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Facing our fears and vulnerabilities head-on is the first step towards healing.
11.08.1016 - 22:00
Charles' Gemächer

December never felt so wrong
Aleena Stelhammer
Winterland - Admin
Alter 21
Beruf Prinzessin
Wohnort Norsteading
Stand Verheiratet
User Nessi
#2
Facing our fears
and vulnerabilities head-on is the first step towards healing

Nachdem die Reiterstaffel mit den wehenden Fahnen und den Trompeten ihren Einzug in die Heimat verkündet hatte, hatten Aleenas Hände kaum aufgehört zu zittern. Immer wieder nestelte sie an dem Ring, der an ihrem Ringfinge steckte. Auf der einen Seite versuchte sie ihre Hände beschäftigt zu halten, damit nicht allen Beteiligten sofort klar wurde, in was für einer schwierigen Situation sich die Kronprinzessin des Winterlandes im Moment befand und auf der anderen Seite waren es die Gedanken an ihre Ehe, die sie dazu verleiteten immer wieder einen Blick auf den feinen silbernen Ring zu werfen. Obwohl Leif und Aleena sich in den letzten vier Jahren nur wenig näher gekommen waren, obwohl noch immer ein emotionale Abgrund von einer nicht zu überblickenden Größe zwischen ihnen lag und trotz der Tatsache, dass sie ihr altes Leben im Frühlingsland oft vermisste... Sie hatte sich Sorgen gemacht. Ehrliche Sorgen um die Gesundheit ihres Mannes. Und gleichzeitig auch um die der anderen Männer. Um die ihres Bruders, dem König ihrer wunderschönen Heimat. Doch wie so oft fiel dieses Mal einmal mehr auf, dass die blonde Frühlingsblume nicht gemacht war für den Krieg. Das Blutvergießen ließ sie nachts aufschrecken. Die stattgefundenen Hinrichtungen ließen ihre Gedanken kreisen. Es war schwieriger geworden sich abzulenken in den letzten Wochen. immer wieder ritten Boten voran und verkündeten den Sieg von König Charles und seiner Armee. Immer wieder wurde in Springs Court gefeiert. Bunte Banner hingen von den Hauswänden und das Wappen des Frühlingslandes prangte überall dort, wo es zu sehen war.

Aleena schluckte schwer. Sie befanden sich im Krieg. Auch wenn es sich hier nicht so anfühlte, waren Menschen gestorben. Familien wurden auseinander gerissen. Kinder haben ihre Eltern verloren oder - vielleicht sogar noch schlimmer - anders herum.
Dass seit heute ihr Bruder und König wieder in der Heimat eingetroffen war fühlte sich an wie eine Verschnaufpause. Es fühlte sich an, wie der erste Moment seit Wochen, in denen sie wieder atmen konnte. Das Blutvergießen würde vorerst stoppen. Charles Männer, falls denn überhaupt noch welche vor Ort waren, würden nicht ohne den Befehl ihres Königs handeln. Das wusste sie, auch wenn sie sonst keine Ahnung von dem Krieg und seiner ganz eigenen Politik hatte. Und wenn man an dieser Stelle ehrlich war, dann hatte sie von gar keiner Politik Ahnung. Es schickte sich nicht für Frauen sich in solche Sachen einzumischen. Sie sollte lieber kreativen Handarbeiten nachgehen oder sich an den hübsch blühenden Rosen erfreuen. Kurz verlor sie sich in Gedanken an Lester, mit dem sie vor wenigen Tagen gemeinsam ausgeritten war, um ihn (und vielleicht auch sich selbst) von all dem abzulenken.

Aleena blinzelte ein paar Mal, ehe sie auch gedanklich wieder im Hier und Jetzt ankam. Nachdem Charles ihren Neffen ins Bett gebracht hatte, lud er Leif und sie zu einem letzten gemeinsamen Abend ein, den sie auf dem pompösen Balkon an Charles Gemächern genießen würden. Der Duft des Sieges schien zu ihnen hinüber zu wehen und den Gestank der ganzen Leichen zu überdecken. Jedenfalls für die Männer. Und Aleena war klar, dass sie sich dem anschließen musste. Es war nicht ihre Aufgabe Charles zu maßregeln. Ihm ins Gewissen zu reden, dass er unschuldige Menschen umgebracht hatte. Alles in ihr schrie danach dieses Blutvergießen beenden zu wollen. Die Angst pochte darauf endlich etwas zu sagen, denn in ihrem naiven Denken würde der einzig logische Schritt sein, dass man das Frühlingsland ebenfalls angreifen würde. Und das alles WOZU?

Wieder fingen ihre Hände an zu zittern. Und wieder spielte sie an ihrem Ring.

Aleena würde nicht das sagen, was sie dachte. Sie konnte und sie durfte nicht. Es war nicht ihre Aufgabe und es überstieg jegliche ihrer Kompetenzen.
Stumm bediente sie sich also an dem reichlich gedeckten Tablett, dass einer der Diener präsentierte und entschied sich für einen alkoholfreien Traubensaft. Für den Bruchteil einer Sekunde schielte sie zu dem Bier, von dem sie sich sicher war, dass Leif es mit seiner groben Hand ergreifen und dabei vermutlich die Hälfte verschütten würde. In weiser Voraussicht strich sie ihr ausladendes Kleid also glatt und versuchte das bisschen Stoff, dass um Leifs Beine glitt, zu retten.

Dass Charles ihr die Möglichkeit geben wollte ihre Gedanken frei zu äußern war zwar ein nobler Schachzug, aber keine ernsthafte Alternative. Stattdessen versuchte sich die junge Blondine an einem zurückhaltenden Lächeln. "Krieg ist immer eine unangenehme Situation, aber ich für meinen Teil bin einfach nur dankbar, dass meine Familie gesund und unverletzt zu mir zurückgekehrt ist", antwortete sie mit sanfter Stimme und erhob ihr Glas. "Auf euch!", prostete sie den beiden zu und sah erst Leif und danach Charles für einen Augenblick in die Augen. "Ich hatte große Angst um euch beide", fügte sie leise flüsternd hinzu und verweilte mit dem Blick eine überraschend lange Sekunde auf dem muskulösen Oberkörper ihres Mannes.
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RE: Facing our fears and vulnerabilities head-on is the first step towards healing. - von Aleena Stelhammer - 07-04-2024, 09:47

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