| Test |
| Maebh Fraser |
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| Alter |
31 |
| Beruf |
Ehefrau |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verheiratet |
| User |
Cat |
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15-05-2026, 17:12 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26-05-2026, 17:32 von Maebh Fraser.)
Ihre Nacht war ohnehin kurz gewesen. Das Gespräch mit Yue hing ihr noch nach, aber sie hatte dafür jetzt keine Zeit. Sie hatte auch keine Zeit, sich jetzt schon mit Eanruig zu unterhalten. Und sie hatte keine Zeit, um sich jetzt Sorgen zu machen. Das Muírín krank war, kam einer Katastrophe gleich und wenn sie den schnell herbeigeholten Heilkundigen richtig verstand, so war auch so schnell sicher keine Besserung in Sicht. Sie würde die Sache durchstehen müssen und danach musste sie langsam anfangen und sollte sich nicht überanstrengen. Und auch jetzt empfahl der Heilkundige Ruhe. Keine Reise. Keine Hochzeit. Kein Stress.
Das bedeutete, dass sie nicht nur ein wenig erkältet war. Nein nein, das bedeutete, dass aus einem einzigen Satz ein reales und organisatorisches Chaos wurde.
Die Hochzeit musste verschoben werden.
Alleind er Gedanke sorgte dafür, dass sich Spannung zwischen ihren Schulterblättern festsetzte. Nicht einmal wegen der Arbeit an sich. Arbeiten konnte sie. Und die Struktur war es auch nicht. Aber eine verschobene Vermählung bedeutete unzählige Gespräche, enttäuschte Gäste, beleidigte Familien, Gerüche, Unsicherheiten und viele Menschen, die plötzlich Antworten erwarteten, die sie selbst noch nicht vollständig hatte. Und deshalb würde sie jetzt auch mit Moira sprechen müssen.
Allein dieser Gedanke ließ ihr den Magen unangenehm schwer werden. Aber es brachte alles nichts. Sie musste da jetzt durch und ihre Füße hatten sie ohnehin bereits wie von selbst zu den Gemächern der jungen Frau getragen, die sich zweifelsohne sicher bereits für die Hochzeit fertig machen würde.
Fahrig strich die Fürstin sich über den Rock. Nicht, weil der irgendwie unordentlich war. Maebh sah nie unordentlich aus. Viel mehr, weil sie nervös war und einen Moment brauchte, um ihre Fingerknöchel gegen die Tür klopfen zu lassen, ehe sie diese aufschob und nach drinnen trat. In der Tat war Moira bereits dabei, sich von ihren beiden Zofen hübsch machen zu lassen.
Sie bekam das hin. Freundlich. Ruhig. Klar. Verbindlich.
«Guten Morgen, Moira. Es ist gut, dass du schon auf den Beinen bist», begann sie und schloss die Tür hinter sich. «Aber ich bringe leider keine guten Neuigkeiten. Muírín ist leider schwer erkrankt und der Heilkundige schließt es aus, dass sie den Strapazen einer Hochzeit stand halten könnte. Es ist nicht so ernst, dass wir uns Sorgen machen müssen. Aber ernst genug, dass sie Ruhe braucht. Wir werden die Hochzeit also verschieben müssen. Ich möchte, dass du dich jetzt fertig anziehst und mich dann begleitest.»
Sie hatte die Finger leicht vor sich verschränkt und sah Moira freundlich an, während sie den Kopf leicht neigte.
«Die ersten Vorbereitungen laufen ohnehin schon seit Wochen. Gäste sind bereits angereist oder kommen im Laufe des Vormittags an. Wir müssen also Nachrichten und Boten schicken, die Gäste informieren, die bereits da sind und alles weitere koordinieren. Unter Umständen müssen die Unterkünfte für die Gäste dennoch bereitgestellt werden und sie müssen auch verköstigt und angemessen empfangen werden. Das gebietet schon die Gastfreundschaft.»
Sie schaffte ein schiefes Lächeln und verdrängte das ungute Gefühl, dass dieses Gespräch gerade in ihr auslöste.
«Die Familie braucht dich gerade, Moria. Ich brauche dich. Ich weiß, dass du mich nicht magst. Ich verstehe und akzeptiere das. Aber für den Moment sollten wir unsere Differenzen beiseite legen und tun, was wir können, um diese Situation halbwegs im Griff zu behalten.»
Und irgendjemand musste mit ihrer Stiefmutter sprechen. Aber das würde sie vermutlich selbst erledigen und Moira würde es auch noch mitbekommen. Fantastisch.
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| Herbstland |
| Moira Fraser |
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| Alter |
21 |
| Beruf |
Prinzessin von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Ledig |
| User |
Nina |
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25-05-2026, 22:46 - Wörter:
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25-05-2026, 22:47 von Moira Fraser.)
 Es war ein schrecklicher Tag. Vermutlich sogar der schrecklichste Tag in ihrem Leben neben dem Todestag ihrer Mutter. Dabei sollte es doch der Hochzeitstag ihres Bruders sein. Sie wusste, dass es für ihn irgendwie immer in Ordnung war. Weil er alles tat, was Vater von ihm verlangte. Weil er alles tat, was zu seiner Pflicht gehörte. Und doch... sie wünschte sich so viel mehr für ihn. Eine liebende Frau, die Anerkennung die er verdient hatte und natürlich auch irgendwann das Fürstentum. Doch all das lag nicht in ihrer Macht. Und das hasste sie. Einmal mehr fühlte sie sich machtlos und unbedeutend und konnte nichts Anderes tun als die Dinge einfach zu ertragen. Und sie durfte nicht einmal zu ihrem Bruder, weil alle sich fertig machen mussten. Am Liebsten hätte sie ihn einfach für ein oder zwei Stunden 'entführt'. Einfach ein wenig gemeinsame Zeit, Reden, vielleicht irgendwelche dummen Scherze. Doch stattdessen stand sie hier in ihrer Kammer und zwei Zofen tänzelten um sie herum, machten ihre Haare, passten das Kleid an und brabbelten ununterbrochen davon, wie wunderschön die Braut heute wohl aussehen würde, wann Cathal ihr ein Kind schenken würde und all so etwas. Mit jeder Minute, die verging, rutschte ihre Laune noch ein Stück weit tiefer in den Keller.
Und spätestens dann, als Maebh in ihre Kammer trat, musste man noch einen Keller an den Keller anbauen, um ihre Laune wiederfinden zu können. Sie war der Älteren einen finsteren Blick zu, der jedoch ins Wanken geriet bei ihren Worten. „Oh nein, wie tragisch“, erwiderte die Prinzessin in einem Tonfall, der eindeutig verriet, dass sie das gar nicht so schlimm fand.. Denn dass die Hochzeit verschoben werden musste, war alles andere als schlimm. Es mochte nur ein Aufschub sein, aber wenn etwas schief ging, war das ja erst einmal irgendwie gut. Auch wenn sie Muírín nichts Schlechtes wünschte. Sie konnte ja letztendlich auch nichts dafür, dass sie die Auserkorene war. Aber wenn es ihr nicht besorgniserregend schlecht ging, sondern nur zu schlecht für die Hochzeit, dann musste Moira sich ja nicht schlecht fühlen.
Ein Teil der Worte von Maebh waren zwar irgendwo bei ihr angekommen, wurden aber nicht kommentiert. Bis zu dem Punkt, als diese Frau es wagte zu sagen, dass die Familie sie brauchte. Es kostete Moira mehr als nur etwas Kontrolle, um ruhig zu bleiben. Aber sie wusste, wie ihr Vater reagieren würde, wenn sie seine Ehefrau – pah! - anschreien würde. Also atmete sie tief ein. Einmal. Zweimal. Dreimal. „Und was wird meine Rolle dabei sein? Abseits davon, dass wir mit den Gästen reden müssen und so weiter? Ich soll sicherlich an Eurer Seite stehen und zeigen, was für eine perfekte Familie wir doch sind?“, erwiderte sie also stattdessen. Kein Lächeln. Kein sanfter Tonfall. Einfach nur eine scheinbar neutrale Aussage, die den tobenden Sturm in ihrem Inneren kaum verbergen konnte. Sie hasste alles daran. Aber sie wusste auch, dass es hier kein 'ich möchte nicht' geben würde. Es war keine Bitte, die Maebh da an sie heran trug, sondern einfach nur der Plan für das, was nun kommen würde. Sie verpackte es nur nett. So wie es sich gehörte.
Moira blickte dafür einmal an sich herunter. „Sollte ich nicht etwas weniger Festliches anziehen? Das ist das Kleid, das Vater mir für Cathals Hochzeit hat anfertigen lassen. Genügt nicht etwas von den normalen Kleidern für den guten Besuch?“, erkundigte sie sich.
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| Test |
| Maebh Fraser |
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| Alter |
31 |
| Beruf |
Ehefrau |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Verheiratet |
| User |
Cat |
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Sie hatte ja schon damit gerechnet, dass Moira wenig begeistert auf sie reagieren würde. Aber der Spruch zur Hochzeit trieb es sogar fast auf die Spitze. Dennoch blieb Maebh ruhig. Besonnen. Sanft. Sie kommentierte es nicht. Sie rügte Moira nicht dafür.
«Ich kann verstehen, dass du dich mit dieser Hochzeit unwohl fühlst», stellte sie fest. «Und ich weiß auch, dass Cathal sich nicht wohl fühlt. Wir sprachen bereits und ich schätze, dass er dich später brauchen wird, weil auch er davon betroffen sein wird. Aber erst einmal müssen wir uns um die organisatorischen Dinge kümmern, Moira. Und du bist alt genug, um zu lernen, wie so etwas funktioniert.»
Maebh war sich des Umstandes bewusst, dass Moira viele Freiheiten hatte. Das sie ihr Leben genoss und sich keinen Deut darum scherte, was auf sie zukam. Aber seis drum, Maebh hatte nicht vor, sich jetzt mit ihr deswegen zu streiten.
Also neigte sie leicht den Kopf nach vorne und bedachte Moira mit einem durchdringend ruhigen Blick.
«Du wirst mich bei der Koordination unterstützen und mich den Tag über begleiten. Wir müssen dafür sorgen, das nicht alles im heillosen Chaos versinkt und auf die Männer würde ich mich in dieser Angelegenheiten eher nicht verlassen. Das ist etwas, das in Frauenhand gehört.»
Dann allerdings hielt sie inne. Und eine steile Falte bildete sich auf ihrer Stirn. Sie überlegte einen Moment. Rang mit sich. Wollte nicht streiten. Dann atmete sie tief durch.
«Ich will, dass du mich dort unterstützt, wo du gerade gebraucht wirst. Mir ist völlig gleich, ob du mich magst, Moira. Nein... das ist gelogen. Ich wäre glücklich, wir würden uns näher stehen. Sehr sogar. Es ist mir nicht egal, wie viel Hass du mir entgegenbringst. Aber ich werde ihn dir nicht wegnehmen. Ich werde nicht an dir herumzerren. Aber für heute ist das nebensächlich. Wir müssen uns nicht die Haare flechten, wir müssen einfach nur diesen Tag hinter uns bringen.»
Dann sah sie an ihr herunter und ein schiefes Lächeln, fast schon warm, zupfte an ihren Lippen.
«Du siehst wundervoll aus», stellte sie fest. «Aber ja. Ich denke, dich umzukleiden macht Sinn. Nicht, dass am Ende noch was damit passiert. Das wäre schade.»
Es war nicht gelogen. Maebh wünschte sich wirklich mehr Beziehung zu ihrer Stieftochter. Intensivere Gespräche. Irgendwie die Möglichkeit, überhaupt auch nur im Ansatz an sie heranzukommen. Aber seit fast fünf Jahren war Moira grundsätzlich ablehnend und abweisend und irgendwann hatte Maebh eben einfach aufgegeben.
Die dunklen Augen der Fürstin ruhten immer noch auf der jungen Frau, die sie mittlerweile geworden war. Ihre Züge verloren mehr und mehr die Jugend und kamen in der Zeit der Erwachsenen an. Moira wir bildhübsch. Und Maebh neidete es ihr nicht.
Sie wurde erwachsen. Nicht auf die zerbrechlich sanfte Art, die man Frauen so gerne zuschrieb, sondern mit dieser Unerschrockenheit, die die Frasers so an sich hatten. Und mit einer Sturheit die selbst ihrem Vater Konkurrenz machte.
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| Herbstland |
| Moira Fraser |
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| Alter |
21 |
| Beruf |
Prinzessin von Kenmara |
| Wohnort |
Kenmara |
| Stand |
Ledig |
| User |
Nina |
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 Fast wünschte Moira sich, dass Maebh gemein zu ihr wäre. Dass sie von oben auf sie herab sah – nicht nur körperlich – oder dass sie mit ihr schimpfte, gewaltsam an ihrem Arm griff oder irgendetwas. Einfach etwas, das ihr eigenes Verhalten bestätigte und mit dem sie womöglich sogar zu ihrem Vater laufen könnte. Aber stattdessen war sie die Ruhe selbst. Wenigstens äußerlich. Denn wie es Maebh wirklich ging, wusste die junge Fraser nicht. Und es interessierte sie auch nicht. Außerdem... wie sollte es ihr denn bitte schlecht gehen? Sie hatte gut heiraten dürfen, hatte ein tolles Zuhause, sogar einen tollen Ehemann und es ging ihr gut. Sie hatte sogar einen Sohn geboren, der irgendwann der Fürst Kenmaras werden würde. Da durfte es einem nicht schlecht gehen.
„Natürlich werde ich für ihn da sein. So wie ich es immer bin und immer sein werde“, erwiderte sie etwas schroff. Als müsste man ihr sagen, dass sie für ihren Bruder da sein musste. Sie war immer da gewesen, genauso wie er immer für sie da war. Schon damals, als ihre Mutter starb oder noch früher, wenn andere Leute nicht an ihn geglaubt hatten. Sie war immer da gewesen.
Und was das Andere anging? Moira wollte das nicht. Aber sie war nicht dumm. Sie wusste, dass diese Bitte ihr nicht tatsächlich die Wahl ließ. Und so sehr sie meckern und zetern wollte: es würde rein gar nichts ändern. „In Ordnung, ich werde Euch unterstützen“, war daher ihre schlichte Antwort. Sie resignierte. Aber das bedeutete nicht, dass sie jetzt das handzahme Kätzchen sein würde. Sie würde all das überstehen, Maebh dabei finstere Blicke zuwerfen und auch nur so viel machen, dass man ihr nicht vorwerfen konnte, dass sie sich quer stellte. Und damit war ihr Plan geformt, sie wappnete sich und... zerbrach dann binnen Sekunden. Wegen eines Satzes, bei dem selbst Moira bewusst war, dass er gar nicht gezielt hatte gesagt werden können. Wir müssen uns nicht die Haare flechten. Etwas, das ihre Mutter immer gemacht hatte. Es war so banal, aber das war etwas, das Moira schmerzlich vermisste und fast jeden Tag erinnerte sie sich daran, wenn die Zofen bei ihr waren. Ihre Fassade bröckelte. Für einen langen Moment war da nicht die trotzige, aber selbstbewusste junge Frau. Für diesen Augenblick war sie das Kind, das vor fünf Jahren seine Mutter verloren hatte. Sie wandte sich ab, blinzelte hektisch die aufkommenden Tränen weg und eilte selbstständig an ihren Schrank. Die Zofen hinter ihr redeten mit ihr, wollten ihr die Arbeit abnehmen, aber Moira ließ sich nicht abbringen und nutzte den Moment, in dem sie nach dem richtigen Kleid suchte dafür, um sich zu beruhigen. Es gelang ihr mehr schlecht ans recht. Aber wenigstens bekam sie die Tränen in den Griff, aber sie fühlte sich trotzdem wie ein Häufchen Elend. Aber es half ja nichts, also hielt sie einer der Beiden Zofen das Kleid hin und ließ sich von der Anderen aus dem aktuellen Kleid helfen.
Keine fünf Minuten später war sie fertig. Sie bedankte sich bei den Zofen. „Ich bin soweit“, sagte sie also an Maebh gewandt, achtete diesmal jedoch darauf, dass sie die Ältere nicht direkt ansah. Sie wollte nicht, dass sie womöglich erkannte, dass es ihr gerade wirklich nicht gut ging. Sie wollte keine Schwäche zeigen. Nicht vor ihr. Dass sie mit ihrem Verhalten umso auffälliger zeigte, dass irgendetwas nicht stimmte? Das war der Prinzesin nicht bewusst. So weit dachte sie einfach nicht.
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