Heute, 01:16 - Wörter:
Sie hatte ja schon damit gerechnet, dass Moira wenig begeistert auf sie reagieren würde. Aber der Spruch zur Hochzeit trieb es sogar fast auf die Spitze. Dennoch blieb Maebh ruhig. Besonnen. Sanft. Sie kommentierte es nicht. Sie rügte Moira nicht dafür.
«Ich kann verstehen, dass du dich mit dieser Hochzeit unwohl fühlst», stellte sie fest. «Und ich weiß auch, dass Cathal sich nicht wohl fühlt. Wir sprachen bereits und ich schätze, dass er dich später brauchen wird, weil auch er davon betroffen sein wird. Aber erst einmal müssen wir uns um die organisatorischen Dinge kümmern, Moira. Und du bist alt genug, um zu lernen, wie so etwas funktioniert.»
Maebh war sich des Umstandes bewusst, dass Moira viele Freiheiten hatte. Das sie ihr Leben genoss und sich keinen Deut darum scherte, was auf sie zukam. Aber seis drum, Maebh hatte nicht vor, sich jetzt mit ihr deswegen zu streiten.
Also neigte sie leicht den Kopf nach vorne und bedachte Moira mit einem durchdringend ruhigen Blick.
«Du wirst mich bei der Koordination unterstützen und mich den Tag über begleiten. Wir müssen dafür sorgen, das nicht alles im heillosen Chaos versinkt und auf die Männer würde ich mich in dieser Angelegenheiten eher nicht verlassen. Das ist etwas, das in Frauenhand gehört.»
Dann allerdings hielt sie inne. Und eine steile Falte bildete sich auf ihrer Stirn. Sie überlegte einen Moment. Rang mit sich. Wollte nicht streiten. Dann atmete sie tief durch.
«Ich will, dass du mich dort unterstützt, wo du gerade gebraucht wirst. Mir ist völlig gleich, ob du mich magst, Moira. Nein... das ist gelogen. Ich wäre glücklich, wir würden uns näher stehen. Sehr sogar. Es ist mir nicht egal, wie viel Hass du mir entgegenbringst. Aber ich werde ihn dir nicht wegnehmen. Ich werde nicht an dir herumzerren. Aber für heute ist das nebensächlich. Wir müssen uns nicht die Haare flechten, wir müssen einfach nur diesen Tag hinter uns bringen.»
Dann sah sie an ihr herunter und ein schiefes Lächeln, fast schon warm, zupfte an ihren Lippen.
«Du siehst wundervoll aus», stellte sie fest. «Aber ja. Ich denke, dich umzukleiden macht Sinn. Nicht, dass am Ende noch was damit passiert. Das wäre schade.»
Es war nicht gelogen. Maebh wünschte sich wirklich mehr Beziehung zu ihrer Stieftochter. Intensivere Gespräche. Irgendwie die Möglichkeit, überhaupt auch nur im Ansatz an sie heranzukommen. Aber seit fast fünf Jahren war Moira grundsätzlich ablehnend und abweisend und irgendwann hatte Maebh eben einfach aufgegeben.
Die dunklen Augen der Fürstin ruhten immer noch auf der jungen Frau, die sie mittlerweile geworden war. Ihre Züge verloren mehr und mehr die Jugend und kamen in der Zeit der Erwachsenen an. Moira wir bildhübsch. Und Maebh neidete es ihr nicht.
Sie wurde erwachsen. Nicht auf die zerbrechlich sanfte Art, die man Frauen so gerne zuschrieb, sondern mit dieser Unerschrockenheit, die die Frasers so an sich hatten. Und mit einer Sturheit die selbst ihrem Vater Konkurrenz machte.
«Ich kann verstehen, dass du dich mit dieser Hochzeit unwohl fühlst», stellte sie fest. «Und ich weiß auch, dass Cathal sich nicht wohl fühlt. Wir sprachen bereits und ich schätze, dass er dich später brauchen wird, weil auch er davon betroffen sein wird. Aber erst einmal müssen wir uns um die organisatorischen Dinge kümmern, Moira. Und du bist alt genug, um zu lernen, wie so etwas funktioniert.»
Maebh war sich des Umstandes bewusst, dass Moira viele Freiheiten hatte. Das sie ihr Leben genoss und sich keinen Deut darum scherte, was auf sie zukam. Aber seis drum, Maebh hatte nicht vor, sich jetzt mit ihr deswegen zu streiten.
Also neigte sie leicht den Kopf nach vorne und bedachte Moira mit einem durchdringend ruhigen Blick.
«Du wirst mich bei der Koordination unterstützen und mich den Tag über begleiten. Wir müssen dafür sorgen, das nicht alles im heillosen Chaos versinkt und auf die Männer würde ich mich in dieser Angelegenheiten eher nicht verlassen. Das ist etwas, das in Frauenhand gehört.»
Dann allerdings hielt sie inne. Und eine steile Falte bildete sich auf ihrer Stirn. Sie überlegte einen Moment. Rang mit sich. Wollte nicht streiten. Dann atmete sie tief durch.
«Ich will, dass du mich dort unterstützt, wo du gerade gebraucht wirst. Mir ist völlig gleich, ob du mich magst, Moira. Nein... das ist gelogen. Ich wäre glücklich, wir würden uns näher stehen. Sehr sogar. Es ist mir nicht egal, wie viel Hass du mir entgegenbringst. Aber ich werde ihn dir nicht wegnehmen. Ich werde nicht an dir herumzerren. Aber für heute ist das nebensächlich. Wir müssen uns nicht die Haare flechten, wir müssen einfach nur diesen Tag hinter uns bringen.»
Dann sah sie an ihr herunter und ein schiefes Lächeln, fast schon warm, zupfte an ihren Lippen.
«Du siehst wundervoll aus», stellte sie fest. «Aber ja. Ich denke, dich umzukleiden macht Sinn. Nicht, dass am Ende noch was damit passiert. Das wäre schade.»
Es war nicht gelogen. Maebh wünschte sich wirklich mehr Beziehung zu ihrer Stieftochter. Intensivere Gespräche. Irgendwie die Möglichkeit, überhaupt auch nur im Ansatz an sie heranzukommen. Aber seit fast fünf Jahren war Moira grundsätzlich ablehnend und abweisend und irgendwann hatte Maebh eben einfach aufgegeben.
Die dunklen Augen der Fürstin ruhten immer noch auf der jungen Frau, die sie mittlerweile geworden war. Ihre Züge verloren mehr und mehr die Jugend und kamen in der Zeit der Erwachsenen an. Moira wir bildhübsch. Und Maebh neidete es ihr nicht.
Sie wurde erwachsen. Nicht auf die zerbrechlich sanfte Art, die man Frauen so gerne zuschrieb, sondern mit dieser Unerschrockenheit, die die Frasers so an sich hatten. Und mit einer Sturheit die selbst ihrem Vater Konkurrenz machte.
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