19-04-2026, 15:54
Es war so viel besser. Alles war besser, als die muffige Gefängniszelle, in der es nichts als nackten kalten Stein gab. Doch sie wusste, dass sie sich nicht in zu falscher Sicherheit wähnen durfte. Es dauerte auch nicht lange, bis Tariq ihr genau das vor Augen hielt. Sie war nicht frei. Nicht einmal ansatzweise. Auch nicht viel freier, als noch vor wenigen Minuten gewesen war, mit dem großen Unterschied, dass ihre Gefängniszelle sich deutlich verbessert hatte. Ihr Blick wanderte zu dem Bett mit den feinen Laken und dem gemütlichen Kopfkissen, zu den zwei Mädchen, die mit gesenktem Blick im Zimmer standen und darauf warteten, ihrer Berufung nachzugehen und dem kleinen Obstkorb, der auf dem Tisch stand und der ehemaligen Königin das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ. Niemals hatte sie diese Dinge zu schätzen gewusst, bevor sie eingesperrt war. Sie war in einem Luxus aufgewachsen, den sich nur die wenigsten in Matariyya leisten konnten, das wusste sie, doch sie hat nie mit dem Gedanken gespielt, dass das reines Glück gewesen war. Genauso wenig wie sie sich jemals überlegt hat, wie es sich anfühlen musste, alle diesen Luxus nicht mehr zu haben. Oder ihn nie gehabt zu haben. Das war kein Teil ihrer eigenen kleinen Seifenblase gewesen. Sie war eine Königin, von Geburt an dazu auserkoren dieses Land zu regieren, an der Seite ihres Mannes zu stehen und ihm eine gute Ehefrau zu sein. In ihrer Erziehung hat man keinen besonderen Wert auf Empathie und Einfühlungsvermögen gelegt. Das war nie Teil ihrer Ausbildung. Sie sollte eine gehorsame Ehefrau sein, gut aussehen und ihren Mann beglücken, denn dieser war derjenige, der die große Last der Regentschaft auf seinen Schultern tragen würde. Sie war nur Beiwerk. Und trotzdem war es ihr zum Verhängnis geworden, wie sie nun bitter feststellen musste.
Die Worte ihres Peinigers drangen nur noch gedämpft an ihre Ohren, während ihre Augen sehnsüchtig durch die Gemächer glitten. Das hier war definitiv besser, doch gleichzeitig kroch ihr die Angst obgleich seiner Worte den Rücken hinauf. Dass er - wer auch immer er war, dieser Mann hinter der Schlangenmaske - noch Pläne mit ihr hatte, bezweifelte sie keine Sekunde. Stundenlang hatte sich die dunkelhaarige Schönheit schon den Kopf darüber zerbrochen, wer er sein könnte. Wer hinter diesem Attentat stecken konnte. Sicherlich kein einzelner Mann, doch zu einem konkreteren Ergebnis war sie bislang auch nicht gekommen.
Hoffnungsvoll glitten ihre Augen zu den beiden Mädchen. Sie wussten ganz sicher irgendwas. Die Frage war, nur ob sie reden würden. Yasirahs Druckmittel und Versprechen waren aktuell kaum mehr, als leere Worte, weshalb sie sich noch nicht sicher war, ob sie aus ihnen irgendetwas heraus bekommen würde. Aber sie würde es versuchen. Mit all ihren Mitteln. Und wenn sie ihnen weh tun musste. Es war ihr egal. Sie hatte nichts mehr zu verlieren, außer diese Gemächer.
Nur beiläufig bekam sie mit, wie das Tür hinter ihr ins Schloss fiel und das leise Klicken davon zeugte, dass sie noch immer in einer Gefängniszelle saß. Nur mit mehr Annehmlichkeiten. Erschöpft ließ sie sich auf das weiche Bett fallen und hatte schon längst wieder vergessen, dass sie ja gar nicht alleine war.
Die Worte ihres Peinigers drangen nur noch gedämpft an ihre Ohren, während ihre Augen sehnsüchtig durch die Gemächer glitten. Das hier war definitiv besser, doch gleichzeitig kroch ihr die Angst obgleich seiner Worte den Rücken hinauf. Dass er - wer auch immer er war, dieser Mann hinter der Schlangenmaske - noch Pläne mit ihr hatte, bezweifelte sie keine Sekunde. Stundenlang hatte sich die dunkelhaarige Schönheit schon den Kopf darüber zerbrochen, wer er sein könnte. Wer hinter diesem Attentat stecken konnte. Sicherlich kein einzelner Mann, doch zu einem konkreteren Ergebnis war sie bislang auch nicht gekommen.
Hoffnungsvoll glitten ihre Augen zu den beiden Mädchen. Sie wussten ganz sicher irgendwas. Die Frage war, nur ob sie reden würden. Yasirahs Druckmittel und Versprechen waren aktuell kaum mehr, als leere Worte, weshalb sie sich noch nicht sicher war, ob sie aus ihnen irgendetwas heraus bekommen würde. Aber sie würde es versuchen. Mit all ihren Mitteln. Und wenn sie ihnen weh tun musste. Es war ihr egal. Sie hatte nichts mehr zu verlieren, außer diese Gemächer.
Nur beiläufig bekam sie mit, wie das Tür hinter ihr ins Schloss fiel und das leise Klicken davon zeugte, dass sie noch immer in einer Gefängniszelle saß. Nur mit mehr Annehmlichkeiten. Erschöpft ließ sie sich auf das weiche Bett fallen und hatte schon längst wieder vergessen, dass sie ja gar nicht alleine war.