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The sky was fallin′ like a comet
10.10.1016 - 19:00
Speisesaal der Frasers | Festung auf Kenmara

Cathal & Muirín | 10.10.1016 ndV | abends
Make me lose my breath
Muirín Henaghen
Herbstland - Admin
Alter 23
Beruf Prinzessin
Wohnort Ishcateslieve, Farynn
Stand Verlobt
User Nessi
#11
Mit dem Moment, in dem sie beide ihr Besteckt weglegten, wurde es ruhiger um sie herum. Nicht in Form von Worten, sondern in Form von Gedanken. Es war das Ende eines wirklich unangenehmen Essens und die Prinzessin konnte sich nicht daran erinnern, wann sie jemals schon mal so froh gewesen war, vom Tisch aufstehen zu dürfen. Natürlich hätte sie auch Kopfschmerzen vortäuschen können, um sich zu entschuldigen, doch auch, wenn sie überhaupt kein Interesse an dieser Hochzeit hatte, war sie rational genug, um zu wissen, dass sie hier einen sehr langen Teil ihres Lebens verbringen würde. Es gab keine anderen Möglichkeiten mehr, keine Alternativen. Diese Hochzeit würde stattfinden und Kenmara würde ihre neue Heimat werden. Damit musste sie sich arrangieren. Genauso wie die Menschen, denen sie nun ins Gesicht blickte, als sie vorsichtig aufstand, ihre neue Familie werden würde. Und wer weiß, vielleicht würde es ja gar nicht so schlimm werden, wie sie sich ihr Leben hier ausmalte. Immerhin das viele Gestein und die Felsen waren irgendwie etwas, was ihr ein gewisses Gefühl von Heimat vermittelte. Und wer weiß, vielleicht würde sie ja noch mehr Gemeinsamkeiten zwischen Kenmara und Ishcateslieve finden können.

"
Danke
", murmelte sie leise, als ihr baldiger Ehemann ihr ihren Stuhl zur Seite schob und ihr einen Arm anbot. Sie war überrascht von so viel... Akzeptanz? Unsicher, ob das wirklich der richtige Begriff war, schlang sie ihren Arm in den seinen und legte die Hand vorsichtig, beinahe schwebend, auf seinen angewinkelten Unterarm. Es war ihre erste Berührung und sie war sich nicht sicher, wie... wie das Alles hier einfach funktionierte. Wie Männer an sich funktionierten wusste sie. Aber ein blinder Fürst, den sie in zwei Tagen heiraten sollte, war auf jeder erdenklichen Ebene etwas anderes. Zumal erschwerend hinzu kam, dass sie beide kein Interesse aneinander hatten. Wie SOWAS also funktionierte, wusste sie tatsächlich nicht mehr.

Nachdem sie unter sich waren und Seite an Seite durch die nackten Steingänge wanderten, überraschte er sie erneut. Eine Entschuldigung hat sie von Cathal wirklich nicht erwartet und hatte umgehend ein schlechtes Gewissen, weil sie sich von ihrer absolut schlechtesten Seite beim Essen gezeigt hatte. "
Mir tut es auch leid. Ich kann mich wirklich benehmen, das könnt Ihr mir glauben
", flüsterte sie leise und bemerkte kaum die sanfte Bewegung seines anderen Armes, der die Mauer anfasste. Er bewegte sich mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass sie beinahe vergaß, dass er nichts sehen konnte. "
Ich hoffe Ihr gebt mir eine zweite Chance, meinen ersten Eindruck wett zu machen
", sagte sie mit einem Lächeln auf den Lippen und warf einen Blick zur Seite, um ihn anzusehen. Reine Gewohnheit. Und wieder einmal stellte sie fest, dass es sich sehr falsch anfühlte, ihn anzugucken, während er nicht das gleiche mit ihr machen konnte.
[Bild: thxYbZu.png]
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Herbstland
Cathal Fraser
Herbstland
Alter 25
Beruf Prinz von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verlobt
User Natsch
#12
Er spürte ihre Unsicherheit und verstand, dass sie diesem neuen, brüchigen Frieden, der von ihm ausging, noch nicht ganz traute. Als ihre Hand seinen Arm berührte, spannte sich für einen Moment jede Faser seiner Muskulatur. Berührungen waren für Cathal niemals banal gewesen. Sie trugen immer Gewicht, eine Art stilles Schwurband, und schon als Kind hatte er entschieden, mit wem er sie teilen wollte – und mit wem nicht.
Hier, in diesem Augenblick, wollte er es eigentlich nicht. Doch der Anstand, die Tradition, das Band, das sie in Zukunft verbinden sollte, gebot es ihm, sie zu führen. Langsam spürte er ihre Wärme, die zarte Beschaffenheit ihrer Hände, den zaghaften Druck, der von ihr ausging. Es war wie ein stilles Ritual: Hände, die tastend suchen, Fingerspitzen, die nach Zeichen von Vertrauen fragen.
Er hob behutsam seine andere Hand und legte sie über ihre, ein flüchtiger, aber gewichtiger Akt – seine Hände wurden zu seinen Augen, suchten, tasteten, schauten. Seine Finger glitten sanft über ihre, ehe sie wieder voneinander rutschten. Ein vages Lächeln zuckte über seine Lippen, leise, fast zeremoniell.
„Ihr habt sehr zarte Finger“
, murmelte er, die Stimme neutral, doch die kleinen Nuancen seines Tons verrieten ein kaum greifbares Amüsement, eine subtile Bewunderung, die nur für sie bestimmt war.

Ihre Entschuldigung besänftigte das temperamentvolle Wesen, das in seinem Inneren hauste, und das Lächeln, das sich nun auf seinen Lippen zeigte, trug eine Spur Wärme und Nachsicht – jene stille Größe, zu der der Fürstensohn fähig war.
„Ich gebe Euch all die Zeit unserer Ehe, um diesen ersten Eindruck wettzumachen. Ich hoffe, diese Chance bekomme ich auch“
, sprach er ruhig. Seine Finger glitten über den rauen Stein zu seiner Rechten, tasteten die Kanten, zählten die Schritte wie kleine, unsichtbare Markierungen auf einem vertrauten Pfad. Dann hob er Muiríns Hand leicht, führte sie, einen Schritt nach dem anderen, die Stufen hinab. Jede Bewegung war bedacht. Nur innerhalb dieser Mauern konnte er sich so sicher, so frei bewegen. Die Welt draußen war ungewiss, fremd, und die Tatsache, dass er sie niemals sehen würde, färbte seinen Verstand nicht mehr mit Bedauern, sondern mit stiller, unbeirrbarer Akzeptanz.

Vor der Tür blieb er einen Moment stehen. Die Finger seiner rechten Hand schlossen sich um den schweren Griff, tasteten jede Kontur, ehe er die Türe nach außen aufschob.
„Kenmara ist schön – auf seine Weise“
, fuhr er fort, während der Wind nach ihnen griff und die Türe hinter ihnen mit einem dumpfen Knarren ins Schloss fiel.
„Und zu meinem Bedauern habe ich es nie mit meinen Augen sehen können. Ebenso wenig wie die anderen Fürstentümer oder Länder“
, gestand der junge Mann.
Er holte tief Luft, ließ den Salzgeschmack auf seiner Zunge verweilen, den Wind wie einen kühlen Schleier über sein Gesicht streichen. Jede Empfindung, jedes Geräusch, jede Nuance der Luft formte für ihn ein Bild, das kein Auge je gesehen hatte, aber dennoch ebenso lebendig war.
„Wie ist es in Eurer Heimat? Wie sieht sie aus?“
, fragte er und trat weiter vor. Seine Sinne fingen die Welt um ihn herum auf: das leise Rascheln des hohen Schilfgrases an den Hängen, das Heulen des Windes, das zwischen die Kluften der Klippen pfiff, das sanfte Prickeln des Salzes, das vom Meer zu ihnen getragen wurde.
[Bild: Cathal_Signatur_01.png]
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Make me lose my breath
Muirín Henaghen
Herbstland - Admin
Alter 23
Beruf Prinzessin
Wohnort Ishcateslieve, Farynn
Stand Verlobt
User Nessi
#13
Eine stumme Berührung voller Selbstverständlichkeit, so wie ihre forschenden Blicke, die sie ihm unbeobachtet zuwerfen konnte. Seine Möglichkeiten Dinge wahrzunehmen waren nur so viel offensichtlicher, als die ihren. Und automatisch schlich sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen. Es war Dankbarkeit, die sich da plötzlich Bahn brach, nachdem sie ein völlig falsches Bild beim Abendessen von sich gezeigt hatte. Die letzten Tage waren sehr anstrengend gewesen, man hat der jungen Prinzessin noch gar nicht die Möglichkeit gegeben darüber nachzudenken, was diese Änderungen nun für sie bedeuteten. Sie war überfordert, müde und vollkommen unschlüssig, ob das das Beste oder das Schlimmste ist, was ihr jemals im Leben passiert war. In der einen Minute befand sie sich auf einem emotionalen Hoch, hatte das Gefühl, dass diese Ehe ihrem Leben doch ein Ziel geben konnte und in der nächsten Minute fühlte sie sich, als hätte man sie eingesperrt und den Schlüssel zu ihrem Käfig in die Wellen Kenmaras geworfen. Es war ein Wechselbad der Gefühle und man hatte ihr nie wirklich beigebracht, wie sie mit so etwas umzugehen hatte. Sie war eine Prinzessin - zwar nur die, eines Fürstentums, aber sie zählte zum niederen Adel. Es gab in ihrem Leben selten Situationen, wo sie etwas haben wollte, was sie nicht bekommen konnte. Sie war verwöhnt, egozentrisch und ungeduldig. Dass man sie nun so sehr in ihre eigenen Schranken gewiesen hatte, war das erste Mal, dass ihr die Hände gebunden waren. Muirín Henaghen war plötzlich ein zahmes Kätzchen, weil es nicht anders ging. Doch als sich ihr vorhin beim Abendessen die Möglichkeit bot, platzte plötzlich der ganze Unmut und die ganze angestaute Frustration aus ihr heraus, sodass sie ein völlig falsches Bild von sich gezeichnet hatte. Umso dankbarer war sie nun nicht nur über seine Worte, sondern auch über seine Berührung. Es war das stumme Eingeständnis von Interesse. Oder jedenfalls nahm die Rothaarige es so auf. Es war das Versprechen, hinzusehen und nicht wegzusehen. Ihr eine Chance zu geben. Und ehrlich gesagt war das mehr, als das, was sie nach ihrem Auftritt vorhin verdient hatte.

Ohne eine Bewegung ihrer Finger beendete er die Berührung ihrer Hände, was einen unangenehm kalten Luftzug zurückließ. Vor allem, nachdem er die Tür zu den Ländereien aufgestoßen hatte und ihnen plötzlich der sagenumwobene Wind der Klippen um die Ohren pfiff. "
Selbstverständlich bekommt ihr die gleiche Chance, wie ich. Ich war schon immer eine Freundin von Chancengleichheit
", antwortete sie lächelnd und spürte, dass ihr Lächeln in ihrer Stimme zu hören war. Es waren Nuancen, auf die sie bis vor wenigen Stunden noch nie geachtet hatte, doch wenn man sich auch nur ansatzweise vorstellte, wie man diese Welt ohne das eigene Augenlicht wahrnehmen konnte, dann fielen einem plötzlich solche Kleinigkeiten auf.

Als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel und damit eine Art Symbol für ihre eigene Freiheit darstellte, lockerte sie den Druck an seinem Arm ein wenig. Nicht, weil sie ihn loslassen wollte, sondern weil sie das Gefühl hatte wieder atmen zu können. Sie wollte ihm auch seinen Raum geben, ihn wissen lassen, dass er sie jederzeit loslassen konnte, wenn ihm danach war. "
Es tut mir leid
", flüsterte sie leise, als er davon erzählte, dass er nie mit eigenen Augen gesehen hat, wie Kenmara aussah. Ein Stich in ihrer Brust begleitete diese Worte und sie ließ noch einmal bewusster die grünen Augen über die Klippen wandern, die sich vor ihnen ausbreiteten. Es war ein wunderschöner Anblick. Erhaben, mächtig und so unbändig, dass Muirín sich beinahe davon inspirieren ließ. Sie wollte so sein, wie diese Klippen. Wie der Wind, so stark und frei. "
Seid ihr seit Eurer Geburt blind?
", fragte sie vorsichtig. Sie war sich nicht sicher, wie gesprächig er diesbezüglich war, doch nachdem er selbst das Thema angesprochen hat, vermutete sie, dass er grundsätzlich kein Problem hatte, darüber zu reden.

"
In Ishcateslieve haben wir viel Gebirge, große Berge und beschützte Täler. Und einige heiße Quellen, die auf natürliche Weise entstanden sind und einen gewissen Heileffekt haben sollen. Das Wasser ist sehr salzig und so warm, dass man aufpassen muss, sich nicht zu verbrennen
", erzählte sie von ihrer Heimat und verfiel beinahe in eine gewisse Plauderei, die ihr half zu vergessen, dass sie ihre Heimat vielleicht niemals wieder sehen würde. "
Es ist rau. Es regnet viel, Wind haben wir auch - anders, als hier an den Klippen, aber trotzdem ist er ein ständiger Begleiter. Aber ich verspreche Euch: falls wir jemals die Möglichkeit bekommen in diesen Quellen baden zu gehen, werdet ihr das Gefühl haben, danach neugeboren zu sein
", die Prinzessin kicherte leise und trat gemeinsam mit Cathal ein paar Schritte weiter von der Burg weg. Noch immer lag ihre Hand auf seinem Unterarm und sie berührten sich. Auch, wenn sie sich einredete, dass es mehr für seine Sicherheit war, war es wohl genau umgekehrt...
[Bild: thxYbZu.png]
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Herbstland
Cathal Fraser
Herbstland
Alter 25
Beruf Prinz von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verlobt
User Natsch
#14
Ein vages Schmunzeln huschte über Cathals Lippen, als Muirín ihre Vorliebe für Chancengleichheit bekundete und ihm damit ebenfalls eine zweite Gelegenheit einräumte. Es lag eine gewisse Ironie darin, dass sie beide einander zunächst scharf angefahren hatten, nur um nun, deutlich zahmer geworden, wieder den Kontakt zu suchen. Eigentlich war all das sogar unnötig, wie Cathal sich eingestehen musste – und er konnte sich bereits ausmalen, was sein Vater dazu sagen und was dessen Gemahlin wohl darüber denken würde.
Doch das war eine Sorge, um die sich Cathal später kümmern konnte. Und wer, wenn nicht er selbst, war ein wahrer Meister darin, eine Schelte über sich ergehen zu lassen, ergeben zu nicken und eine gemurmelte Entschuldigung darzubringen? Schließlich hatte er sich bereits bei seiner zukünftigen Braut entschuldigt. Damit hatte er eigentlich schon seinen Soll erfüllt.
„Dann stehen die Karten ja gut, dass wir einander noch überzeugen können“
, sagte der junge Fraser leichthin, während sich das Schmunzeln auf seinen Lippen zu einem schiefen Lächeln wandelte. Er hatte diesen Ton in ihrer Stimme wahrgenommen – jenes feine, helle Klingen, das Worte begleitete, wenn sie von einem Lächeln getragen wurden.
Es war etwas, das andere nicht zu verbergen wussten, etwas, das sie für ihn lesbar machte. Und es war etwas, das er in unzähligen Stunden hatte erlernen müssen: tastend, mit den Händen in den Gesichtern seiner Schwestern, aufmerksam für jede noch so kleine Regung. Er hatte vieles lernen müssen – was ein Lächeln war, wie es sich anfühlen mochte, wie es vielleicht aussah, auch wenn er es niemals mit seinen Augen gesehen hatte.

Aufmerksam nahm er wahr, wie sie den Griff um seinen Arm lockerte, ihn jedoch nicht losließ. Auch er seinerseits unterbrach den Kontakt nicht – vielleicht aus Höflichkeit, vielleicht aber auch, weil ihm bewusst war, dass er sich mit der Tatsache ihrer Hochzeit würde arrangieren müssen und es ihm nichts einbringen würde, seine eigene Frau zur Feindin zu machen. Sie würden miteinander leben. Vielleicht würden sie eines Tages sogar eine Familie gründen. Sie würden Schulter an Schulter stehen müssen, wenn sie in ihrer Welt bestehen wollten. Es war eine Partnerschaft – vielleicht eine erzwungene, doch eben eine Partnerschaft. Cathal war nicht dumm, auch wenn er ein überschäumendes Temperament sein Eigen nennen konnte.
Dass sie sich für den Umstand seiner Blindheit entschuldigte, ließ den jungen Fraser leicht den Kopf schütteln.
„Das muss es nicht. Es ist ein Schicksal wie jedes andere – wer weiß schon, wofür es gut ist“
, entgegnete er ruhig, während er den Kopf ein wenig drehte, dem Wind folgend und den salzigen Geruch des Meeres tief in seine Lungen zog.
„Vielleicht wäre ich ja noch arroganter, wenn ich sehen könnte“
, fügte er selbstironisch hinzu, als sein Kopf sich wieder in Muiríns Richtung wandte, ohne sie dabei bewusst ansehen zu können.
„Ich bin seit meiner Geburt blind“
, bestätigte er ihre Frage und hielt einen Moment inne, als überlegte er, wie viel er preisgeben wollte. Schließlich sprach er weiter:
„Meine jüngeren Schwestern halfen mir, die Welt zu begreifen – mit meinen Händen, durch Gerüche und durch Töne. Sie versuchten sogar, mir Farben zu erklären, was zugegebenermaßen eine große Herausforderung war.“
Wieder zupfte ein leises Lächeln an seinen Mundwinkeln.

Er führte sie ein Stück weiter den langen, gemauerten Pfad entlang, der sich an den Klippen entlangzog – ein Weg, auf dem er einst mit Niamh und Moira gespielt hatte, als sie noch Kinder gewesen waren. Aufmerksam lauschte er der jungen Frau an seiner Seite, während sie von ihrer Heimat erzählte, und er hörte deutlich, wie viel sie ihr bedeutete.
„Ishcateslieve klingt, als ließen sich auch dort Orte finden, an denen man seine Ruhe vor anderen Menschen hat“
, sagte er ruhig.
„Allein der Quellen wegen sollten wir Eure Familie wohl eines Tages besuchen.“
Cathal kannte warme Bäder, doch in einer heißen, salzigen Quelle hatte er selbst noch nie gelegen.
„Ich fürchte allerdings, dass ich nicht schwimmen kann“
, gestand der Fraser schließlich und empfand sich insgeheim ein wenig albern dafür, dass er ihr Kichern schön fand. Es lag etwas Unbeschwertes darin, beinahe Kindliches – etwas, das ihm in den vergangenen Jahren abhandengekommen war. Und er wusste, dass er zu feige war, sich einzugestehen, woran das lag.
[Bild: Cathal_Signatur_01.png]
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Make me lose my breath
Muirín Henaghen
Herbstland - Admin
Alter 23
Beruf Prinzessin
Wohnort Ishcateslieve, Farynn
Stand Verlobt
User Nessi
#15
Im ersten Moment verführte es die Rothaarige dazu zu lachen, als er behauptete, dass er vielleicht sogar noch arroganter wäre, wenn er sehen könnte, doch es blieb ihr im Halse stecken. Der nächste Gedanke, der folgte, war auf sein Selbstbewusstsein gemünzt, welches sicherlich besser wäre, wenn er sehen könnte, doch ehrlicherweise musste sie sich eingestehen, dass sie das überhaupt nicht beurteilen konnte. Außerdem wirkte er in den letzten Minuten alles andere als unsicher. Die Selbstverständlichkeit, mit der er sich durch die Festung bewegte, beeindruckte die Prinzessin und ließ sie so manches Mal staunend seine Herangehensweisen beobachten. Es war faszinierend zu sehen, wie er sich seine Umwelt zurechtlegte. Wie er sah, während andere hinsahen. Wie er Details wahrnahm, die andere vielleicht übersahen. Und da musste sie feststellen, dass sie beides als sehr unwahrscheinlich empfand: sowohl, dass er arroganter wäre, als auch dass er selbstbewusster sein könnte, als er es ohnehin schon war. Es war keine Schwäche, sich in unbekannten Gebieten nicht gut zurecht zu finden. Jedenfalls empfand sie selbst es nicht so. Allerdings war das sicherlich vor einigen Tagen noch etwas anders gewesen. Als man ihr die Nachricht eröffnete, dass sie den Prinzen des Fürsten von Kenmara heiraten würde, den man erst vor wenigen Jahren aus seiner rechtmäßigen Thronfolge entfernt hatte, war sie zu Tode betrübt gewesen. Die Tatsache, dass er nicht nur sein Recht auf den Fürstentitel verloren hat, so hatte er kein Augenlicht, mit dem er ihre Schönheit wahrnehmen könnte - dabei war das doch die letzten Jahre ihr einziger Vorzug gewesen. Sie war weder besonders intelligent, noch die meiste Zeit besonders humorvoll. Sie hatte sich immer mehr oder weniger freiwillig darauf beschränkt, dass sie immerhin besonders gut aussah, wenn dafür schon die anderen Attribute nicht besonders hervorstechend waren. Und dass ausgerechnet das ihr nun keinen Vorteil bringen würde, weil er nichts davon wahrnehmen konnte, hatte sie beinahe zur Verzweiflung getrieben.

"
Ich versuche nachzuvollziehen, wie das für Euch gewesen sein muss, aber ich glaube, dazu bin ich nicht in der Lage. Farben jedoch mit einfachen Worten zu erklären... Ich weiß nicht, ob ich das gekonnt hätte. Aber... Falls eure Schwestern auch nur ansatzweise Erfolg damit gehabt haben, kann ich Euch erzählen, dass ich rotes Haar habe. Das ist vermutlich das, was an meiner Erscheinung als erste auffällt
", erklärte sie und hoffte, dass er mit der Bezeichnung 'rot' etwas anfangen konnte. Sicher war sie sich nicht, aber ihr fiel auch nicht ein, wie man jemandem eine Farbe erklären sollte, der keine Referenz hatte. Das war schier unmöglich! Automatisch interessierte sie sich sehr dafür, ob der Versuch seiner Schwestern von Erfolg gekrönt gewesen war.

"
Ich könnte Euch bestimmt fünfzig Orte zeigen, an denen Ihr in meiner Heimat ungestört wärt
", gab sie lachend zu und erinnerte sich stumm daran, wie sie selbst diese Orte des Öfteren aufgesucht hatte. "
Ich war quasi eine Meisterin, sie zu finden
", erklärte sie achselzuckend und lief neben dem jungen Mann her, während sie den Wind in ihrem Gesicht genoss. Er zerrte an ihren geflochtenen Zöpfen und an ihren Wimpern, sodass sie ständig das Gefühl hatte, sich mit ihrer anderen Hand zu schützen. "
Das Wetter ist bei uns ähnlich unbeständig, wie es hier ist, glaube ich. Jedenfalls regnet es sehr viel. Aber dafür haben wir nicht so einen alles umfassenden Wind. Das hier ist wirklich speziell
", sagte sie grinsend und versuchte sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass ihre Haare in Zukunft immer zerzaust aussehen werden. "
Ihr könnt nicht schwimmen?
", fragte sie erstaunt. Aufgrund der Tatsache, dass die Burg der Familie Fraser direkt an den Klippen lag, war sie davon ausgegangen, dass hier jeder schwimmen konnte, allerdings waren die Felsen so spitz und hoch, dass es vermutlich kaum einen direkten Weg zum Wasser gab. Zumindest hatte sie bisher noch keinen gefunden. "
Gibt es denn überhaupt einen Weg zum Meer hinunter?
", fragte sie neugierig und überlegte, ob man für die heißen Quellen in ihrer Heimat überhaupt schwimmen können musste. Die meisten Quellen waren glücklicherweise weder besonders groß, noch besonders tief, sodass das Ertrinken in ihnen eher unwahrscheinlich war.
[Bild: thxYbZu.png]
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Herbstland
Cathal Fraser
Herbstland
Alter 25
Beruf Prinz von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verlobt
User Natsch
#16
Cathal hätte ihre Gedanken gerne gehört, aber das war nichts, was in seinen Möglichkeiten stand. Vermutlich hätte er ihre Einschätzung, dass sie nicht sonderlich clever war, dann nicht geteilt. So jedoch blieb er unwissend und würde mit der Zeit herausfinden, dass seine zukünftige Gemahlin weit weniger beschränkt war, als er selbst am Anfang vermutet hatte.

Interessiert neigte er den Kopf leicht zur Seite, als Muirín ihm erklärte, dass sie rotes Haar habe und sie gestand, dass sie es nicht wirklich beschreiben konnte. Ein schwaches Lächeln zuckte an einem seiner Mundwinkel.
“Rot ist eine warme Farbe. Meine Schwestern erklärten mir die Farbe in Verbindung mit der Sonne oder auch Feuer. Sie ist intensiv und kann sich wie Liebe, aber auch Wut anfühlen. Auffällig, als würde die Aufmerksamkeit nur zu leicht dorthin gezogen werden.”
, versuchte er, Muirín seine Wahrnehmung zu erklären und gestikulierte dabei mit seiner freien Hand.
“Es ist eine schöne Farbe.”
, in seiner Welt war das so, es gab keine Farbe, gegen die Cathal eine besondere Abneigung verspürt hatte. Seine Schwestern hatten sie mit einer Lebhaftigkeit erklärt, die ihn nur immer bedauern ließ, dass er sie nicht sehen konnte.

Muiríns Lachen ließ den jungen Fraser aufmerken und der Klang ließ den Ausdruck auf seinem Gesicht eine Spur weicher werden.
“Hattet Ihr oft das Gefühl, dass ihr euch verstecken müsstet? Oder warum kennt Ihr so viele abgelegene Orte?”
, fragte er interessiert und amüsierte sich ein wenig über das leichte Achselzucken, das er durch ihren Kontakt wahrnahm. Es wirkte beinahe lapidar.
Der Wind in Kenmara war in der Tat wüst und Cathal lachte leise.
“Gewöhnt euch daran, keine teuren Bänder in den Haaren zu haben oder viel mehr, dass sie dort verweilen. Die kenmarische Küste raubt sie meinen Schwestern regelmäßig.”
, empfahl er ihr mit einem schiefen Zug um die Lippen, welches fast ein wenig entschuldigend wurde, als er ihre erstaunte Frage bezüglich seiner Schwimmkünste hörte.
“Im Wasser kann ich mich tatsächlich nicht sonderlich gut orientieren. Vor allem stillen Gewässern, in denen ich keine Strömung erfühlen kann. Ich wüsste kaum, ob ich weiter hinausschwimmen würde, oder eher Richtung Land.”
, erklärte Cathal ruhig.
“Es gibt einen schmalen, zugegeben etwas steilen Pfad hinunter an das Meer.”
, erklärte Cathal und ließ seine rechte Hand über die Brüstung der Mauer gleiten, um sich zu orientieren.
“Wir könnten aber auch Mal an den Strand reiten, das wäre nicht so ein… Kletterakt.”
, schlug er vor. Wenn sie das Meer sehen wollte, würde er es ihr sicher zeigen. Cathal selber mochte die Atmosphäre dort. Der Wind war nicht weniger stark, aber die Gischt noch deutlich spürbar. Das Wasser war kalt, der Sand ein wenig scharfkantig und gemischt mit gröberen Kies. Die Wellen waren kraftvoll und wirkten auf den jungen Fraser immer so, als gehörten sie zu dem Atem eines schlafenden Riesen der vor ihren Toren ruhte.
[Bild: Cathal_Signatur_01.png]
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Muirín Henaghen
Herbstland - Admin
Alter 23
Beruf Prinzessin
Wohnort Ishcateslieve, Farynn
Stand Verlobt
User Nessi
#17
Mit der Liaison mit Cathal Fraser veränderte sich plötzlich ihre ganze Welt. Eine Heirat hatte vermutlich auf jedes Leben einen solchen Einfluss, doch es war nicht nur ihr Leben, das sich von nun an ändern würde, sondern ihr ganzes Sein. Sie konnte es spüren. Sie konnte jetzt schon wahrnehmen, wie sie die Welt anders ansah. Wie sie ihren zukünftigen Mann ansah, weil sie wusste, dass er es nicht tun konnte. Dass er nicht sehen konnte. Nicht so, wie andere Menschen jedenfalls. Dabei nahm er so viel mehr wahr, als es alle anderen Menschen in ihrem Umfeld je getan hatten. Sie sahen, aber sie sahen oft nicht hin. Sie hörten, aber sie hörten oft nicht zu. Bei dem Fraser war alles anders. Er musste hören, um sehen zu können. Durch die Tatsache, dass ihm ein ganzer Sinn fehlte, waren seine anderen Sinne noch feiner ausgeprägt und Muirín kam nicht umhin ihn dafür zu bewundern, wie er mit seiner Einschränkung umging. Es fühlte sich so an, als wäre ihr all' das ihr Leben lang entgangen. Das richtige Hinsehen. Das Zuhören. Ihr war immer nur ihr eigenes Wohl wichtig, ihr eigener Kopf, mit dem sie wie wild durch die Wand wollte. Sie war das Leben einer Prinzessin gewohnt, eine ruhige und abgeschottete Umgebung, einen Fürstensitz, der ihrer Familie mehr als gerecht wurde und ein Vater, der sie überraschend lang gewähren ließ. Sie war verwöhnt, das wusste sie jetzt. Mehr als das sogar. Sie war so verwöhnt, dass es ihr beinahe unerträglich unangenehm vorkam.

Als sie gemeinsam über die Farbe ihrer Haare sprachen, stahl sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Ihre Haare sahen zwar weder aus wie die Sonne, noch wie das Feuer, aber ihr gefiel das Bild, das damit einher ging. Und sie fragte sich, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn er mit seinen Händen durch die lange Mähne der Prinzessin fahren würde, um sie zu ertasten. Ihre Haare waren weich und samtig, darauf legte sie sehr viel Wert. Es würde zwar nichts daran ändern, dass er ihre Farbe nicht sehen konnte, aber die Henaghen konnte spüren, wie ihre Abneigung gegen diesen Mann von Minute zu Minute weniger wurde. Im ersten Augenblick war es vielleicht das Mitleid gewesen, das ihre Wut verrauchen ließ, doch die Tatsache, dass sie sich völlig unbeobachtet in seiner Nähe fühlte und dadurch automatisch mit ganz anderen Gedankengängen konfrontiert wurde, als es bisher immer der Fall gewesen war, ließ sie schneller eine Änderung feststellen, als ihr eigentlich lieb war. Auf dem Weg hier hin, während sie in der Kutsche vor sich hin gebrütet hat, war sie nämlich noch der festen Überzeugung gewesen, dass sie ihrem Gemahl das Leben zur Hölle machen würde. Einfach aus Prinzip. Doch je länger sie Zeit im Anwesen der Frasers verbrachte, desto gewahrer wurde sie der Tatsache, dass sie das alle gar nicht verdient hatten.

"
Ich musste mich nie vor irgendetwas verstecken, nein
", antwortete sie leise und schwelgte für einen Moment in ihren Erinnerungen, ehe sie weiter sprach. "
Aber so sehr ich die Gesellschaft beizeiten zu schätzen wusste, so sehr habe ich mich auch immer wieder nach der Ruhe gesehnt, die mich alleine mit meinen Gedanken sein ließ. Die Erwartungen, die vor allem mein Vater immer an mich hatte, haben mich zeit meines Lebens so sehr gestört, dass ich manchmal das Gefühl hatte, davon erdrückt zu werden. Bis zuletzt. Bis er mich in die Kutsche gesetzt und die Tür zugeschlagen hat
", erzählte sie ihm ungewohnt offen und beobachtete ihn dabei, wie er seine Hand an die Steinmauer legte. Noch immer hatte die Rothaarige sich in seinem Arm eingehakt und ließ sich von ihm über den kleinen Spazierweg führen, wobei sie immer aufmerksam einen Blick nach unten gerichtet hatte, um ihn im Zweifel vor größeren Steinen oder Rissen warnen zu können.
"
Das könnte ganz schön gefährlich für Euch werden
", stellte sie fest und erschauderte leicht. Sie wollte sich nicht vorstellen, wie es sein musste, vollständig die Orientierung zu verlieren. "
Aber wenn ihr mit mir gemeinsam schwimmen geht, dann bin ich sehr gerne die Orientierung für Euch
", bot sie ihm lächelnd an und freute sich schon auf einen Ausritt zum Strand. "
Ich fürchte, dass ich das Reiten nur in seinen Grundzügen beherrsche
", gab sie zerknirscht zu und hoffte, dass das kein Problem darstellen würde. "
Aber das Angebot mit dem Strand werde ich auf jeden Fall annehmen. Aber fürs Klettern bin ich nicht gemacht. Und meine Kleider ebenfalls nicht
", stellte sie fest und sah an sich herunter. Der Wind zerrte unerbittlich an ihren Kleidern und peitschte ihre Haare hin und her. "
Zeigt Ihr mir Euren Lieblingsort?
", fragte sie vorsichtig und hoffte, damit keine Grenze zu überschreiten.
[Bild: thxYbZu.png]
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Herbstland
Cathal Fraser
Herbstland
Alter 25
Beruf Prinz von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verlobt
User Natsch
#18
Cathal spürte ihre Hand an seinem Arm und er widerstand dem Drang, die Hand seiner freien Hand kurz auf ihre zu legen. Lieber behielt er sie an dem Gestein zu seiner Rechten, um sich weiter zu orientieren. Es ärgerte den jungen Fraser fast ein wenig, dass er in diesem Moment so versöhnlich war und sich nicht weiter dazu hinreißen ließ, die Situation in eine unangenehme Richtung wieder einzuschlagen. Doch es fühlte sich nicht richtig an, zumal sie gerade dazu kamen, einander auf eine ruhigere Weise kennenzulernen und Cathal durchaus in der Lage war, vernunftbegabt zu sein.
Das sie sich nie verstecken musste, war irgendwie… beruhigend. Cathal wusste nicht genau wieso, aber er glaubte, dass das gut war. Er hatte nie gewollt, dass seine Schwester sich versteckte. Weder ihren scharfen Verstand, noch den Rest von sich. Er liebte sie und es war gut, dass Muirín ähnliche Erfahrungen in ihrem Leben gemacht hatte. Zumindest schloss er darauf.
“Welche Erwartungen hatte Euer Vater?”,
vermutlich die gleichen wie seiner. Anstand, Benehmen, Würde. Irgendetwas dazwischen. Was ihn wieder daran erinnerte, dass sein Ausbruch von vorhin noch Konsequenzen haben würde.
“Aber ich verstehe den Wunsch, manchmal alleine sein zu wollen.”
, gestand Cathal schließlich und bemerkte, dass sie langsam an den Rand des Aussichtsplateaus kamen.
“In einem Fürstentum ist man selten für sich.”
, fuhr er fort und spürte, wie die Gischt auf sein Gesicht traf und der Wind an seinen Haaren riss.
“Ich kann Euch Orte empfehlen, in denen ihr hier manchmal Eure Ruhe haben könnt.”
, bot er ihr an. Dafür musste sie die Burg nicht verlassen, oder eher das Gelände, auf dem sie sich gerade befanden.

Muirín verstand die Schwierigkeit, die Schwimmen für ihn beinhaltete und ihr Vorschlag amüsierte ihn. Nicht, weil er ihn albern fand, sondern weil ihr Vorschlag etwas in ihm berührte. Es würde ihm schwerfallen, zu vertrauen. Das hatte es schon immer. Cathal hatte irgendwann die schützenden Hände seines Vaters und die seiner Mutter von sich gestoßen, um selbst bestehen zu können. Sich nun wieder Hilfe bei etwas zu holen, war ein ungewöhnlicher Gedanke - und das amüsierte ihn und machte ihm sogar ein wenig Angst.
“Vielleicht schaffen wir es ja Mal, wenn es etwas wärmer ist zu einer der Buchten herunter. Das Meer ist da nicht mehr so stürmisch…”
, schlug er vor und hielt vor der niedrigen Mauer an. Jetzt legte sich doch seine Hand kurz auf ihre.
“Wir haben sehr brave Pferde im Stall, die Euch sicher herunter bringen werden.”
, erklärte er mit einem schiefen Grinsen.
“Sie geben einem fast das Gefühl, man würde es tatsächlich beherrschen.”
, fuhr er fort und senkte kurz den Blick, ein halbes Lächeln auf den Lippen.

Die Frage nach seinem Lieblingsort war gar nicht so einfach. Deswegen schwieg der 24-Jährige einen langen Moment, dachte über seine nächsten Worte nach.
“Ich zeig ihn Euch.”
, sagte er ruhig und wandte sich wieder, um in Richtung der Burg zu gehen.
“Könnt Ihr eigentlich lesen?”
, da sie eine Fürstentochter war, ging er davon aus.
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