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it don't come easy
27.08.1016 - 19:00
vor den Stadttoren
Trigger: Gewalt
Maeve Rain Ronan Mag Mell

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Maeve Rain
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#3
Ihre linke Hand legte sich auf die entgegen gereichte Börse und schob diese sanft wieder dem Mädchen zu. „Behalte es, Kind.“ Als ob sie auf die Almosen irgendeiner Feldgöre angewiesen wäre. Eins, rasseln, zwei, rasseln, drei, rasseln. Maeve fragte sich, ob es womöglich wäre ein Pferd zu diesem regelmäßigen Takt tanzen zu lassen, ob Gaukler es für ihre Trommelschläge nutzen würden oder Kinder auf der Straße ihre Lieder dazu sangen. Doch die Zahlenabfolge verlangsamte sich für ungeübte Gesellen kaum merklich, und das Rasseln wurde leiser. Nein, sie wollte nicht, dass dieses Biest lebte. Die Frage war nur, wie lange noch. Sollten es Minuten sein? Ein Tag? Zwei oder derer drei? Die Verzweiflung in der Atemnot war beinahe schon greifbar und wohl hätte sich das junge Ding an sie noch hilfesuchend angelehnt, wenn die Hexe sie nicht mit einem Deut gegen die Schulter von sich ferngehalten hätte. So weit käme es ja noch.

„Vielleicht vermag diese Tinktur dir zu helfen“, nahm Maeve schließlich das Wort wieder auf und wühlte in ihrem kleinen schwarzen Lederbeutel, der an der rechten Seite der Hüfte hing, und fischte eine Phiole mit heller waldgrüner Flüssigkeit hervor. Das kleine Fläschchen besaß in seiner ovalen Form zwei markante Einkerbungen. Demonstrativ hielt sie es vor die blassweiße Nase, und ließ sie dann bis zu der ersten Markierung trinken, der enthaltene Thymian würde geschmacklich hervor treten. „Morgen und übermorgen Abend zum Untergehen der Sonne am Horizont. Danach wirst du nie wieder Probleme damit haben.“ Ein mildes Lächeln, als sie dem Mädchen, dessen geräuschvoller Atem tatsächlich ein wenig ruhiger wurde, das Fläschchen in die Hand drückte. Maeves Versprechen würde sich halten. „Doch meide die Stadt, Kind. Fremde Soldaten patrollieren die Straßen und einem hübschen Ding wie dir würden sie nur Schaden zufügen. Geh nachhause.“ Und bleib dort. Das eifrige Nicken schüttelte beinahe die roten Locken aus dem gebundenen Tuch, und mithilfe der Hexe schaffte sie es langsam wieder auf die Beine. Schwer hob sich ihr Brustkorb unter den zehrenden Atemzügen, die in den nächsten Stunden leichter werden sollten. Zumindest solange, bis die Wirkung des Tranks nachließ und das Gift wieder die Überhand erhielt. Würde sich das Kind daran halten? Würde sie immer bis zum Abend warten, würde sie die Markierungen einhalten, oder bereits übermorgen eine leere Phiole in der Hand halten, während sie elendig erstickte?

„Wie kann ich Euch danken, edle Dame?“, die Stimme leider gar nicht dem Quaken einer hässlichen Kröte ähnlich, sondern trotz der Anstrengung darin samtig süß wie flüssiger Honig, „Ich werde Euch in meine Gebete einbinden und-„ Doch die Worte brachen ab, als der Blick des Mädchens für einen Moment an Maeve vorbei gegangen war, und die Hexe konnte nicht sagen, ob sich ihr Gesicht aus Erstaunen oder Begeisterung erhellte. „Entschuldigt mich.“ Und kaum, dass ein Mann auf die Bühne trat, war Frau abgemeldet. Doch welcher Mann hier in Erscheinung getreten war, bemerkte sie erst, als sie sich selbst herumdrehte und sich ihr Blick mit Ronans traf. Ihr Kinn hob sich eine Nuance nach oben, und nebenbei zog sie ein kleines Stofftuch aus dem Beutel hervor um sich die Hände, mit denen sie das Ding angegriffen hatte, sorgfältig abzuwischen. Wer wusste schon, welche Pestilenz das Mädchen mit sich herum trug, so bereitwillig, wie sie jedem Mann schöne Augen machte? Die Stadt war geplagt von Krankheit, und Maeve hatte vor diese sorgsam von sich fernzuhalten.

Ohne Steinwand oder Maeves Hilfe waren die Schritte schwerfällig, die das Mädchen auf Ronan zutat, doch strahlte ihre Person die Entzückung darüber aus, dass er erschienen war. Aufgetaucht auf der Suche nach ihr, besorgt um ihr Wohlergehen und bereits von den mandelförmigen Augen so sehr in Beschlag genommen, dass er ihr bereit wäre die Stadt zu Füßen zu legen. So ein dummes Ding. Vermutlich dachte sie noch, die ganze Welt würde sich nur um sie drehen. Der Hass in Maeves Gedanken schob sich in ihren Blick hinein, ehe sie sich für den Moment abwandte um das Stofftuch neben sich in den schmalen Wiesenstreifen fallen zu lassen. Da war sie hin, die unbändige Dankbarkeit des Mädchens für die Frau, die gerade ihr Leben gerettet hatte. Aber sie würde sich schon noch an sie erinnern, wenn sie ihren letzten Atemzug tätigte.
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it don't come easy - von Maeve Rain - 20-04-2024, 14:26
RE: it don't come easy - von Ronan Mag Mell - 21-04-2024, 16:40
RE: it don't come easy - von Maeve Rain - 22-04-2024, 14:10
RE: it don't come easy - von Ronan Mag Mell - 25-04-2024, 10:33
RE: it don't come easy - von Maeve Rain - 25-04-2024, 20:29
RE: it don't come easy - von Ronan Mag Mell - 26-04-2024, 22:36
RE: it don't come easy - von Maeve Rain - 28-04-2024, 00:28
RE: it don't come easy - von Ronan Mag Mell - 02-05-2024, 07:49
RE: it don't come easy - von Maeve Rain - 04-05-2024, 21:57

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