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my monsters are real
06.08.1016 - 14:25
Unbekannte heiße Quelle, abseits eines Hauptweges
Trigger: Traumata | Gewalterfahrungen
Belisarius Caderitor Muirín Henaghen

Unregistered
Belisarius Caderitor
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#7
Diese junge Frau war eine Dirne. Belisarius war sich sicher, dass eine Art Fluch auf ihr lasten musste, dass sie derartiges Verhalten so offen darstellte. Vielleicht war auch eine Dirne an sie verloren gegangen und das Schicksal hatte sich mit ihrer adeligen Geburt einen schlechten Scherz erlaubt. Belisarius mochte ihr Verhalten ganz und garnicht. Dirnen waren gefährlich, unberechenbar und sicherlich kein Umgang von Dauer. Nur wenige Dirnen genossen sein Vertrauen, hier insbesondere, die ihm als Agentinnen dienten. "Aha," machte er und nahm damit zur Kenntnis, dass sie in einer Welt lebte, die sich zuweilen stark von seiner unterschied. Aus seiner Sicht tat ihre freche Bosheit ihr Übriges. Sie wirkte eigennützig, selbst bezogen und in allem begrenzt, wenn sie bei einem Fremden derartiges obszönes Verhalten zeigte. Eine Dirne eben, doch tat diese Frau es nicht für einen Gefallen oder Geld, sondern für Lust. Lust verstand Belisarius nicht. Er verspürte derartige Gefühle nicht oft und konnte niemals mit einer Person das Bett teilen, der er nicht vollends vertraute oder sie zumindest unter Kontrolle hatte. "Ich bin froh, nicht euer Vater zu sein," konterte er ihre freche Aussage, da es ihn wenig kümmerte, was sie von sich glaubte und in der Tat erkannte er, dass ihr Verhalten wenig schlüssig war. Sie lieferte für sein Verständnis bald eine Erklärung und diese half dem Kriegsherren zu verstehen. Er verstand sehr wohl, was diese Prinzessin bewegte, sofern sie überhaupt diese Prinzessin war.

Man konnte sich schnell als eine andere Person ausgeben und eine Dirne konnte mitunter ein Geschäftsmodell darauf aufgebaut haben, eine Prinzessin darzustellen. Belisarius dachte nicht daran, dass Menschen etwas von sich aus taten, sondern wog immer einen Gegennutzen ab. Belisarius glaubte einfach nicht an einen wirklich freien Willen, sondern sah ein Leben viel mehr als eine Abfolge von Reaktionen und Gegenreaktionen, von einem ständigen Geschäft gegen das Schicksal und so war es ihm fremd, dass es diese Wollüstigkeit ohne tieferen Bezug gab. Und wieder tat sie es. Dieses unsägliche Verhalten, als ob er hier sich hier einem Bordell befand. Ihre Gesten, ihre Aufmachung und ihre Selbstdarstellung in dieser hurenhaften Aufführung missfielen ihm ganz. Sie schien nicht aus sich heraus zu kommen, verband jedwede Handlung mit Aufreiz und dies passte einfach nicht für Belisarius. Sie musste wahrlich etwas anderes wollen. "Nicht nur Messer töten," sagte er und zog die Schultern hoch, unbeeindruckt von ihrer Schönheit und der Dirnenhaftigkeit. Ihre geschnurrten Worte machten es ihm sogar schwer, ihre Worte zu verstehen, so dass er leicht sein Haupt vorschob, um sie besser verstehen zu können. "Um zu Töten braucht es nicht zwingend Können, sondern nur den Willen und die Tat," erklärte er und verfinsterte dabei seine Augen, während er sich daran erinnerte, wie leicht es ihm stets gefallen war, die Tat zu begehen und doch fiel es ihm umso schwerer damit zu leben. Es war ein gelebter Widerspruch der mit seinem Handwerk einherging. Diese sogenannte Prinzessin konnte es nicht sofort sehen, doch in seinen Augen spiegelte sich eine tragische Lebensführung und der dunkle Schleier um seine Augen löste sich auf, da er keinen Groll gegen die dirnenhafte Frau hegte, die offensichtlich eigene Probleme hatte. Er war nicht der Mann, der diese Probleme zum eigenen Liebesvorteil ausnutzte oder blind darauf vertraute, dass dies kein Nachspiel haben würde. Es hatte immer ein Nachspiel und niemand tat aus seiner Sicht derartige Handlungen ohne Absicht. Belisarius seufzte müde.

Dieses Theater passte einfach nicht ins Bild. Entweder sie dachte sich etwas dabei, dann wäre der Versuch ehrenwert, ein Ziel zu verfolgen oder sie war wirklich eine Prinzessin, deren Wollust ihren Verstand vernebelte und sich gleichsam in Gefahr begab. Wenn sie wirklich diese Prinzessin wäre, wäre es geeignete Gelegenheit, da ihr Verhalten und ihre Obszönität politsch zu verwenden war. Belisarius überlegte schnell, ob er überprüfen könne, ob sie die Wahrheit sprach aber in dieser Situation fehlten ihm die Mittel dazu. Aufmerksam beäugte ihre ansehnliche Erscheinung, gab sich einem stillen Wundern hin und stellte auch fest, dass ihr Aufreiz bei vielen verfangen konnte. Sie wusste, was sie tat aber leider war Belisarius zu ängstlich und hatte erhebliche Vertrauensdefizite gegenüber seiner Außenwelt, so dass ihre hübschen Bemühungen, wie Asche zerbrachen. "Ihr versucht der Langeweile durch diese Art der Umschmeichlung zu entgehen und ihr vertraut wirklich darauf, dass euch nie etwas Schlimmes geschehen möge?" - eine Frage, die er nun unbedarft stellte, da er sichtlich verwirrt war. Er machte dazu eine auffordernde Geste, da er wirklich nicht glauben konnte, was hier geschah. Sollte sie doch erklären und sich vielleicht verraten, wer sie wirklich war und was er noch an Nutzen daraus ziehen konnte. Diese Frau könnte noch nützlich sein, wenn sie in der Tat von der Wollust in Gefangenschaft genommen worden war. Doch Belisarius wusste auch, dass diese Art Mensch, welche der Dirnenhaftigkeit verfallen waren, nur schwerlich zu kontrollieren waren. Unsicherheit machte sich in ihm breit, da sie absolut nicht in sein Weltbild passte, wenn sie dies nicht ohne tieferen Grund tat. Langeweile war keine gute Argumentation für einen Machtmenschen, wie Belisarius. "Ihr könnt dieser Welt auch anders entfliehen. Es gibt Aufgaben und Ziele, die nicht nur auf das fleischliche Laster beschränkt sind. Natürlich könnt ihr dies tun, doch seid gewiss, dass nicht jeder Mensch derart freundlich ist und euer Begehren wohlwollend aufnimmt," meinte er und räusperte sich dann. Diese Dirne sollte sich endlich erklären, Antworten liefern, die glaubhaft waren. Sie tat es einfach nicht und Belisarius fühlte sich durch ihr Verhalten immer mehr zurückgeschreckt.

"Sofern ihr keine echte Hure seid, deren Handwerk dies ist, und ihr macht es in der Tatsächlichkeit sehr gut, doch wenn ihre wahrlich diese Prinzessin seid, ergibt sich eine Gefahr für euch, dass jemand diese, die eurige Anfälligkeit, nutzen möchte und könnte," offenbarte er sich und trat einen winzigen Schritt auf sie zu. Sein Gesicht entspannte sich etwas, doch die Vorsicht blieb. Seine natürliche Bastion blieb bestehen. Doch sie tat jetzt nach ihrer Entschuldigung einen Schritt zurück. Es schien fast so, als ob alles gesagt war, doch ihre Anziehung kratzte auch an den Mauern seiner Bastion. Doch noch blieb er standhaft, da das Misstrauen überwog und er gerne noch wissen würde, wie diese Situation noch zu nutzen war. "Ich kann gerne mit dem Fürsten Ishcateslieve sprechen...," drohte er mit Bariton-basierter Stimme sowie mit kontrollierter Absicht, da er nun wusste, dass ihm dies Klarheit verschaffen konnte. An ihrer Reaktion würde er nun ablesen können, welchen Nutzen sie noch haben konnte. Er würde ihr noch nicht verfallen, doch Belisarius war ein Mann, der stets abwog, wie eine Lage noch zu wenden war. Gerade in diesen Zeiten wäre ein aktiver Zugang zum Fürstenhof von Ishacateslieve durchaus nützlich. "... er wird Licht in diese Situation bringen," ergänzte er mit einem bösen Grinsen, welches auf seine Art seltsam herausgeputzt war und sein Gesicht merkwürdig verwandelte. Diese Dirne sollte nun wählen.
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RE: my monsters are real - von Muirín Henaghen - 03-03-2024, 12:35
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