worte begleiteten ein Seufzen und sie wussten wohl beide, dass diese Entscheidung, ganz gleich wie und wann sie getroffen werden würde, unweigerlich den Zorn Moiras bringen würde, selbst wenn Eanruig dahingegen die Entscheidung treffen würde, seine Tochter mehr einzubeziehen, als dass er es bei seinem ältesten Sohn getan hatte. Unweigerlich.
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