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sands of time
05.09.1016 - 20:00
Königspalast | Reichenviertel | Wüste
Amira El Mansouri Ilyas El Mansouri

Unregistered
Amira El Mansouri
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User
#9
Hatte er bemerkt, dass ihr kalt gewesen war, oder sorgte er sich womöglich doch darum, ob sie von dem Widerrist des Hengstes rutschen konnte? Ungeachtet des Grundes, wurde sie näher an Ilyas heran gezogen und spürte sogleich die Wärme, die er ausstrahlte. Umschlossen von den Armen, seinen Atem fast an ihrem Ohr, der Soldatenkörper wie eine Wand um Sicherheit zu bieten und sie vor der Kälte abzuschirmen. Für einen Moment vergaß sie ihre Angst. Für einen Moment fühlte sie sich tatsächlich geborgen, als könne ihr hier in diesem Augenblick nichts auf der Welt etwas anhaben und schaden, außer eben vielleicht er selbst. Die feuerrote Kleidung alleine würde einen flüchtigen Blick auf die Reiter mitteilen, dass es sich hier um zwei Personen handelte, so sehr verschmolzen die Gestalten von Ross und Menschen in den Schatten ineinander. Amira wagte es ihre Finger von dem festen Griff um die Mähne zu lösen und sie stattdessen wärmesuchend zwischen seiner Brust und ihren Körper zu betten, ohne ihn aber dabei explizit mit ihrer Handfläche anzugreifen, wie sie es beim Tanze getan hatte.

„Er ist wunderschön. Der Name und Aswad“, antwortete sie und log dabei nicht. Ein Name musste nicht kreativ oder außergewöhnlich sein, um eine Bedeutung zu besitzen. Und das Pferd brachte sie hier sicheren Fußes durch die Dunkelheit der unebenen Gassen, scheute mutig keinen einzigen Schritt und hatte sich mittlerweile an das Gewicht zweier Personen gewöhnt, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Ohne Zweifel würde er auf die feinsten Hilfen seines Reiters hören und sie sicher zu ihrem Zuhause tragen. Zuhause. Zuvor hatte es Ilyas in solch harschen Worten formuliert, dass sie nur hätte dagegen argumentieren können und deswegen bleiben ließ. Doch er hatte die Wahrheit gesprochen. Sein Haus war nun ihr neues Zuhause, es würde ihre Heimat werden und ihr in einem neuen Leben neue Aufgaben und Herausforderungen aufgeben. Und diese Heimat konnte sich sehen lassen. Vereinzelte Lichter erhellten die kunstvollen Fassaden, manch eine mit einer Freske geschmückt, andere mit bunten Stoffen verziert. Hoch und erhaben standen die Häuser eines nach dem anderen, viel weiter voneinander gebaut und mit eindeutigem Gelände gesegnet, das eine gewisse Privatsphäre erlaubte. Hier lebte niemand, der sich das Geld vom Mund absparen musste, und auch, wenn sie aufgrund mangelnder Erfahrung nicht einschätzen konnte, welche Facetten Reichtum besitzen konnte, gehörte Ilyas eindeutig in die oberste Liga.

Auch in dem Haus, vor dem sie schließlich gehalten waren, brannten Lichter. Aswad hatte sie sicher hier her geleitet und sobald Amira abgestiegen war, bedankte sie sich mit einem sanften Streicheln seines kräftigen Halses, während er bereits weggeführt worden war. Und kaum der wärmenden Nähe ihres Mannes entrissen, fröstelte es sie wieder. Ohne weitere Aufforderung folgte sie ihm durch den Haupteingang hinein, geziert von pompösen Säulen und nicht minder weitläufig, als manch ein Abschnitt des Palastes. Doch war sie überrascht hier begrüßt zu werden. Die ältere Frau war herzlich und offen, so dass Amira sogleich ein Stein vom Herzen fiel. Und es war schön zu sehen, mit welcher Liebe sie ihren Sohn empfing, und mit welcher Fürsorge sie die beiden Ankömmlinge begrüßte. „Ich danke Ihnen-„ - „Haddya“, half ihr die Mutter mit einem Lächeln, obwohl der Hausherr gerade seine Höflichkeit verloren hatte die beiden Damen einander vorzustellen. „Haddya. Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen-„ – „Dich“, korrigierte die Mutter geduldig und verlor aber keinen Moment den freundlichen Ausdruck auf ihrem Gesicht, während Amira einen Blick zur Treppe warf. Als befände sie sich an einer unsichtbaren Leine, spürte sie den ungeduldigen Sog, der von Ilyas ausging. „Aber bitte geh nun schlafen. Dein Sohn hat Recht, ich bin bereits sehr müde, und vom Tanz ist mir etwas schummrig. Danke, dass du wach geblieben bist, um unser Kommen abzuwarten.“ Und die ältere Dame strahlte aus Freude, dass Amira diese Kleinigkeit aufgefallen war. Denn natürlich hatte sie es kaum erwarten können mit eigenen Augen zu sehen, wen ihr Sohn mit nachhause bringen würde.

Amira deutete eine Verneigung an, die Ilyas Mutter vermutlich gar nicht erwartet hatte, ehe sie sich umwandte und ihrem Gemahl die Treppe nach oben folgte. Am Ende des Absatzes angekommen, bedürfte es nur ein kurzes Lauschen und ein Blick zum Kegel eines flackernden Lichtscheins um auszumachen, in welche Räumlichkeit sie nun weiter vorangehen sollte. Die Tür stand offen, so dass sie hindurch trat und sich nur ein Stück umwandte, um sie hinter sich zu schließen. Irgendetwas an der Begegnung mit der älteren Frau vermochte es, ihr eine innere Ruhe zurückzugeben. Vielleicht war es die Vorstellung, dass diese Herzlichkeit kein Monster unter ihrem Dach beherbergen würde, oder dass sie der Dame zutraute sich niemals schlecht behandeln zu lassen. Vielleicht plante Ilyas doch nicht, sie auf dem Schiff über Bord zu werfen. „Deine Mutter ist eine wunderbare Frau. Werde ich morgen Zeit haben mit ihr zu sprechen?“ Denn Amira hatte keineswegs vergessen, dass er die gemeinsame Abreise klar gemacht hatte, und zugleich war es eine etwas andere Formulierung der Frage, ob er ihr die Erlaubnis dazu gab. Harscher hätte er so eben kaum versuchen können Haddya abzuwimmeln, als wäre ihr seine Anwesenheit lästig – aber irgendwie glaubte Amira nicht daran, dass er es so empfand. Es war fast, als hätte sie für einen Moment etwas anderes an ihm sehen können, als all die Zeit zuvor.

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