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from privileged to plundered
07.08.1016 - 15:30
Spring's Court
Eleanor Cherrington Lester Stafford Alden Sutherland

Unregistered
Lester Stafford
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#2
In tough times, we all hope for knights in shining armor, or the cavalry, to show up and effect change.

Genauso, oder zumindest ähnlich, wie der Lady von Fairfield ging es auch dem jungen Kronprinzen. Normalerweise war er auch nicht allein in der Hautstadt unterwegs und natürlich hätte Freda ihren Goldjungen auch heute am liebsten begleitet und ihn umsorgt, aber auch eine Königin hatte nicht die Zeit, um ihr geliebtes Kind rund um die Uhr zu betüdeln. Und so hatte sie ihren Lester heute allein gehen lassen, aber auch nur, da dieser heute einen guten Tag hatte. Und einen Garanten für die Sicherheit ihres kleinen Engels hatte sie zumindest auch immer. Denn „allein“ bedeutete im Falle des Zehnjährigen ohne Mama oder Papa oder einer anderen verwandten, vertrauten Person, sondern ausschließlich in Begleitung der königlichen Garde zu sein. Was Freda dabei auch vergaß, war die Tatsache, dass Lester nicht das erste Mal „allein“ unterwegs war.

Zumindest bei einer Sache machte sie sich wenig Sorgen, denn während manch andere Kinder in Lesters Alter schon seit vielen Jahren kontinuierlich die Grenzen ihrer Eltern durch Taten ausloteten, tat ihr genügsamer Sohn dies seit jeher damit, indem er schlichtweg um Erlaubnis fragte. Zwar forderte Lester zu jedem „Nein“ auch eine Erklärung, doch reichte dem Kronprinzen meistens als Erklärung auch, dass seine Eltern sich mit dem, wofür er gerade um Erlaubnis bat, einfach nicht wohlfühlten, um ohne größeren Unmut seine Idee zu verwerfen. In selber Manier hatte er also auch seine Mama gefragt, ob er heute nach seiner Mittagspause in die Stadt dürfe, um den fleißigen Bauarbeitern der neun Kathedrale bei ihrer Arbeit zuzusehen, nachdem er sich eine Leckerei in der Patisserie gekauft hatte.

Sehr bewusst hatte er diese Frage in genau dieser Reihenfolge gestellt, denn sein erstes Ziel war das Geschäft, in dem er sein wohlschmeckendes Gebäck erhielt, das er dann bei seinen Beobachtungen verzehren durfte. Also bewegten sich Kronprinz samt Gefolge zunächst in Richtung der Konditorei, wobei sich der Zehnjährige dafür nur geringfügig selbst bewegen musste, denn das tat ja das stattliche Pferd auf dem er saß und jenes Reittier war im Falle eines Ausflugs in die Stadt auch noch niemals sein geliebter Artus, sondern der imposante Kaltblüter von Æðelstan Emerson, einem der Hauptleute der königliche Leibwache und zwar der, der primär für Lester zuständig war.

Stets, wenn Lester in die Stadt ging, wollte er nicht selbst reiten. Das lag vor allem daran, dass es hier so viel zu sehen gab und er kaum wusste, wo er zuerst hinsehen sollte und ihm unzählige Gedanken in den Kopf schossen, dass er sich zu unsicher fühlte ein Pferd zu führen. Außerdem konnte man in der Stadt kaum von Reiten sprechen, denn ständig musste man Acht geben, dass man niemanden umritt und kam allgemein nur langsamer als gewöhnlich voran. Auch Emerson gefiel es, dass Lester es vorzog, vor ihm im Sattel zu sitzen. Das gab ihm einerseits die Möglichkeit, die Handlungen des Kronprinzen besser zu kontrollieren und ihn dadurch sicher zu wissen und andererseits sah er es als Privileg, denn sonst lies Lester sich von kaum jemanden in den Schoß nehmen. Und tatsächlich war der Junge auch schon ein paar Mal auf dem eigentlich kurzen Rückweg an ihn angelehnt eingeschlafen. Ein Zeugnis davon, dass die Stadt ihn erschöpfte aber Lester ihm gleichzeitig wirklich vertraute.

Lester konnte sich jedenfalls voll auf das konzentrieren, was es in der Stadt zu sehen gab und jedem Detail seine volle Aufmerksamkeit widmen. Auch wenn er dabei nur selten sprach, konnte man gut an seinem Gesichtsausdruck ablesen, ob das, was er gerade beobachtetet, entweder in die Kategorien interessant, seltsam, verwirrend oder erheiternd gehörte. In diesem Moment lies sein Blick sehr deutlich verlauten, dass etwas seltsam war. Und kaum hatte Emerson diesen Blick bemerkt, gab der sonst stille Junge plötzlich ein alarmierendes quengeln von sich und deutet mit ausgestrecktem Finger in die ruhige Seitenstraße, in die er eigentlich erst später wollte, da man von dort ungestört und unbemerkt das treiben der Menschen und den Bau der Kathedrale beobachten konnte.

Dass das Wörtchen „unbemerkt“ zwar Hoffnung machte, aber keine Sicherheit dafür war, dass man bei seinem Aufenthalt dort auch unbemerkt blieb, hatte der Kronprinz soeben bewiesen. Zügig tauschten seine berittenen Leibwächter einen Blick miteinander aus, bevor sich zwei von ihnen aus dem Tross lösten und dem unausgesprochenen Befehl des Kronprinzen Folge leisteten.

Nur wenige Sekunden, nachdem Eleanor zu Boden gefallen war, konnte sie ein Donnern vernehmen, das Donnern von Hufen, die den Eindruck vermitteln konnten, dass sie diesen unweigerlich zum Opfer fiele. Die Hufschläge wurden lauter, waren dann direkt bei ihr, umgaben sie wie ein Alptraum und entfernten sich dann doch wieder in die andere Richtung.

Das nächste was sie vernahm war ein weiteres, scheinbar großes, Pferd, das dieses Mal aber in ihrer Nähe zum stehen kam. Sie hörte wie jemand abstieg, gefolgt von einem beruhigenden, tiefen „Kein Grund zur Sorge.“, dass scheinbar noch an eine weitere Person oder aber auch nur an das Pferd gerichtet war. Schwere Schritte näherten sich ihr nun zügig und sorgten dafür, dass sich ein gerüsteter, hockender Mann in ihr Sichtfeld schob. „Mylady, keine Angst. Geht es euch gut?“, sprach er jetzt in einer ähnlichen, Sicherheit vermittelnden, Stimmlage wie kurz davor. Höflich den Handschuh ausgezogen, gab er der jungen Dame die Hand, um ihr beim Aufstehen zu helfen.

Vor Eleanor stand nun ein stattlicher mitte-dreißigjähriger, der nicht nur beinahe 1,90m maß, sondern auch ein Kreuz hatte, dass ihr, so nah an ihm stehend, in diesem Moment verbarg, was sich hinter ihm befand. Der Mann trug einen sauber geschnittenen kurzen Bart, der seinem zautraulichem Blick etwas gewissenhaft, ruhiges gab. Gekleidet war er in einer edlen Rüstung, die nicht nur einen Umhang in der Farbe des Königshauses zierte, sondern ihn durch ein Abzeichen auf der Brust auch eindeutig als Offizier der King’s Guard erkennen ließ und auch sonst ein gutes Vorzeigestück dafür abgab, wie eine gepflegte Rüstung auszusehen hatte. Auch der Federgeschmückte Morion machte seine Stellung klar. „Æðelstan Emerson, Hauptmann der Leibgarde des Thronfolgers.“, stellte sich der Ritter mit einer angedeuteten Verbeugung vor. Dabei musste es auf außenstehende wie die Szene eines Dramas wirken, die sich in diesem Moment abzuspielen schien und der angebliche Schutzbefohlene dieses Mannes war auch noch nicht zu sehen.

„Ihr seid…“, ertönte dann nach ein paar Sekunden der Stille aber eine klare, glockenhelle aber vor Schüchternheit getrübte Kinderstimme, die einem ebenso vorsichtigen kleinen Jungen, von vielleicht 8 oder 9 Jahren, gehörte, der sich jetzt hinter dem Mann vorschob. Da das zaghafte Bürschchen, dass zwar nicht wie der Mann vor ihm eine glänzende Rüstung, aber dafür umso edlere Kleider trug, ihr wiederum nur bis zum Bauchnabel ging, musste sie nun nicht mehr nach oben schauen, sondern in die ganz andere Richtung. Nämlich nach unten. „Ihr seid doch die Lady von Fairfield, Eleanor Cherrington.“, traute der Knabe sich dann festzustellen und sah sie unsicher an.

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from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 03-04-2024, 20:39
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 04-04-2024, 16:09
RE: from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 08-04-2024, 19:21
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 09-04-2024, 19:23
RE: from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 14-04-2024, 11:45
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 17-04-2024, 17:54
RE: from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 28-04-2024, 21:46
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 30-04-2024, 18:25
RE: from privileged to plundered - von Alden Sutherland - 01-05-2024, 23:53
RE: from privileged to plundered - von Eleanor Cherrington - 18-05-2024, 12:57
RE: from privileged to plundered - von Lester Stafford - 26-05-2024, 21:51

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