When the storm is here
I´ll be there

Es war am Vormittag sonnig und warm gewesen, weshalb es die Prinzessin nach draußen geführt hatte. Mit ihrem Mäppchen mit Stiften und ein paar Blättern hatte sie es sich in der Natur gemütlich gemacht und hatte im Gras gesessen, während sie gemalt hatte. Wenn sie nach draußen in die Natur ging, hatte sie meistens etwas an, dass nicht so schick war und wo sie sich besser bewegen konnte. Sie war gerne draußen, es war ruhig, entspannend und sie konnte ungestört malen oder lesen. Manchmal war sie so vertieft in ihr Bild, dass sie die Zeit vergaß. Sie ging meistens bevor es Abend wurde wieder zurück. Man sollte schließlich als Frau sich nie alleine Abends draußen aufhalten. Es war an diesem Tag später als sonst. Ein Grollen ließ die junge Frau plötzlich aufschrecken und sie sah auf. Dunkle, graue Wolken waren am Himmel und ab und zu donnerte es. Die junge Frau seufzte und stand schnell auf. Ein Sturm würde wohl aufziehen. Sie wusste nicht, wie lange sie dort gewesen war, ob man schon nach ihr suchte? Sie wollte sich schnell auf den Weg Nachhause machen und sie hoffte, dass der Sturm erst später kam. Ein plötzlicher Blitzeinschlag nicht weit von ihr, ließ sie aufschreien. Erschrocken, ging sie ein paar Schritte zurück. Sie musste schnell machen. Es war hier nicht sicher und sie fühlte leichte Panik in ihr aufsteigen. Noch ein Blitzeinschlag in der Ferne. Die rothaarige rannte los, sie war sich nicht mal sicher in welche Richtung sie rannte. Sie musste einfach schnell Nachhause, sie rannte also schneller. Es hatte irgendwann begonnen zu regnen und es wurde langsam dunkler und sie versuchte nicht zu stolpern. Sie hielt nicht an, sondern versuchte weiter schnell Nachhause zu kommen.
Irgendwann blieb sie stehen und versuchte sich zu beruhigen. Sie war erschöpft vom Rennen und obwohl das Unwetter immer noch über ihr war und es weiterhin donnerte und regnete, brauchte sie eine Pause. Ana sah sich um und merkte, dass sie nicht wusste, wo sie war. Sie sollte schon lange Zuhause sein, doch sie sah nur Bäume um sich herum. Sie wusste eigentlich immer, in welcher Richtung es Nachhause ging. Doch sie war wohl so in Panik gewesen, dass sie einfach irgendwohin gerannt war. Sie sah weiter um sich herum, doch sie wusste nicht, wo sie hingehen musste um zum Anwesen zu kommen. Angst stieg wieder in ihr auf.
"Wo bist du nur hin?!", fragte sie laut und war wütend und auch verzweifelt. Was sollte sie tun? Weiter in irgendeine Richtung rennen? Schutz suchen? Sie ging weiter, sie wusste immer noch nicht, in welche Richtung sie musste, doch sie konnte auch nicht einfach stehen bleiben. Sie hoffte, dass sie irgendwann an einem Haus vorbeikommen oder doch das Anwesen finden würde. Ana versuchte ruhig zu bleiben. Sie durfte nicht in Panik ausbrechen. Sie musste ruhig bleiben um den richtigen Weg zu finden. Sie musste überlegen, wo sie hin laufen musste. Sie musste vorsichtig sein und durfte nicht panisch oder zu voreilig handeln. Sie sagte sich dies immer wieder.