23-03-2024, 12:34 - Wörter:
Als der Mann ihr sagte, sie könne froh sein, dass man sie dafür nicht hinrichten lasse, rutschte Lovis geradezu das Herz in die Magengegend. Heofader im Himmel, hilf!, dachte sie sich nur und trat noch ein-zwei weitere Schritte rückwärts. Sie warf nochmals einen Blick auf seine Kleider - ja, vermutlich hatte sie es mit einem Adligen zu tun - einem Prinzen, Fürsten oder gar ... nein, der herbstländische König musste schon ein wenig älter sein, .. rein stimmlich, denn natürlich war Lovis ihm bisher noch nie persönlich begegnet.
"Bitte, das ist überhaupt nicht nötig, ich werde mich umgehend zurückziehen. Ich bitte Euch, meine Anwesenheit zu entschuldigen!", versuchte Lovis, beschwichtigend auf ihr sprudelndes Gegenüber einzuwirken. Sie hatte wirklich keine Ahnung, was sie noch sagen konnte, um das Unrecht, das sie offenbar begangen hatte, wieder gut machen zu können.
Scheinbar hatten ihre Worte ein wenig geholfen, denn der Fremde setzte dazu an, ein bisschen mehr darüber zu sprechen. Von etwas, das nichts mit Hinrichtung zu tun hatte. Jedenfalls wurde sie ein klein wenig schlauer aus seinen Worten - er schien anzunehmen, dass diese Quellen seiner Familie gehörten und Lovis nickte bedächtig. Nagut, dann gehörte er wohl zum hier ansässigen Fürstenhaus. Zugegebenermaßen kannte Lovis niemanden von dieser Familie, nicht mal ihren Namen. Sie war ja schon froh, wenn sie sich die Adligen ihrer eigenen Heimat einigermaßen zu merken vermochte. Als er andeutete, sie hielte ihn davon ab, seine Kleider zu nehmen, da trat sie abermals einige Schritte zurück um respektvoll Platz zu machen. Außerdem drehte sie sich auch noch um, damit er aus dem Wasser steigen konnte, wenn er denn wollte. Als ob sie ihm durch Spicken irgendwas hätte wegnehmen wollen. Ehrlich gesagt hatte Lovis in ihrem Leben schon mehr nackte Männer und Frauen gesehen, als er - vermutete sie zumindest. "Das ... das tut mir wirklich unheimlich leid. Ich werde Euch nicht weiter behelligen..." Dann jedoch entrüstete er sich erneut, nannte sie Abschaum, ... und dass sie abhauen sollte.
Das ließ die Wanderheilerin sich nicht zweimal sagen. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, machte sie sich daran, sich diskret zurückzuziehen. Doch es tat ganz schön weh... Abschaum.. so war sie noch nie genannt worden. Die meisten Leuten begegneten Wanderheilerinnen zumindest mit Respekt. Nunja.. es war immer irgendwann das erste Mal.
"Bitte, das ist überhaupt nicht nötig, ich werde mich umgehend zurückziehen. Ich bitte Euch, meine Anwesenheit zu entschuldigen!", versuchte Lovis, beschwichtigend auf ihr sprudelndes Gegenüber einzuwirken. Sie hatte wirklich keine Ahnung, was sie noch sagen konnte, um das Unrecht, das sie offenbar begangen hatte, wieder gut machen zu können.
Scheinbar hatten ihre Worte ein wenig geholfen, denn der Fremde setzte dazu an, ein bisschen mehr darüber zu sprechen. Von etwas, das nichts mit Hinrichtung zu tun hatte. Jedenfalls wurde sie ein klein wenig schlauer aus seinen Worten - er schien anzunehmen, dass diese Quellen seiner Familie gehörten und Lovis nickte bedächtig. Nagut, dann gehörte er wohl zum hier ansässigen Fürstenhaus. Zugegebenermaßen kannte Lovis niemanden von dieser Familie, nicht mal ihren Namen. Sie war ja schon froh, wenn sie sich die Adligen ihrer eigenen Heimat einigermaßen zu merken vermochte. Als er andeutete, sie hielte ihn davon ab, seine Kleider zu nehmen, da trat sie abermals einige Schritte zurück um respektvoll Platz zu machen. Außerdem drehte sie sich auch noch um, damit er aus dem Wasser steigen konnte, wenn er denn wollte. Als ob sie ihm durch Spicken irgendwas hätte wegnehmen wollen. Ehrlich gesagt hatte Lovis in ihrem Leben schon mehr nackte Männer und Frauen gesehen, als er - vermutete sie zumindest. "Das ... das tut mir wirklich unheimlich leid. Ich werde Euch nicht weiter behelligen..." Dann jedoch entrüstete er sich erneut, nannte sie Abschaum, ... und dass sie abhauen sollte.
Das ließ die Wanderheilerin sich nicht zweimal sagen. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, machte sie sich daran, sich diskret zurückzuziehen. Doch es tat ganz schön weh... Abschaum.. so war sie noch nie genannt worden. Die meisten Leuten begegneten Wanderheilerinnen zumindest mit Respekt. Nunja.. es war immer irgendwann das erste Mal.
