16-04-2024, 20:12 - Wörter:
Ridvan legte den Kopf in den Nacken, ließ sein Gesicht von der warmen, aber nicht mehr zu heißen Sonne bescheinen und schloss die Augen. Er musste sich entspannen, er musste Ruhe finden. Ansonsten wäre er wohl nicht in der Lage, seine Wünsche durchzusetzen. Und auch wenn Außenstehende das bezweifelten: der König hatte viele Wünsche. Mannigfaltige Wünsche. Und er wusste, diese zu artikulieren.
Nur meistens waren seine Wünsche eher Ich-bezogener Art... und weniger von Belang für die einfachen Leute. Andere seiner Entscheidungen hatten hingegen ganz massive Auswirkungen auf die Bevölkerung seines Landes. Dharan al-Bahr musste sich mittlerweile ganz viel leerer anfühlen, als noch vor einem Monat. Die Flutwelle hatte viele in den Tod gerissen - hauptsächlich Kinder und Alte, die sich nicht rechtzeitig vor dem Wasser in Sicherheit bringen konnten. Und nun waren auch noch zahlreiche Männer in ihren besten Jahren nach Castandor geschickt worden. Großteils gegen ihren Willen, natürlich. Doch sie hatten dort dem Großkönig zu dienen, was eine wichtige Aufgabe war.
Dann hörte Ridvan die näherkommenden Schritte und er öffnete die Augen, zufrieden, Ilyas vor sich zu sehen. Einen Mann, dem er schon viele Jahre seines Lebens blind vertraute. "Ja...", gab der König langsam zurück und es wirkte fast, als wäre er gar noch etwas stärker benebelt, als sonst manchmal. Dann fand er jedoch klare Worte. "Ich will von Dir hören, wie die Stimmung in Dharan al-Bahr ist. Es hört sich für mich an, als habe das Klagen mittlerweile vollständig ein Ende gefunden...", erklärte er. Als ob die Schreie und das Wehklagen aus der Stadt überhaupt jemals sein Ohr erreicht hätte. Doch Ridvan bildete sich viele Dinge ein - so auch das Wehklagen seines Volkes. "Es ist sicherlich gut, wenn viele unserer möglichen Feinde nun im Ausland sind und dort für unsere Sache kämpfen... doch ich muss noch mehr nach Castandor entsenden.." Vorallem seine letzten Worte klangen wieder sehr gequält. Vermutlich wusste Ilyas sehr genau, wovon Ridvan sprach: seiner Tochter. Seinem Augenstern. Naila. So wichtig sie ihm war, bereitete es ihm größtes Unbehagen, gerade sie gehen zu sehen.
Ohne konkret Nailas Namen genannt zu haben, fuhr er auch schon fort. Ilyas würde seinen Gedanken schon ganz bestimmt folgen können... "Ich will, dass Du sie nach King's Portal begleitest. Ich vertraue sie nur Dir an.
Und ich will, dass Du diesen Burschen, diesen mickrigen Zweitgeborenen unter die Lupe nimmst. Und prüfst, ob er auch gut genug für sie ist...", gab er ihm schließlich weitere Aufgaben.
Nur meistens waren seine Wünsche eher Ich-bezogener Art... und weniger von Belang für die einfachen Leute. Andere seiner Entscheidungen hatten hingegen ganz massive Auswirkungen auf die Bevölkerung seines Landes. Dharan al-Bahr musste sich mittlerweile ganz viel leerer anfühlen, als noch vor einem Monat. Die Flutwelle hatte viele in den Tod gerissen - hauptsächlich Kinder und Alte, die sich nicht rechtzeitig vor dem Wasser in Sicherheit bringen konnten. Und nun waren auch noch zahlreiche Männer in ihren besten Jahren nach Castandor geschickt worden. Großteils gegen ihren Willen, natürlich. Doch sie hatten dort dem Großkönig zu dienen, was eine wichtige Aufgabe war.
Dann hörte Ridvan die näherkommenden Schritte und er öffnete die Augen, zufrieden, Ilyas vor sich zu sehen. Einen Mann, dem er schon viele Jahre seines Lebens blind vertraute. "Ja...", gab der König langsam zurück und es wirkte fast, als wäre er gar noch etwas stärker benebelt, als sonst manchmal. Dann fand er jedoch klare Worte. "Ich will von Dir hören, wie die Stimmung in Dharan al-Bahr ist. Es hört sich für mich an, als habe das Klagen mittlerweile vollständig ein Ende gefunden...", erklärte er. Als ob die Schreie und das Wehklagen aus der Stadt überhaupt jemals sein Ohr erreicht hätte. Doch Ridvan bildete sich viele Dinge ein - so auch das Wehklagen seines Volkes. "Es ist sicherlich gut, wenn viele unserer möglichen Feinde nun im Ausland sind und dort für unsere Sache kämpfen... doch ich muss noch mehr nach Castandor entsenden.." Vorallem seine letzten Worte klangen wieder sehr gequält. Vermutlich wusste Ilyas sehr genau, wovon Ridvan sprach: seiner Tochter. Seinem Augenstern. Naila. So wichtig sie ihm war, bereitete es ihm größtes Unbehagen, gerade sie gehen zu sehen.
Ohne konkret Nailas Namen genannt zu haben, fuhr er auch schon fort. Ilyas würde seinen Gedanken schon ganz bestimmt folgen können... "Ich will, dass Du sie nach King's Portal begleitest. Ich vertraue sie nur Dir an.
Und ich will, dass Du diesen Burschen, diesen mickrigen Zweitgeborenen unter die Lupe nimmst. Und prüfst, ob er auch gut genug für sie ist...", gab er ihm schließlich weitere Aufgaben.
