16-05-2026, 10:16
Unmöglich. Dieses Wort ließ ihn den Blick für einen Moment über sie schweifen. Eine unweigerliche Traurigkeit durchzog seinen Blick, während sich eine ebensolche Bitterkeit um den harten Zug seines Mundes einschlich. Denn er wollte ihr glauben, in diesem Augenblick wollte er es, wollte sich sicher sein, dass der Sohn, den sie ihm geschenkt hatte, wirklich sein Eigen Fleisch und Blut war und dass dieses eine Mal wahrlich nur einmal gewesen war und doch schon darin zu viel. Wer konnte als wirklich wissen, ob es nicht bereits zu Hauf geschehen war? Weil sie sich nicht gesehen, nicht geliebt genug gefühlt hatte und die Einsamkeit, die die Ehe mit ihm mit sich gebracht hatte, sie zu erdrücken gedroht hatte und es einfacher gewesen war, sich einem anderen zuzuwenden, als das Wort zu ergreifen? „Ich möchte… dir gern glauben schenken“, schloss er schließlich auf ihre Worte hin und wandte erneut den Blick von ihr ab, richtete ihn zurück in die Flammen und selbst wenn ihm bei diesem Gedanken die Wut ergriff, heiße in sich selbst verbrennende Wut, so war sie doch unweigerlich von einer tiefen… Leere umspült und von etwas, das sich wie das Nichts anfühlte, wie ein Meer, in das er stürzte. Kopflos und ohne Halt, ohne die Möglichkeit, die Arme auszubreiten und sich über die Wellen tragen zu lassen. Ob sich so Ertrinken anfühlte? Seine Lungen brannten allemal und er holte zitternd Atem, während er sich aufrichtete und versuchte, eben jenes Zittern, das drohte, seine Hände zu ergreifen, in geballten Fäusten zu verbergen, die er fest neben seinem Körper hielt. In diesem jenen Augenblick, in dem all das, was er jemals geglaubt hatte zu lieben, in sich zusammenbrach und zerfetzt wurde, vom Wind davongetragen und nur Stille zurückließ … Stille und Leere und ein unsägliches Nichts, das lauter dröhnte als jeder Sturm es jemals hätte tun können. Unweigerlich.
Ihr Ausbruch Er ließ in ihm kaum eine Regung erkennen, während sein Blick gar ausdruckslos auf ihr ruhte und um seinen Mund die Bitterkeit obsiegte. „Und doch … ist einmal zu viel, nicht wahr Du bittest nicht um Verzeihung, um was dann … Vergebung? Du wirst nichts davon erhalten, denn dies … Es ist Verrat, Maebh. Verrat an dem, was wir uns vor der Mutter schworen, und dies ist für mich …“ Seine Worte stockten und er schüttelte den Kopf, während er den Blick von ihr abwandte. „Ich soll es akzeptieren, vielleicht gar verstehen, und doch kann ich es nicht … Wenn du bleiben willst, so tue es, aber verlange nicht von mir, dass ich es als gegeben hinnehme …“ Denn dies würde er nicht können und wer wusste schon, ob er es jemals könnte, denn für ihn war dieses Verbrechen, diese Tat unentschuldbar und der Gedanke … der Gedanke, dass es vielleicht nur das eine Mal gewesen sein könnte und doch die Möglichkeit bestand, dass sie es wiederholte … Wenn er nicht erneut genug wäre, nicht erneut ausreichend … Dann würde er sich alsbald von dem abwenden, was er geglaubt hatte, zu fühlen, zu empfinden für sie … Für diese Frau denn mit dem Gedanken zu leben, dass dies erneut geschehen würde, wenn er nicht genügen würde … Diesen Gedanken würde er nicht ertragen können. Niemals mehr.
„Du hättest mir nichts Schlimmeres antun können … So vieles hättest du tun können und doch…“ Erneut blieben ihm die Worte im Halse stecken, drohten seine Kehle zu zerquetschen, während der Schmerz in seiner Brust zunahm und er unweigerlich die Faust über die Stelle rieb, an der sein Herz in einem unruhigen Takt gegen die Wände seines Brustkorbes schlug. Als er sah, wie sie nach dem Mantel griff, der über der Kante des geschnitzten Bettrahmens ruhte, schüttelte er den Kopf. „Du wirst hier bleiben … ich werde gehen, ich kann nicht …“ Er schüttelte erneut den Kopf, allein bei dem Gedanken, sich in das Bett zu legen, in dem sie zusammen … Es ließ den Schmerz nur noch tiefer dringen und drohte ihm, die Luft zum Atmen zu verwehren. Seine Hand griff zitternd nach der Lehne des Stuhls, der ihm am nächsten war, und Eanruig umklammerte sie mit weißen Knöcheln und kalten Fingern, während der Druck, der sich in seiner Brust wiederfand, hinauf zu seinem Kopf wanderte. Seine Sicht schien zu verschwimmen und er presste die Augen zusammen in der Hoffnung, dass es sich besserte, doch als er sie öffnete, war es dazu nur geringfügig gekommen. Er musste hinaus … hinaus nach draußen in den Sturm, in den Wind, der unaufhaltsam gegen die Burgmauern stürmte und das Salz der See mit sich brachte. Fort von diesem Augenblick … fort von ihr und dem, was sie ihm mit ihrem Geständnis angetan hätte … indem sie ihm das Herz nicht nur aus der Brust gerissen, sondern es zugleich verbrannt hatte, bis nichts mehr übrig war außer Leere und Asche, die vom Wind davongetragen wurde. Wenn sie doch nur geschwiegen hätte. Unweigerlich kam ihm dieser Gedanke und durchschnitt die Leere seines Verstandes und wahrlich … Auch wenn es für ihn ebenso nichts Schlimmeres gab als Lügen, so war dieses Geständnis doch alles und nichts, mit dem sie ihn hätte in die Knie zwingen können, und wog es noch so viel schwerer, war noch so tiefer gedrungen mit dem, was er begonnen hatte zu fühlen, für sie und für das, was sie ihm offenbart hatte, nur um es dann unweigerlich zu zerstören.
Ihr Ausbruch Er ließ in ihm kaum eine Regung erkennen, während sein Blick gar ausdruckslos auf ihr ruhte und um seinen Mund die Bitterkeit obsiegte. „Und doch … ist einmal zu viel, nicht wahr Du bittest nicht um Verzeihung, um was dann … Vergebung? Du wirst nichts davon erhalten, denn dies … Es ist Verrat, Maebh. Verrat an dem, was wir uns vor der Mutter schworen, und dies ist für mich …“ Seine Worte stockten und er schüttelte den Kopf, während er den Blick von ihr abwandte. „Ich soll es akzeptieren, vielleicht gar verstehen, und doch kann ich es nicht … Wenn du bleiben willst, so tue es, aber verlange nicht von mir, dass ich es als gegeben hinnehme …“ Denn dies würde er nicht können und wer wusste schon, ob er es jemals könnte, denn für ihn war dieses Verbrechen, diese Tat unentschuldbar und der Gedanke … der Gedanke, dass es vielleicht nur das eine Mal gewesen sein könnte und doch die Möglichkeit bestand, dass sie es wiederholte … Wenn er nicht erneut genug wäre, nicht erneut ausreichend … Dann würde er sich alsbald von dem abwenden, was er geglaubt hatte, zu fühlen, zu empfinden für sie … Für diese Frau denn mit dem Gedanken zu leben, dass dies erneut geschehen würde, wenn er nicht genügen würde … Diesen Gedanken würde er nicht ertragen können. Niemals mehr.
„Du hättest mir nichts Schlimmeres antun können … So vieles hättest du tun können und doch…“ Erneut blieben ihm die Worte im Halse stecken, drohten seine Kehle zu zerquetschen, während der Schmerz in seiner Brust zunahm und er unweigerlich die Faust über die Stelle rieb, an der sein Herz in einem unruhigen Takt gegen die Wände seines Brustkorbes schlug. Als er sah, wie sie nach dem Mantel griff, der über der Kante des geschnitzten Bettrahmens ruhte, schüttelte er den Kopf. „Du wirst hier bleiben … ich werde gehen, ich kann nicht …“ Er schüttelte erneut den Kopf, allein bei dem Gedanken, sich in das Bett zu legen, in dem sie zusammen … Es ließ den Schmerz nur noch tiefer dringen und drohte ihm, die Luft zum Atmen zu verwehren. Seine Hand griff zitternd nach der Lehne des Stuhls, der ihm am nächsten war, und Eanruig umklammerte sie mit weißen Knöcheln und kalten Fingern, während der Druck, der sich in seiner Brust wiederfand, hinauf zu seinem Kopf wanderte. Seine Sicht schien zu verschwimmen und er presste die Augen zusammen in der Hoffnung, dass es sich besserte, doch als er sie öffnete, war es dazu nur geringfügig gekommen. Er musste hinaus … hinaus nach draußen in den Sturm, in den Wind, der unaufhaltsam gegen die Burgmauern stürmte und das Salz der See mit sich brachte. Fort von diesem Augenblick … fort von ihr und dem, was sie ihm mit ihrem Geständnis angetan hätte … indem sie ihm das Herz nicht nur aus der Brust gerissen, sondern es zugleich verbrannt hatte, bis nichts mehr übrig war außer Leere und Asche, die vom Wind davongetragen wurde. Wenn sie doch nur geschwiegen hätte. Unweigerlich kam ihm dieser Gedanke und durchschnitt die Leere seines Verstandes und wahrlich … Auch wenn es für ihn ebenso nichts Schlimmeres gab als Lügen, so war dieses Geständnis doch alles und nichts, mit dem sie ihn hätte in die Knie zwingen können, und wog es noch so viel schwerer, war noch so tiefer gedrungen mit dem, was er begonnen hatte zu fühlen, für sie und für das, was sie ihm offenbart hatte, nur um es dann unweigerlich zu zerstören.