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Im Auge des Sturms

FACING
THE
STORM

Tritt ein in eine düstere Welt aus Macht, Verrat und alten Schwüren.

Thema

A breath of life

Linearer Modus
Szeneninformationen
Szeneneinstellung
feste Postreihenfolge
Datum
06. November 1016
Ort
Gemächer der Fürsten
Tageszeit
21:00
#6
Verständnis?! Wie sollte er Verständnis für eine Tat für eine Situation gleich auf aufbringen die für ihn unweigerlich Verrat bedeutete. Verrat an ihm aber viel schlimmer noch an dem was sie sich vor der Mutter geschworen hatten. Gewiss… in ihren Positionen war ihnen keine Liebe vergönnt dies war eine Tatsache. Unweigerlich. Und doch hatte Eanruig stets auf an dem festgehalten was ihm einst geleert worden war. Das die Ehe ganz gleich das es sich dabei nur um ein Konstrukt handelte dies doch als Heilig zu erachten war, als nicht nur eine politische oder finanzielle Möglichkeit um den Namen einer Familie zu erhalten oder diesen zu bestärken sondern ebenso um eine zu bewahren. Darin hatten schlicht und ergreifend keine anderen Personen Platz und was waren dort schon Emotionen wenn es doch sich einzig und allein um das gegebene Wort, den Schwur an sich handelte den es einzuhalten und zu bewahren galt. Seine Mutter war es gewesen die ihn stets daran erinnert hatte das man sich zusammen zu nehmen hatte, das ganz gleich auch wenn man nur Negative Gefühle für denjenigen empfand der einem zum anderen Teil der Ehe gegeben worden war man darüber hinaus zu sehen hatte. Das man gleichermaßen die eigenen Gefühle und Emotionen zurückhalten sollte denn was war schon das persönliche Glück im Gegensatz zum Erhalt der Familie und des Namens Fraser? War dies doch wahrlich ein viel kleineres Übel und eines das man zu erbringen hatte wenn das eigene Leben doch einem so viel höheren Zweck diente, dem Erhalt der Linie, dem Erhalt des Namens.

Seine Kiefernmuskulatur spannte sich an, die Linie seines Kiefers wurde zu einer festen, einer harten Linie, während ihre Worte auf ihn einprasselten wie Regen, der vom Sturm getragen wurde. Die Wut war es, die ihn erfasste, die seinen Bauch überflutete und doch nicht nach außen drang. Das, was nach außen drang, war nur kalte, ruhige Gefasstheit und ein Blick, der vollkommen emotionslos war. Er zog sich zurück von dem, was sie sprach, und von dem, was er fühlte, weil es zu viel war. Er sah ebenso, dass sie seine Meinung dazu nicht verstand. Er sollte Verständnis haben, diesen Verrat, der es unweigerlich für ihn darstellte, zu akzeptieren, als sei es nichts? Als sei es nur ein falscher Schritt bei einem Tanz gewesen, eine Nebensächlichkeit, eine Lappalie, über die man hinwegsehen und die man gar belächeln könnte. Unweigerlich fragte er sich, ob es nicht nur bei diesem einen Mal geblieben war und ob sie es wieder tun würde.

„Wie soll ich mit dir sprechen …“ sprach er schließlich mit leiser Stimme aus, die doch vor unweigerlicher Emotionslosigkeit zu dröhnen schien. „Wie soll ich es tun, wenn du es doch ebenso bist, die nicht erkennt …“ Er schüttelte seicht den Kopf und wand sich um. Langsam, Stück für Stück, entfernte er sich von ihr und brachte sich und seinen Körper näher zu der Tür, die nach draußen führen würde. Fort von ihr und dem Schmerz, den sie ihm gebracht hatte, mit den Worten, die von ihren Lippen gedrungen waren. „Ich werde gehen. Such nicht nach mir und frage ebenso nicht nach mir. Wenn du so auf Verständnis aus bist, dann verstehe, dass ich es nicht ertragen kann.“ Sie und das, was ihr Anblick mit sich brachte.

Eanruig ging. Er verließ das gemeinsame Gemach, den Ort, der ihm eben so viel Freud wie nun auch unweigerlich Leid gebracht hatte. Er verließ ihn und seine Schritte hallten in der Stille der Feste wieder, während er die Gänge Schritt um Schritt hinter sich ließ, Abstand zwischen sich und den Ort brachte, an dem sein Herz unweigerlich zerrissen worden war. Seine Schritte verlangsamten sich erst, als er die schwere Tür nach außen aufstieß, die auf einen der Türme von Kenmara führte, dorthin, wo die Dunkelheit bereits schwer und drückend ruhte und doch das Brechen der Wellen ebenso zu vernehmen war. Es schien in diesem Augenblick alles zu übertönen und so übertönte es auch den Schrei, der unweigerlich von den Lippen des Mannes drang, der sonst niemals wankte, niemals schwankte und stets bestehen blieb und doch hier und jetzt zusammenbrach. Eanruig Fraser.
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Nachrichten in diesem Thema
A breath of life - von Maebh Fraser - 15-05-2026, 16:32
RE: A breath of life - von Eanruig Fraser - 15-05-2026, 18:06
RE: A breath of life - von Maebh Fraser - 16-05-2026, 01:02
RE: A breath of life - von Eanruig Fraser - 16-05-2026, 10:16
RE: A breath of life - von Maebh Fraser - 19-05-2026, 13:23
RE: A breath of life - von Eanruig Fraser - 24-05-2026, 09:29