14-03-2024, 20:17 - Wörter:
Das heiße Blubbern gegen ihre Handflächen war wirklich angenehm und daher versuchte die Wanderheilerin, sich vorzustellen, wie es wohl sein mochte, mit dem ganzen Körper in das warme Bad einzusteigen. Ja, sie bekam eine Vorstellung davon, wie sehr die Leute das zu schätzen wussten. Lovis musste sogar überlegen, wann sie zuletzt warm gebadet hatte. Oder... überhaupt gebadet. Als arme Heimatlose hatte sie allenfalls die Möglichkeit, in den Waschzuber eines Gasthauses zu steigen. Doch natürlich konnte sie sich so einen Luxus vielleicht einmal im Jahr gönnen, wenn überhaupt. Und wenn es in größeren Städten schon billige Bademöglichkeiten gab, dann musste man das abgestandene, lauwarme Wasser seines Vorgängers in Kauf nehmen - und hierauf konnte Lovis nun wirklich verzichten. Für diese Quelle, die sich ständig mit frischem Wasser zu erneuern schien, musste nicht mal jemand Wasser schleppen und erhitzen. Wirklich beeindruckend!
Lovis glaubte, jemanden Schwimmen zu hören und richtete sich vorsichtig wieder auf. Selbstverständlich war es nicht ihre Absicht gewesen, jemanden zu stören oder gar zu erschrecken. Sollte sie sich bemerkbar machen? Um die andere Person vorzuwarnen? Oder würde möglicherweise genau dies erschreckend wirken? Doch noch ehe sie sich zu einer Entscheidung bezüglich ihres Handelns durchgerungen hatte, reagierte die andere Person - offenbar ein junger Mann, der sehr empört und brüskiert klang. Lovis schnappte vor Schrecken nach Luft und hielt sich mit beiden Händen am heiligen Symbol Heofaders fest. "Es... ich...", stammelte sie zunächst nur, so sehr hatte die plötzliche Anklage sie erschreckt. Vorallem kam sie sich plötzlich wie eine Verbrecherin vor, was ihr rechtschaffend gutes Wesen geradezu erschütterte. "Das tut mir schrecklich leid. Ich wollte mich nur umsehen und wusste nicht, dass diese Quelle reserviert ist!", verteidigte sie sich mit gedrückter Stimme und entschuldigendem Tonfall. "Ich war nur neugierig darauf, die Quellen zu sehen - sie sind wirklich ein Naturwunder...", erklärte sie weiterhin und versuchte, durch den Dampf hindurch zu erkennen, mit wem sie wohl sprach.
Doch auch wenn sie glaubte, ein junges Gesicht und einen roten Haarschopf zu erkennen, so half ihr das nicht, ihr Gegenüber zu identifizieren. "Ich bin nur eine einfache Wanderheilerin und wollte nichts stehlen", ergänzte sie, nachdem ihr Blick auf einen Stapel beachtlicher Kleider gefallen war. Vermutlich jemand sehr Reiches, der hier gerade einen schönen Abend zu genießen versuchte.
Lovis glaubte, jemanden Schwimmen zu hören und richtete sich vorsichtig wieder auf. Selbstverständlich war es nicht ihre Absicht gewesen, jemanden zu stören oder gar zu erschrecken. Sollte sie sich bemerkbar machen? Um die andere Person vorzuwarnen? Oder würde möglicherweise genau dies erschreckend wirken? Doch noch ehe sie sich zu einer Entscheidung bezüglich ihres Handelns durchgerungen hatte, reagierte die andere Person - offenbar ein junger Mann, der sehr empört und brüskiert klang. Lovis schnappte vor Schrecken nach Luft und hielt sich mit beiden Händen am heiligen Symbol Heofaders fest. "Es... ich...", stammelte sie zunächst nur, so sehr hatte die plötzliche Anklage sie erschreckt. Vorallem kam sie sich plötzlich wie eine Verbrecherin vor, was ihr rechtschaffend gutes Wesen geradezu erschütterte. "Das tut mir schrecklich leid. Ich wollte mich nur umsehen und wusste nicht, dass diese Quelle reserviert ist!", verteidigte sie sich mit gedrückter Stimme und entschuldigendem Tonfall. "Ich war nur neugierig darauf, die Quellen zu sehen - sie sind wirklich ein Naturwunder...", erklärte sie weiterhin und versuchte, durch den Dampf hindurch zu erkennen, mit wem sie wohl sprach.
Doch auch wenn sie glaubte, ein junges Gesicht und einen roten Haarschopf zu erkennen, so half ihr das nicht, ihr Gegenüber zu identifizieren. "Ich bin nur eine einfache Wanderheilerin und wollte nichts stehlen", ergänzte sie, nachdem ihr Blick auf einen Stapel beachtlicher Kleider gefallen war. Vermutlich jemand sehr Reiches, der hier gerade einen schönen Abend zu genießen versuchte.
