07-05-2024, 07:19 - Wörter:
Obwohl die Einnahme der Stadt bereits rund zehn Tage zurücklag, war Sebastian noch nicht in die Hauptstadt zurückgekehrt. Die Instabilität und Unsicherheit nach dem Herrschaftswechsel verlangte danach zusätzliche Soldaten in Eastergold Meadow zu behalten und sicher zu stellen, dass nun Plünderungen und Vandalismus überhand nahm, oder gar die einstige Bevölkerung gesammelt die Flucht antrat. Der Reichtum basierte schließlich vorwiegend auf den landwirtschaftlichen Errungenschaften und würden die Felder nicht bestellt oder das Vieh nicht versorgt werden, ergäben sich zweifelsfrei Engpässe. Sebastian war darin involviert gewesen Fliehende davon zu überzeugen in der Stadt zu bleiben und langsam schien sich Eastergold ein wenig zu erholen.
Zu viele Aufträge hatten den jungen Soldaten bis spät nachts wach gehalten, so dass heute die erste Möglichkeit gewesen war um etwas Ruhe in der Einsamkeit zu finden. Besinnend auf das, was in den letzten Tagen geschehen war, ehrenvoll andenkend an jene, die auf seiner und der feindlichen Seite gefallen war. Welch besserer Ort als die Kirche der Stadt hätte dafür dienlich sein können? Zwar fand zu dieser Stunde keine Messe statt, aber Sebastian hatte in der hinteren Reihe des kleinen Gotteshauses gesessen und Zeit gefunden seinen Gedanke nachzuhängen. Glaubensdiener wuselten im Altarbereich herum und richteten Kerzen, stellen Tische und Gedecke auf, damit Angehörige ihre Verluste angemessen betrauern konnten. Die Beerdigungen waren bereits vergangen.
Schließlich folgte ein Kreuzzeichen und Sebastian erhob sich, um sich der hohen Flügeltüre zuzuwenden, die einseitig offen stand und jedem Zugang erlauben mochte, der hier Zuflucht finden sollte. Und da erschien sogar noch jemand, gar aus der frisch in Würden erhobenen Familie. Stattlich und ehrwürdig, ganz seinem neuen Titel entsprechend. „Durchlaucht“, nickte Sebastian und spürte, wie das Wort schwer aus dem Mund kam. Die Brüder Fielding waren ihm insoweit bekannt, als dass er dem triumphalen Einzug der Familie in die eroberte Stadt beigewohnt hatte, und dass Jasper in Willards Leben eine bedeutende Rolle spielte. Auffällig war wohl, dass sein jüngerer Bruder nicht den gesellschaftlichen Pflichten bei der Ausbildung beigewohnt hatte, und sich stattdessen wohl lieber in den Tavernen und roten Straßen aufhielt. Und so jemand war fortan ein Prinz, aus glücklicher Fügung heraus und einer Prise Schicksal. Die Blutlinie und das Recht hatten gesprochen. „Ich gratuliere zu Eurem Sieg. Eastergold gehört Eurer Familie“, und damit breitete sich sein Arm in Richtung der Kirche aus, als wolle er ihm damit erst einladen diesen Raum, mit in sein Reich aufzunehmen. „Es ist eine gute Zeit zum Beten. Kaum jemand verirrt sich hier her.“ Vielleicht nahm Joshua seinen neuen Titel und die Verantwortung, welche dieser mit sich brachte, ein wenig ernster und war bereit den ersten Schritt zu tun um all seine Sünden zu beichten, derer sicher einiger.
Zu viele Aufträge hatten den jungen Soldaten bis spät nachts wach gehalten, so dass heute die erste Möglichkeit gewesen war um etwas Ruhe in der Einsamkeit zu finden. Besinnend auf das, was in den letzten Tagen geschehen war, ehrenvoll andenkend an jene, die auf seiner und der feindlichen Seite gefallen war. Welch besserer Ort als die Kirche der Stadt hätte dafür dienlich sein können? Zwar fand zu dieser Stunde keine Messe statt, aber Sebastian hatte in der hinteren Reihe des kleinen Gotteshauses gesessen und Zeit gefunden seinen Gedanke nachzuhängen. Glaubensdiener wuselten im Altarbereich herum und richteten Kerzen, stellen Tische und Gedecke auf, damit Angehörige ihre Verluste angemessen betrauern konnten. Die Beerdigungen waren bereits vergangen.
Schließlich folgte ein Kreuzzeichen und Sebastian erhob sich, um sich der hohen Flügeltüre zuzuwenden, die einseitig offen stand und jedem Zugang erlauben mochte, der hier Zuflucht finden sollte. Und da erschien sogar noch jemand, gar aus der frisch in Würden erhobenen Familie. Stattlich und ehrwürdig, ganz seinem neuen Titel entsprechend. „Durchlaucht“, nickte Sebastian und spürte, wie das Wort schwer aus dem Mund kam. Die Brüder Fielding waren ihm insoweit bekannt, als dass er dem triumphalen Einzug der Familie in die eroberte Stadt beigewohnt hatte, und dass Jasper in Willards Leben eine bedeutende Rolle spielte. Auffällig war wohl, dass sein jüngerer Bruder nicht den gesellschaftlichen Pflichten bei der Ausbildung beigewohnt hatte, und sich stattdessen wohl lieber in den Tavernen und roten Straßen aufhielt. Und so jemand war fortan ein Prinz, aus glücklicher Fügung heraus und einer Prise Schicksal. Die Blutlinie und das Recht hatten gesprochen. „Ich gratuliere zu Eurem Sieg. Eastergold gehört Eurer Familie“, und damit breitete sich sein Arm in Richtung der Kirche aus, als wolle er ihm damit erst einladen diesen Raum, mit in sein Reich aufzunehmen. „Es ist eine gute Zeit zum Beten. Kaum jemand verirrt sich hier her.“ Vielleicht nahm Joshua seinen neuen Titel und die Verantwortung, welche dieser mit sich brachte, ein wenig ernster und war bereit den ersten Schritt zu tun um all seine Sünden zu beichten, derer sicher einiger.
